Fußball

Toni Zupo will mit dem FCR aufsteigen

Toni Zupo ist glücklich, den Schritt zum FCR gegangen zu sein – und hat mit diesem einiges vor.
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Toni Zupo ist glücklich, den Schritt zum FCR gegangen zu sein – und hat mit diesem einiges vor.

Interview der Woche mit dem Winter-Zugang des Remscheider Fußball-Landesligisten.

Von Fabian Herzog

Herzlich willkommen im Fußballkreis Remscheid, Toni Zupo. Nach Ihrem Wechsel vor wenigen Wochen vom FSV Vohwinkel zum FC Remscheid könnte man auch sagen: Das wurde aber mal Zeit. . .

Toni Zupo (lacht): Ja, das stimmt. Ich bin gebürtiger Lenneper, also im damaligen Krankenhaus geboren, lebe und arbeite seit Jahren in Remscheid und wäre schon zweimal fast beim FCR gelandet. Jetzt hat es endlich geklappt.

Wie ist es schließlich dazu gekommen?

Zupo: Seit dem Testspiel mit Vohwinkel gegen den FCR vor ziemlich genau einem Jahr stand ich in regelmäßigem Kontakt zu Marcel Heinemann, dem Trainer und Sportlichen Leiter. Damals hab ich gut gespielt und wurde nach dem Abpfiff angesprochen. Vor ein paar Monaten bin ich dann auf die Verantwortlichen in Vohwinkel zugegangen und habe ihnen mitgeteilt, dass ich mich fußballerisch verändern möchte. Daraufhin kamen auch andere Angebote, unter anderem aus der Oberliga. Aber ich bin mit meiner Verlobten gerade nach Lennep in die Nähe des Röntgen-Stadions gezogen, weil wir im Juni unser erstes Kind erwarten und eine größere Wohnung benötigen. Dadurch passte der Wechsel zum FCR jetzt perfekt, und ich freue mich auf alles, was kommt.

Wie schwer fiel es Ihnen, die Lüntenbeck zu verlassen, wo Sie über viele Jahre zu den prägenden Figuren gezählt haben? Und wie hat Ihr Trainer Marc Bach reagiert?

Zupo: Der war natürlich alles andere als erfreut. Er hätte mich gerne gehalten und meinte, er könne seinen besten Mann doch nicht gehen lassen. Und mir fiel das auch richtig schwer. Der Abschied war sehr emotional, da flossen sogar Tränen. Bachi und ich hatten immer ein besonderes Verhältnis. Fast wie Vater und Sohn. Aber so ist das nun mal im Fußball und gehört halt auch dazu.

Und nun können Sie es kaum erwarten, dass es richtig losgeht.

Zupo: Ja, ich habe richtig Bock auf die neue Herausforderung und möchte dem Spiel meinen Stempel aufdrücken. Ich habe mit Vohwinkel in dieser Saison ja schon einmal im Röntgen-Stadion gespielt. Wir haben zwar 1:4 verloren, aber die Stimmung war schon geil. Da freue ich mich sehr drauf.

Kannten Sie schon Spieler aus der Mannschaft?

Zupo: Mit Ahmed Al Khalil habe ich in Vohwinkel zusammengespielt. Sein Bruder Hammza war da auch mal im Probetraining. Dylan Oberlies kenne ich aus der A-Jugend des WSV, Maurice Horn aus der B-Jugend. Und auch vom Rest bin ich super aufgenommen worden.

Gab es diesbezüglich beim FCR eigentlich ein Ritual?

Zupo: Das weiß ich noch gar nicht. Ob ich eine Kiste ausgeben muss oder singen. Das lasse ich mal auf mich zukommen.

Obligatorische Frage: Wie sind Ihre sportlichen Ziele? Die persönlichen und die mit der Mannschaft.

Zupo: Ich persönlich möchte der Mannschaft mit meiner Erfahrung, die ich schon gesammelt habe, weiterhelfen und am liebsten eine Ära prägen. Vor der Saison hatte ich mir vorgenommen, 20 Tore zu schießen. Aktuell stehe ich als Vierter der Torjägerliste bei 9 und damit so viele, wie in der gesamten vorigen Saison. Ich bin halt sehr ambitioniert, deswegen sage ich auch ganz klar: Ich hab Bock darauf, mit dem FCR aufzusteigen. Ob das dieses Jahr schon klappt, wird sich zeigen. Aber spätestens nächste Saison dann. Deswegen habe ich auch bis 2024 unterschrieben.

In Vohwinkel und Velbert haben Sie schon als Linksverteidiger ausgeholfen, sind als technisch versierter Linksfuß sonst doch eher in der Offensive unterwegs. Auf welcher Position fühlen Sie sich am wohlsten?

Zupo: Ich kann offensiv eigentlich alles spielen. Links oder rechts auf dem Flügel, aber auch als Achter oder sogar als Neun. Ich bin da sehr variabel. Hauptsache ich kann Tore machen und vorbereiten.

Was zeichnet Sie sonst als Fußballer aus?

Zupo: Grundsätzlich muss man sagen: Ich bin ein Fußballverrückter. Ich gehe sehr aber kritisch mit mir selbst um, deswegen war ich auch mit der 0:4-Niederlage im ersten Testspiel bei der U19 von Viktoria Köln überhaupt nicht zufrieden. Auf dem Platz bin ich ein Spieler, der schon über Emotionen und Temperament kommt. Italiener halt (lacht). Da würde ich lügen, wenn ich sage, ich bin da ganz ruhig. Also ich kann auch mal dazwischenfegen, wenn es nicht läuft.

In Ihrer Vita steht aber nur eine rote Karte.

Zupo: Oh ja, aus meiner Velberter Zeit. Und das war echt eine unfassbare Story.

Für unfassbare Storys sind wir immer zu haben.

Zupo: Wir haben damals ein Tor geschossen, und plötzlich lief ein Hund aufs Feld und wollte unseren Torschützen attackieren. Ich habe mich dann zu einer Beleidigung hinreißen lassen. Das war dumm von mir.

Sie haben den Hund beleidigt?

Zupo (lacht): Nein, den Halter des Hundes.

Kommen wir noch einmal zurück zu Ihren Zielen mit dem FCR: Was muss passieren, damit am Ende das Maximum erreicht wird?

Zupo: Ich denke, wir haben eine super Mannschaft. Da sind ein paar richtig gute Jungs bei. Wenn wir alle Gas geben, ist vieles möglich. Vor allem müssen wir die Topspiele für uns entscheiden. Und noch wichtiger: Wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben und zusammenhalten. Aber diesbezüglich habe ich schon einen guten Eindruck bekommen. Wir sind wie eine Familie.

Zur Person

Toni Zupo wurde am 26. Mai 1998 in Lennep geboren, wuchs aber ab dem zweiten Lebensjahr zunächst in Hilden auf. Seine erste Fußballstation waren deshalb auch die Bambini des VfB Hilden. Von dort ging´s zu Bayer Leverkusen, wo er bis zur U14 kickte. Unter anderem an der Seite eines gewissen Kai Havertz. Doch dann warfen ihn Knieprobleme zurück. Es folgte der Wechsel zu Fortuna Düsseldorf, den er heute als „Karriereknick“ bezeichnet. Nach zwei unbefriedigenden Jahren ging Zupo zum Wuppertaler SV, wo er in der A-Jugend auch Nachwuchs-Bundesliga spielte. Fürs erste Seniorenjahr wechselte er zum FSV Vohwinkel, wo der gelernte Verkäufer, der bei Aldi in Hasten arbeitet, bis auf ein halbes Jahr beim TVD Velbert in Ober-, Landes- und Bezirksliga am Ball war.

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