Fußball

Die tolle erste Hälfte geht in die Vereinsgeschichte ein

Seitenwahl im Regen: Nico Postic (SV 09/35, l.) und Marcel Platzek (RWE, r.) schauten angesichts des anfänglichen Nieselregens im Eifgen ein wenig skeptisch. Das sollte sich schnell legen. Foto: Andreas Dach

Fußball: Der SV 09/35 Wermelskirchen verliert in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen RW Essen mit 0:5

Von Andreas Dach und Peter Kuhlendahl

Was Borussia Dortmund und den SV 09/35 Wermelskirchen unterscheidet? Antwort: Der BVB musste am Mittwochabend in der Champions League gegen St. Petersburg gänzlich auf Zuschauer verzichten. Die Partie des Niederrheinpokals im Eifgen zwischen dem SV 09/35 und Rot-Weiss Essen „durften“ immerhin 100 Zuschauer verfolgen. Die sollten ihr Erscheinen beim ungleichen Duell absolut nicht bereuen. Der Landesligist zeigte beim 0:5 (0:1) gegen den Regionalligisten speziell in der ersten Halbzeit eine mehr als formidable Leistung, versteckte sich nicht und war sogar viermal drauf und dran, in Führung zu gehen. Nick Salpetro (9.), Aleksandar Stanojevic (14./19.) und Umut Demir (26.) kamen aussichtsreich zum Abschluss.

Was für ein Auftakt im Eifgen. Regen? Der störte längst niemanden mehr. RWE musste froh sein, mit Jakob Golz einen Klassemann im Tor zu haben. Der Mann hat gute Gene. Vater Richie hat viele Jahre in der Bundesliga gespielt (HSV, Freiburg). Als alle schon damit rechneten, dass es torlos in die Kabine geht, „klingelte“ es schließlich doch noch im Wermelskirchener Kasten. Kapitän Marcel Platzek nutzte die einzige Unachtsamkeit der Hintermannschaft des Gastgebers zur Essener Führung (43.). Schade, verdammt schade.

 Ein Schock? Davon war zunächst nichts zu spüren. Für Furkan Kücüktireli, der schon früh in der Partie einen bösen Schlag abbekommen hatte, kam Ben Kaul ins Spiel. Der SV 09/35 behielt die gute Ordnung anfangs noch bei, war nach einem Eckball aber kurz ungeordnet. Das ließ sich Felix Schlüsselburg (56.) nicht entgehen. So etwas wie die Vorentscheidung.

Umso imponierender, dass 09/35 nicht den Glauben verlor und geduldig auf seine Konterchancen wartete. Vielleicht nicht mehr so häufig wie vor der Pause, aber doch immer wieder nadelstichartig. Alles klar war schließlich nach 72 Minuten. Diesmal kam RWE zu leicht zum Tor. Der Kapitän machte den Deckel drauf. Marcel Platzek traf zum 3:0 (72.).

Was den guten Gesamteindruck genauso wenig schmälerte wie das vierte und fünfte Gästetor. Dafür zeichneten diesmal Joshua Endres (80.) und wieder Schlüsselburg (90.) verantwortlich.

Von Gästetrainer Christian Neidhart gab es ein dickes Lob für die Wermelskirchener: „In der ersten Halbzeit war der Gegner ein Stück besser.“ 09/35-Trainer Sebastian Pichura ärgerte ein bisschen, dass „wir vor der Pause kein Tor gemacht haben“. Sein Kapitän Nico Postic sagte: „Ärgerlich, dass es hinterher noch deutlich geworden ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Die Auftaktbilanz lässt sich einordnen
Die Auftaktbilanz lässt sich einordnen
Die Auftaktbilanz lässt sich einordnen
Fußball: Lopez Aragon wird zum Verfolger
Fußball: Lopez Aragon wird zum Verfolger
Fußball: Lopez Aragon wird zum Verfolger
Robin Rambau erlebt einen goldenen Tag
Robin Rambau erlebt einen goldenen Tag
Robin Rambau erlebt einen goldenen Tag
Fußball: Stratemeyer schon bei 18 Toren
Fußball: Stratemeyer schon bei 18 Toren

Kommentare