Wer erkennt wen

Die Titel sammelte er beim großen Rivalen

Ex-Torhüter Sebastian Wilk (der Kopf ist eingekreist) mit dem Remscheider Rollhockey-Bundesligisten beim Training. Foto: RGA-Archiv
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Ex-Torhüter Sebastian Wilk (der Kopf ist eingekreist) mit dem Remscheider Rollhockey-Bundesligisten beim Training.
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Kaum stand der aktuelle Teil unserer Serie „Wer erkennt wen“ auf unsere Homepage, rief auch schon Henning Becker an.

Von Peter Kuhlendahl

„Ich wollte halt der Erste sein“, meinte er mit einem Lachen. Becker ist selbst auf dem Bild – rechts hinter dem Gesuchten. Und so war es ein Einfaches für ihn, für die Auflösung zu sorgen: „Das ist natürlich Basti Wilk. Ein bärenstarker Torhüter. Leider kann ich aber nicht mehr genau einordnen, wann dieses Bild aufgenommen worden ist.“

Dafür sorgte dann Georg Feldhoff. „Ich schätze, dass es 2005 entstanden ist. Die Jungs haben damals eine Einheit bei Kieser-Training absolviert“, schrieb der Vorsitzende des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid per E-Mail. Er löste auch auf, was es mit dem Vereinswappen auf sich hatte, das der ehemalige Bundesligakeeper auf der Brust hatte: „Im Jahr 2001 wurde die damalige IG Remscheid, die seit 1962 eine Spielgemeinschaft aus dem VfB 06/08 Remscheid und dem Remscheider TV war, aufgelöst. Die Abteilung Rollhockey wurde dann wieder dem VfB angegliedert. Bis Ende 2009. Zum 1. Januar 2010 startete das Remscheider Rollhockey dann als IGR und als ein eigenständiger Verein durch.“ Dass diese Entwicklung nicht ohne Nebengeräusche abging, thematisierte der IGR-Vorsitzende nicht.

Sportliche Karriere startet beim Rollkunstlauf

Feldhoff wusste auch zu berichten, dass Wilk in ganz jungen Jahren zunächst als Rollkunstläufer Erfahrungen gesammelt hatte. Als er zum Rollhockey kam, entschied er sich sofort für das Tor. Eine sehr gute Wahl. Wilk durchlief alle Nachwuchsteams in Remscheid. Feldhoff: „Vor 20 Jahren wurde er die klare Nummer Eins im Bundesligateam.“ Doch nicht nur das. Mit seinen älteren Brüdern Markus und Thomas war er bei Welt- und Europameisterschaften auch mit der Nationalmannschaft im Einsatz.

Dass sich der Keeper dann 2009 im bergischen Rivalen RSC Cronenberg anschloss, nahm ihm keiner übel. Basti Wilk war sehr ehrgeizig und Realist. In dieser Zeit waren die Remscheider weit davon entfernt, um Titel und Pokalsiege mitzuspielen. In Wuppertal konnte er zwischen den Pfosten einige Deutsche Meisterschaften feiern. Die IGR profitiert aber auch heute noch indirekt von seinem Können. „Unsere aktuellen Bundesligatorhüter Jonas Langenohl und Moritz Kreidewolf haben ihr Handwerk beim ihm gelernt. Basti hat sein Wissen immer an den Nachwuchs weitergegeben“, betonte Feldhoff.

Henning Becker denkt gerne an die Zeiten zurück. Und erzählte auch noch, wer ansonsten neben dem Gesuchten und ihm auf dem Bild sind: Markus Wilk, Patrick Nikolajko, Victor Martins, Lukas Kuhn und Nelson Martins. Sebastian Wilk würde mittlerweile in Wuppertal leben, arbeite nach längst abgeschlossenem Studium als Ingenieur „und wird im nächsten Jahr auch schon 40 Jahre alt. Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht“, meinte Becker.

Derweil schrieb Peter Osenberg, dass man schon ein eingefleischter Rollhockey-Fan sein müsse, um den Gesuchten zu erkennen. Dass er ein solcher ist, bewies er mit seiner Antwort. Er wusste, dass in den vergangenen Jahrzehnten unter den Namen IG Remscheid, VfB 06/08 und IGR Remscheid gespielt wurde. Er hat alle Spieler namentlich genannt und berichtete auch, dass die Martins-Brüder später noch für I.S.O. Remscheid in der 2. Bundesliga gespielt haben. Seine Mail schloss er mit den Worten: „Mittlerweile ist eine neue Generation am Ball. Und ich hoffe, dass die Jungs mal wieder den Titel nach Remscheid holen.“

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