Handball

15 Teams machen ihrem Ärger Luft

HGR-Trainer Alexander Zapf bereitet die aktuelle Situation Kopfzerbrechen. Foto:Michael Sieber
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HGR-Trainer Alexander Zapf bereitet die aktuelle Situation Kopfzerbrechen.
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Videokonferenz der Handball-Regionalligisten.

Von Peter Kuhlendahl

Sie sind sauer. Stinksauer. Und sogar richtig wütend. „Es ist unfassbar, wie in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten mit uns umgegangen worden ist“, beschreibt Alexander Zapf, der Trainer des Handball-Regionalligisten HG Remscheid, die Stimmung in den Lagern der insgesamt 15 Viertligisten. Ihr Ärger richtet sich gegen die Funktionäre der Handball-Verbände Mittel- und Niederrhein, unter deren Dächern die Regionalliga untergebracht ist.

In dieser Woche haben sich Vertreter aller Vereine in einer gemeinsamen Videokonferenz ausgetauscht. Initiiert wurde die von Zapf und Bastian Schlierkamp, dem Geschäftsführer der SG Ratingen. Am Ende waren sich alle in einem Punkt einig: Alle wollen spielen, und die Saison soll so beendet werden, dass sie – zumindest was die Aufstiegsfrage betrifft – auch gewertet werden kann. Dafür müsste, gemäß der im Sommer modifizierten Spielordnung, die Hälfte der Partien absolviert werden.

„Das ist der bisher einzige Plan, den es gibt. Nur wird es in unseren Augen immer unsicherer, ob die Hinrunde überhaupt gespielt werden kann. Wir brauchen dringend andere Modelle, damit es eine Perspektive gibt“, sagt Zapf. Über solche Modelle sei mit den anderen Regionalligisten beraten worden.

Zumal allen Beteiligten die Zeit wegläuft. Aktuell ist die Saison bis zum 6. Januar unterbrochen. Das danach, selbst wenn die Hallen für den Amateursport grundsätzlich wieder geöffnet würden, direkt wieder gespielt werden könnte, sei völlig unrealistisch. Wochenlang konnte so gut wie nicht trainiert werden. Und es würde eine geraume Zeit dauern, ehe die Clubs wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen könnten. Auch darüber hätten sich die Vereinsvertreter gerne mit den Funktionären ausgetauscht. Aber aufgrund von Zeitproblemen, habe das nicht geklappt.

Die Regionalligisten wollen nicht aufgeben

Für die Vereine passt dies in das Bild, dass es bisher überhaupt keine Kommunikation mit den Verbänden gegeben habe. Dies sei bei den Drittligisten bekanntlich ganz anders gewesen. Da hatte in dieser Woche noch eine große Konferenz der Clubs mit den Verantwortlichen des Deutschen Handball-Bundes stattgefunden.

Doch die Regionalligisten wollen nicht aufgeben. Im Dezember sollen weitere Videokonferenzen stattfinden. Bastian Schlierkamp wird gemeinsam mit seinen Managerkollegen Markus Achenbach (TSV Bonn rrh.) und Jan Wolf (TV Korschenbroich) nun das weitere Vorgehen in die Hand nehmen.

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