Wer erkennt wen

Er sucht immer neue Herausforderungen

Bei City-Lauf vor rund 20 Jahren: Die Stimmung beim eingekreisten Arnd Bader ist vor dem Start bestens. Archivfoto: Holger Battefeld
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Bei City-Lauf vor rund 20 Jahren: Die Stimmung beim eingekreisten Arnd Bader ist vor dem Start bestens.
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Arnd Bader steht für Bescheidenheit, Fairness und Zurückhaltung.

Von Andreas Dach und Peter Kuhlendahl

Jahrzehntelang war der Remscheider City-Lauf eine der größten Laufveranstaltungen in der Region. Arnd Bader war von Beginn an in seiner Heimatstadt dabei, wenn im Frühsommer die Läuferinnen und Läufer auf die selektive Strecke in der Innenstadt gingen. „Und er war einer der erfolgreichsten. Sechs Mal hat er den Lauf für sich entschieden“, erzählte Peter Brinkmann aus dem Organisatorenteam. Rund 20 Jahre sei das Foto alt, das wir in dieser Woche in unserer Serie „Wer erkennt wen“ veröffentlicht hatten.

Rechts neben Bader war ein weiterer Ausnahmeläufer aus Remscheid zu sehen: Sascha Velten. Und auch der ebenfalls abgebildete Frank Schnabel trug das Trikots des Remscheider SV, welcher die Großveranstaltung viele Jahre ausrichtete, die in ihren Spitzenzeiten rund 2000 Aktive auf die Strecke brachte. Zudem war das Rahmenprogramm vom Feinsten.

„Arnd ist ein feiner Kerl, der immer da ist, wenn man ihn braucht.“

Michael Scholz

Bader zählte in den 90er-Jahren zu den Gründungsmitgliedern des viele Jahre erfolgreichen RSV-Running-Teams. Laufen – das gehört(e) zum Leben des Arnd Bader. Auch wenn man ihn längst nicht alleine darauf reduzieren kann. Mittlerweile hat der Ehemann (Maria) und Vater (Joshua, Noah) längst auch den Triathlon für sich entdeckt und gehört in seiner Altersklasse für das Team Tri-Force Vital und darüber hinaus zu den Besten.

Was bei alledem imponiert: Bader ist trotz seine ungezählten Erfolge immer bodenständig geblieben, ist nie abgehoben. Einer, der das gerne bestätigt, ist Michael Scholz. Er hat den in dieser Woche Gesuchten im Jahr 1991 beim RSV kennengelernt: „Ich war Anfänger, Arnd war Profi.“ Dass Bader trotz der krassen läuferischen Unterschiede „nicht eingebildet und arrogant“ gewesen sei, hat sich nachhaltig bei Scholz eingeprägt. Inzwischen seien die Familien miteinander befreundet: „Arnd ist ein feiner Kerl, der immer da ist, wenn man ihn braucht, und mit anpackt.“

Was für ein Zeitdokument: die Urkunde von 1986.

Als das Foto im RGA erschien, habe Scholz es direkt per WhatsApp an Baders weitergeleitet: „Sie waren zu dem Zeitpunkt in Bayern in Urlaub.“ Worauf Scholz auch hinwies: „Das tolle Foto vom City-Lauf hat Holger Battefeld gemacht. Es ist noch immer unwirklich, dass er nicht mehr lebt. Mit seinen Bildern bleibt Batte aber in Erinnerung.“

Auch Rudolfo Krämer hob den Eingekreisten als „fair, zuvorkommend und zurückhaltend“ heraus. Weiter: „Arnd stellt sich nicht selbst ins Rampenlicht und sucht immer neue Herausforderungen.“ Auch die Serie Swim and Run gehöre zu den Vorlieben des Mannes, den er schon mehrfach bei seinen Läufen in Radevormwald begleitet habe. Beruflich engagiere sich Bader für Demenzkranke. Der Wunsch von Krämer: „Mach weiter so, Arnd!“

Wolfgang Görtz nutzte unsere historische Serie, um aus Österreich zu grüßen: „Wir wandern gerade auf dem Lechweg. Noch zwei Etappen, dann sind wir an der Quelle.“ Zu Bader formulierte er: „Ein großartiger Sportler. Was soll man sonst über ihn schreiben.“

An gemeinsame Auftritte beim Triathlon erinnerte sich Horst Lepperhoff und schickte „als Beweis“ ein Sieger-Diplom mit. Dieses stammt aus dem Jahr 1986, als er gemeinsam mit Arnd Bader, dessen Vater Peter und Kalle Wilcke bei einer Veranstaltung in Düsseldorf für den RSV ein Team bildete. „Damals“, sagte er, „steckte der Triathlon noch in den Kinderschuhen. Toll, wie sich die Sportart entwickelt hat.“ Zu dem Wettbewerb in der Landeshauptstadt hatte er noch eine nette Anekdote parat: „Der Veranstalter war aus Koblenz. Als er hörte, dass ich aus Lüttringhausen kommen. sagte er, da hätte er auch schon drei Jahre gewohnt – im Gefängnis.“

Auf dem Bild sind viele bekannte Läufer zu sehen

Beim Blick auf das Foto in unsere Dienstag-Ausgabe wurde Wolfgang Hainski nicht nur auf Arnd Bader aufmerksam, sondern erinnerte sich auch an sein eigenes Mitwirken bei den City-Läufen: „Vor allem bei brütender Hitze, wenn die Luft zwischen den Häuserfronten förmlich stand, war das immer sehr anspruchsvoll.“ Außer Bader, Velten und Schnabel waren auf dem Bild von damals unter anderem auch Peter Lange, Marc Reichert, Harald Wilms und Thomas Schad zu sehen.

Mitmachen

Haben Sie auch ein historisches Mannschaftsfoto, das mindestens zehn Jahre alt ist und Sportler unseres Verbreitungsgebiets zeigt? Stellen Sie es uns doch zur Verfügung. Per E-Mail an: lokalsport@rga-online.de. Oder Sie senden es per Post: RGA-Sportredaktion, Alleestr. 77-81, 42853 Remscheid.

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