Fußball

Suchanoff und der Kampf gegen die Unbeliebtheit

„Schwabe“ Suchanoff: In Stuttgart-Zuffenhausen verbringt der Dhünner Fußballer zurzeit einen großen Teil seines (beruflichen) Lebens. Foto: MS
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„Schwabe“ Suchanoff: In Stuttgart-Zuffenhausen verbringt der Dhünner Fußballer zurzeit einen großen Teil seines (beruflichen) Lebens.
  • Fabian Herzog
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Trainingsasyl für den Vollblut-Fußballer.

Auf dem Platz gehört er zu den absoluten Vollgastypen. Streng genommen ist Marius Suchanoff sogar der Inbegriff eines solchen. Wenn er für den SSV Dhünn auf dem Platz ist, knallt er sich von der ersten bis zur letzten Minute in jeden Zweikampf und schont sich keine Sekunde. Seit Beginn des Jahres drückt der 30-Jährige aber mehr im Auto aufs Gaspedal als beim Fußball-Bezirksligisten an der Staelsmühle. Denn Suchanoff pendelt aus beruflichen Gründen für drei Monate zwischen Stuttgart-Zuffenhausen und seiner Heimat. Montags macht er sich auf den Weg gen Süden, freitags dann in umgekehrter Richtung. 370 Kilometer hin, 370 Kilometer zurück. „Wir kümmern uns bei Porsche darum, dass verschiedene Sonderfarbtöne produziert und auf die Lackieranlage eingestellt werden“, erzählt der Lackierer und Anwendungstechniker.

Er arbeitet für die Firma TopTech Wirtz. „Wir sind ein Supporter und Zulieferer für verschiedene Lackstraßen in unterschiedlichen Autowerken“, berichtet Suchanoff, der Anfang des Jahres schon bei Tesla in Brandenburg im Einsatz war. Auch Ford in Köln oder VW in Hannover gehören zu den Kunden. Nun also Porsche. „Das ist schon ganz cool, und man kommt ein bisschen rum“, findet der gebürtige Hückeswagener. „Leider ist man dann nicht mehr ganz so viel zu Hause. Und das Thema Fußball ist unter der Woche ein bisschen eingeschränkt.“

Damit Suchanoff aber nicht komplett aufs Training verzichten muss, hat sein Trainer Kristian Fischer ihm eine Mannschaft in Zuffenhausen gesucht, bei der er sich fithalten kann. Fündig wurde er beim TV 89 Zuffenhausen, ebenfalls Bezirksligist. Zweimal pro Woche kann der Defensivmann dort mitmachen. Bei seiner ersten Einheit kam er direkt voll auf seine Kosten. Denn: Ausdauertraining inklusive eines Cooper-Tests. „Da habe ich mich gefragt, wie unbeliebt ich mich direkt machen will“, erzählt das fußballerische „Kampfschwein“, dem konditionell keiner etwas vormacht, lachend.

Der Trainingsgast entschied sich für die moderate Variante und beendete den Test als Dritter. Mehr Gas gibt er da schon im Fitnessstudio. Zweimal pro Woche powert er sich zusammen mit einem Arbeitskollegen an den Geräten aus und zieht die sportliche Aktivität dem Feierabend-Bierchen vor. Am Wochenende sind es dann ja auch wieder die Fußballplätze im Bergischen, wo sich „Sucha“ austoben kann. Und zwischendurch gibt er eben auf der Autobahn Gas.

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