Handball

Zum Start gibt es gleich einen Krimi

Dominic Luciano konnte vom Kreis zwei Treffer für die HGR in Rheinbach erzielen. Foto: Sascha Engst
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Dominic Luciano konnte vom Kreis zwei Treffer für die HGR in Rheinbach erzielen.
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HG Remscheid feiert zum Saisonstart in der Regionalliga einen Sieg in Rheinbach.

Von Peter Kuhlendahl

Gelungene Generalproben sind das eine. Eine ziemlich durchwachsene Premiere ist das andere. Aber unter dem Strich zählt nur das: Die HG Remscheid ist mit einem Erfolg in die neue Regionalligasaison gestartet. Beim TV Rheinbach landete die HGR einen 21:20 (10:13)-Sieg. „Dabei bin ich glatt um ein paar Jahre gealtert. Jede Woche brauche ich das nicht“, betonte Remscheids Trainer Alexander Zapf nach dem Samstagsabendkrimi.

Derweil fasste Linksaußen Achim Jansen die 60 Minuten kurz und knapp zusammen: „Es war eben ein typisches Auftaktspiel.“ Das aber lange Zeit gegen die Remscheider lief. Drei Fehler im Angriff nutzten die Gastgeber zu drei Tempogegenstößen, und es waren noch keine zwei Minuten gespielt, als die Remscheider 0:3 hinten lagen. Wenig später hatten Jansen und Philipp Hinkelmann zumindest für den Ausgleich gesorgt.

HGR wechselt nach 20 Minuten die Torhüter

Doch für Sicherheit sorgte das nicht. Auch weil HGR-Keeper Linus Mathes, der nach 20 Minuten von Tobias Geske abgelöst wurde, gar nicht ins Spiel fand. „Dabei hat Linus in der Vorbereitung wie ein Weltmeister gehalten“, merkte der künftige HGR-Geschäftsführer Tiberius Jeck auf der Tribüne an.

Bis weit in die zweite Hälfte liefen die Remscheider dann einem Rückstand hinterher. 13:17 lautete der Zwischenstand nach 40 Minuten.

Die ersten Punkte mussten ordentlich gefeiert werden.

Nachdem Philipp Hinkelmann und Felix Handschke auf 15:17 verkürzten, trat Achim Jansen, obwohl er bereits zwei Siebenmeter vergeben hatte, wieder an die Linie und verwarf. „Leider habe ich meinen Spielerpass nicht dabei. Der musste sitzen“, stöhnte auch der frühere Bundesliga- und Nationalspieler Maik Handschke, der Vater von Felix, auf der Tribüne laut auf. Im Gegenzug gab es dann einen Siebenmeter für die Gastgeber. Doch da scheiterte Lukas Kazimierski an Geske, der insgesamt drei Siebenmeter meisterte.

Blick auf die andere Seite: wieder ein Siebenmeter für die HGR. Nachdem vor der Pause auch schon Handschke einen vergeben hatte, schnappte sich nun Philipp Hinkelmann den Ball. „Ich habe mich einfach sicher gefühlt“, sagte der Rückraumspieler, der nicht nur seinen ersten Strafwurf verwandelte, sondern in der Schlussphase zwei weitere.

So führten die Remscheider fünf Minuten vor dem Ende mit 20:18, und jeder in der Halle dachte nun, dass der Drops gelutscht sei. Zumal Geske dann auch einen Siebenmeter von Tim Schwolow parierte. Aber die Gäste verloren wieder den Ball, und plötzlich stand es nur noch 19:20. Doch Dominik Hertz (früher Voß) erhöhte auf 21:19.

Die Vorentscheidung? Denkste! Wieder Ballverlust der HGR. Die 138 Heimfans auf der Tribüne standen und witterten die Überraschung. Zwar verzettelten sich die Remscheider anschließend noch einmal in der Offensive. Doch zu mehr als dem 20:21 der Gastgeber 90 Sekunden vor dem Ende reichte es nicht mehr. Auch weil Geske den letzten Wurfversuch der Rheinbacher mit der Schlusssirene abwehrte. „Ich glaube, das war nicht unwichtig“, meinte er mit einem Augenzwinkern und schob hinterher: „Schön war das heute nicht. Aber wir haben gekämpft.“

Dies sah auch Alexander Zapf nicht anders. „Aber in Rheinbach ist es immer sehr unangenehm zu spielen. Unter dem Strich sind wir froh über die Punkte. Wissen aber auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen.“

Statistik

HGR-Tore: Hinkelmann (8/3), Jansen 5/3), Handschke (3), Hertz, Luciano (je 2), Ruskov (1).

Spielfilm: 3:0 (2.), 3:3 (6.), 8:5 (15.), 13:9 (27.), 13:10 (Halbzeit), 14:10 (32.), 17:13 (41.), 17:15 (43.), 18:18 (51.), 18:20 (54.), 19:21 (58.), 20:21 (Endstand).

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