Fußball

Springob muss Traineramt niederlegen

Hasan Sahin und Bülent Atsan (r.) mussten André Springob schweren Herzens verabschieden.
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Hasan Sahin und Bülent Atsan (r.) mussten André Springob schweren Herzens verabschieden.
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In der Fußball-Bezirksliga erreicht Born ein spätes Remis – Rade punktet überraschend, DTV siegt.

Von Peter Brinkmann, Fabian Herzog und Andreas Dach

Marin Postic (r.) und die Borner hielten den SV Solingen auf Distanz. Aber Wald 03 ist nähergekommen.

SSV Bergisch Born – SV Solingen 08/10 1:1 (0:0). Die Borner durften das Remis bejubeln, denn sie erzielten per Strafstoß erst mit dem Schlusspfiff durch Nick Salpetro den Ausgleich (90.+7). Borns Trainer Tim Janowski war auch überrascht, da das Spiel zunächst weiterlief: „Der Linienrichter hat dann einen Ellbogenschlag angezeigt.“ Wegen der Tätlichkeit entschied der Unparteiische daher auf Platzverweis und Elfmeter. Die Eskalation nach dem Ausgleich beschrieb Tim Janowski so: „Es wurde etwas ruppig, und unser Ordnungsdienst hatte alle Hände voll zu tun.“ Nach einiger Zeit hatten sich die Gemüter jedoch wieder beruhigt. Die Klingenstädter waren zuvor beim Tabellenführer nach 87 Minuten in Führung gegangen. Borns Torwart Gian-Luca Musset hatte schon vorher mit einer Glanztat den Rückstand verhindert, da er einen Foulelfmeter abwehrte (35.).

SC Ayyildiz – 1. Spvg. Solingen-Wald 0:3 (0:0). Die Partie stand ganz im Zeichen der Verabschiedung von Ayyildiz-Coach André Springob, der vor wenigen Wochen an einer Gürtelrose erkrankt ist, bis heute damit zu kämpfen hat und von seinen Ärzten den Ratschlag bekam, den Stressfaktor zu reduzieren. „Das kann ich weder im Job noch in meinem privaten Umfeld“, begründet der 33-Jährige, warum er – so schwer es ihm fällt („Das macht mich traurig“) – vorerst fußballerisch kürzertreten muss. Vor dem Trainer-Duell mit seinem Bruder Fabian wurde Springob emotional verabschiedet.

In den folgenden 90 Minuten boten die Remscheider dem Favoriten in Durchgang eins Paroli, leisteten sich aber in Person von Osman Öztürk auch eine Dummheit. Der Offensivmann trat nach und flog vom Platz (33.). „Das ging in Ordnung“, gab Springob zu. Dass Recep Kalkavan in der Halbzeitpause (!) auf dem Weg zur Kabine vom Schiedsrichter verbal mit Gelb-Rot bedacht wurde, erzürnte den Coach aber sehr. „Der Schiri war komplett überfordert.“ Zwar flog kurz nach der Pause auch ein Solinger mit der Ampelkarte vom Platz, im Duell Zehn gegen Neun siegten die Gäste dann aber doch noch klar.

ASV Mettmann – SC 08 Radevormwald 1:1 (1:1). Rades Coach Zdenko Kosanovic zeigte sich nach der starken Leistung in Mettmann durchaus zufrieden: „Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen und einen wichtigen Zusatzpunkt geholt.“ Fabian Kleinjunge hatte per Kopf nach einem Eckball die Führung der Gastgeber (22.) postwendend ausgeglichen (25.). Am Ende lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wobei sich Rade auf seinen guten Keeper Yannik Prahl verlassen konnte. Doriano Fischer hatte sogar den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch freistehend am ASV-Schlussmann (85.).

SV Bayer Wuppertal – Dabringhauser TV 1:3 (0:1). Der DTV schöpfte neues Selbstvertrauen und Hoffnung im Abstiegskampf. „Die Einstellung war voll in Ordnung. Und dies ist das Ergebnis einer guten Trainingswoche“, bilanzierte ein erleichterter Patrick Grün. Der Trainer freute sich zunächst über die Führung durch Justin Lüdtke, der im Nachschuss traf (25.). Patrick Sadowski war zuvor mit seinem Foulelfmeter gescheitert. In der zweiten Hälfte erhöhte Marvin Dattner auf 2:0 (70.), ehe er durch sein Eigentor die Wuppertaler zurück ins Spiel brachte (81.). Cedric Haldenwangs Treffer sorgte für die Erlösung aus DTV-Sicht (86.).

SSV Germania Wuppertal – BV Burscheid 8:0 (4:0). Ganz ohne Hoffnung war der BVB nicht nach Wuppertal gereist. Letztlich lief es aber so wie fast immer in den zurückliegenden Wochen: Man bekam ordentlich die Bude voll. Und das in diesem Fall gegen eine Mannschaft, die sich im bisherigen Saisonverlauf nicht als Tormaschine entpuppt hatte (13 Treffer in neun Partien). Nach zwei, drei vergebenen Möglichkeiten zu Beginn – Trainer Yakup Karakus: „Das war teilweise fahrlässig“ – zeigte die Germania, wie das besser geht. Vor allem der frühere DTV-Torjäger Michael Kluft lief heiß, trug die Hälfte aller Tore zum Wuppertaler Sieg bei. Spätestens nachdem sich Innenverteidiger Sivan Celik auch noch verletzte (32.), weiß man bei den Burscheidern, dass es ohne erhebliche Kaderauffrischung nichts wird mit dem Klassenerhalt. Karakus: „Der Vorstand hat bereits Gespräche aufgenommen.“

Ayyildiz

André Springob, der voll des Lobes über den SC Ayyildiz ist, hatte den Verantwortlichen versprochen, so lange weiterzumachen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Dies sei kurzfristig gelungen, wie der Vorstand bestätigt. Um wen es sich handelt, wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Er soll Oberliga-Erfahrung mitbringen.

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