Fußball

Springob fiebert Rückkehr entgegen

Vorfreude: André Springob und Vorstandsmitglied Ismail Bayram bei der Vertragsunterschrift.
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Vorfreude: André Springob und Vorstandsmitglied Ismail Bayram bei der Vertragsunterschrift.

Der Solinger Fußballtrainer brennt darauf, beim Bezirksligisten SC Ayyildiz Remscheid loszulegen.

Von Moritz Jonas

Auf den Solinger André Springob wartet ab der kommenden Saison eine neue Herausforderung. Seine dritte Station im Männerfußball führt ihn erstmals raus aus der Klingenstadt. Zur kommenden Spielzeit wird er den Bezirksligisten SC Ayyildiz Remscheid übernehmen.

Springobs letztes Traineramt liegt nunmehr über zwei Jahre zurück. Damals coachte er den Landesligisten VfB Solingen. Anfang März 2020 folgte allerdings die einvernehmliche Trennung aufgrund ausbleibender sportlicher Erfolge. Zuvor war der 32-Jährige ausschließlich für seinen Stammverein Solingen-Wald 03 aktiv. Dort war er lange Zeit Jugendtrainer, bevor er die 1. Mannschaft für anderthalb Jahre übernahm und zweimal den Klassenerhalt schaffen konnte.

Der Verein war offen für meine neuen Ideen. Das hat mir sehr imponiert.

André Springob, SCA-Trainer

Nun führt ihn sein Weg also nach Honsberg zu Ayyildiz. Dort wird Springob Erdal Demir beerben, der nach fünf Jahren aus persönlichen Gründen eigentlich erst im Sommer zurücktreten wollte. Mitte Mai zog er aber wegen anhaltend schlechter Ergebnisse und einer sehr schlechten Trainingsbeteiligung die Reißleine und gab sein Amt auf. In einer weitestgehend durchwachsenen Saison konnte Ayyildiz am Ende aber immerhin noch den Klassenverbleib sichern.

André Springobs Zeit beim Landesligisten VfB war geprägt von so manch einem fragenden Blick.

André Springob möchte den Verein nach längerer Trainerpause in neue Sphären führen. Warum es aber so lange bis zu seinem nächsten Engagement an der Seitenlinie gedauert hat, kann der A-Lizenz-Inhaber genau begründen: „Es war einfach nicht das richtige Angebot dabei.“ Zudem sei er ohnehin nicht der Trainer, der mitten in der Saison übernehme. Denn er brauche Zeit, um seine Ideen umsetzen zu können.

Weshalb die Wahl dann am Ende auf den Club aus der Nachbarstadt fiel, liege mitunter auch daran, dass er mit seiner kleinen Familie von Wald kürzlich in die Solinger Innenstadt und damit deutlich näher an seine künftige sportliche Heimat gezogen sei. Allen voran hätten ihn aber das stimmige Konzept und die Kontinuität, mit der bei Ayyildiz gearbeitet würde, überzeugt, erklärt der hauptberufliche Lehrer. „Der Verein war offen für meine neuen Ideen. Das hat mir sehr imponiert“, sagt Springob.

Einer dieser frischen Ansätze ist die Art und Weise, wie der neue Trainer Fußball spielen lassen möchte: „Ich will immer selbst den Ball haben. Sonst könnte ich auch Leichtathleten trainieren“, gibt der neue Coach zu verstehen. Dabei setze er vor allem darauf, dass die Bälle schnell und vertikal gespielt würden. Auch wenn er wisse, dass dies mit einem gewissen Risiko behaftet sei. „Ich bin mir aber sicher, mit der richtigen Trainingsbeteiligung kann ich die Spieler schnell nach vorne bringen“, zeigt sich der Solinger optimistisch.

Seit sein Wechsel zum SCA Anfang April bekannt wurde, hatte Springob schon das ein oder andere Mal die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von seinen zukünftigen Schützlingen zu machen. Dabei durfte er feststellen, dass ein enormes Potenzial im Abstiegskandidaten der vergangenen Saison schlummert: „Meiner Meinung nach ist die Mannschaft zu gut, um nur um den Klassenerhalt zu spielen.“ Wenn alles optimal laufe, traue er der Mannschaft auch auf Anhieb zu, das erste Tabellendrittel anzuvisieren.

Gerade dann, wenn der Kader in der Breite noch verstärkt würde, ist Springob überzeugt. Die Verantwortlichen bei Ayyildiz sind aktuell auch sehr bemüht, ihrem neuen Trainer diesen Wunsch zu erfüllen. Ganze acht Neuverpflichtungen konnte der SCA bereits für die neue Saison unter Dach und Fach bringen. Einer, der den umgekehrten Weg geht, ist Hakan Türkmen. Für ihn geht es von Ayyildiz zum Landesliga-Aufsteiger DV Solingen.

Am kommenden Montag bittet André Springob zum Start der Vorbereitung mit dem SC Ayyildiz. Die Vorfreude darauf ist ihm anzumerken, was auch daran liegt, dass mit Ausnahme von Hakan Türkmen die „wichtigsten Spieler“ gehalten werden konnten. Springob: „Jetzt hoffe ich nur noch, dass wir in eine Bezirksligagruppe mit den Solinger und Wuppertaler Mannschaften kommen.“

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