Die Woche im Sport von Peter Kuhlendahl

Sport sollte nun einen ganz dicken Stein im Brett haben

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Ein glückliches Händchen haben die Verantwortlichen bei der Suche nach einem Standort für das Impfzentrum nicht bewiesen. Und auch nicht mit Fachwissen

Von Peter Kuhlendahl

Schlaflose Nächte liegen hinter den Verantwortlichen des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid. Die wähnten sich plötzlich in einem Albtraum, als von der Stadt Remscheid das Sportzentrum Hackenberg als Impfzentrum gegen das Coronavirus präsentiert wurde. Dies hätte den Traditionsverein nicht nur an den Rande des Abgrunds gebracht, sondern das Aus bedeuten können. Auf unabsehbare Zeit ohne eine Trainings- und Wettkampfstätte dazustehen, wäre schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen. Anders als andere Hallensportler – wobei sich in diesem Zusammenhang auch die Frage nach Kapazitäten bei anderen betroffenen Vereinen stellt – gab es nicht die Chance auf einen Umzug.

Es waren Tage der Ungewissheit. Zunächst wurde der Standort Hackenberg von der Stadt final verkündet, dann erfolgte der Rückzug von der Entscheidung und eine neue Findungsrunde, die sich dann für die Halle West aussprach. Ein glückliches Händchen hatten die Verantwortlichen dabei mit Sicherheit nicht bewiesen. Und auch nicht mit Fachwissen bezüglich der fehlenden Alternative für die IGR geglänzt. Mit dem Argument, dass ein Ausweichen in eine andere Halle für die betroffenen Vereine möglich sei, ist die Wahl auf die Halle West gefallen. Dies kann die betroffenen Clubs, wie den Reinshagener TB, kaum trösten.

Wie wichtig der Betrieb des Impfzentrums für uns alle ist, bleibt unwidersprochen. Es wird Leben retten und uns allen eine Rückkehr in den normalen Alltag bringen. Und auch den Sport wieder zum Leben erwecken.

Wenn das der Fall ist, werden sich hoffentlich die Entscheidungsträger daran erinnern, welche Last zahlreichen Vereine aufgebürdet wurde. Nicht nur die Clubs, die nun die Halle West nicht mehr nutzen können. Auch die Halle Neuenkamp (Notfallkrankenhaus) steht nicht zur Verfügung. Der Sport sollte bei den Verantwortlichen nun einen ganz dicken Stein im Brett haben. Und keiner sollte bitte mit Sonntagsreden kommen.

TOP Der SV 09/35 Wermelskirchen hat in dieser Woche zwei Flutlichtläufe im Dönges-Eifgen-Stadion angeboten.

FLOP Auch wenn es nicht anders zu erwarten war. Die ersten Verlängerungen der Saisonunterbrechungen sind leider bereits da: Rollhockey und Handball (3. Liga).

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