Matinée

Der Sport ist in Remscheid ein großer Schatz

Die Sportlerehrung im Teo Otto Theater war liebevoll organisiert und hätte noch mehr Besucher verdient gehabt.
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Die Sportlerehrung im Teo Otto Theater war liebevoll organisiert und hätte noch mehr Besucher verdient gehabt.
  • Andreas Dach
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Amelie Klug, Ulrike Kirchhoff, Volker Schatz und die Judoka des RTV werden geehrt.

Von Andreas Dach 

Das Geheimnis ist gelüftet, die Katze ist aus dem Sack. In gewohnt angenehmer Atmosphäre vor allerdings diesmal nicht komplett besetzten Rängen wurden am späten Sonntagvormittag Remscheids Sportler, Sportlerin und Mannschaft des Jahres 2019 geehrt. In der guten Stube der Stadt, dem Teo Otto Theater, gingen die begehrten Auszeichnungen an Hockeyspielerin Ulrike Kirchhoff vom Reinshagener TB, den Behindertensportler und Paratriathleten Volker Schatz sowie an die Judoka des Remscheider TV.

Momente, welche Emotionen freisetzten. Bei den Geehrten, aber auch bei ihren Familien, Freunden und Anhängern. Das Mitfiebern hatte sich gelohnt. Erst recht das Ausfüllen des Stimmzettels. „Der Sport verbindet“, stellte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz heraus. „Lasst uns das vorbildliche Miteinander bewahren.“ Er führte mit dem Solinger Journalisten Guido Radtke durch das bunte Programm.

Amelie Klug bewahrt sich ihre Bescheidenheit

Als Jugendsportler des Jahres wurde Leichtathletin Amelie Klug gekürt. Sie hat gerade erfolgreich den Wechsel von Schalke 04 zu Bayer Leverkusen vollzogen. Dabei hat sich die EMA-Gymnasiastin ihre Bescheidenheit bewahrt: „Ich bin sehr stolz auf mein DM-Silber.“ Sie war gefragt worden, ob sie es nicht sehr bedauert habe, Gold verpasst zu haben.

Das RTV-Judoteam – der Zweit-Bundesligist präsentierte sich bei der Ehrung durch OB Burkhard Mast-Weisz sehr sympathisch. Fotos: Michael Sieber

Ans Herz ging die Sonderehrungen für Petra Altena, Rainer Sondern und Günter Schürmann, welche Ehrenplaketten der Stadt Remscheid erhielten. Für die Laudatio war Sportbund-Chef Reinhard Ulbrich zuständig. Das Trio hat es mehr als verdient, für besondere ehrenamtliche Leistungen gewürdigt zu werden. Wer sich regelmäßig Spiele der HG Remscheid anschaut, kennt Petra Altena. Sie verkauft die Tickets am Eingang. Stets in Verbindung mit einem sympathischen Lächeln. Dazu kommt ihre aufopferungsvolle Arbeit beim Hastener TV. Rainer Sondern gilt als „Mister Betriebssport“. Nichts geht in unserer Region ohne den Fußballexperten, der im BKV unter anderem das Walking Football hoffähig gemacht hat. Und dann war da noch Günter Schürmann. Der BV 10 Remscheid – das ist sein Verein. Seit gefühlten Ewigkeiten. In guten und in schlechten Zeiten hat er als Funktionär Verantwortung übernommen.

Inklusions-Tanzen – auch das war ein Höhepunkt der Matinée.

Zurück zu den Sportlern des Jahres. Volker Schatz ist ein Kämpfer. Ein Mann, der niemals aufgibt. Er ist 2019 in Hamburg Deutscher Meister im Paratriathlon geworden, sitzt im Rollstuhl. Er sagte: „Das war für mich wie ein Wunder und ein Wahnsinnsgefühl.“ Als Hockeyspielerin hat Ulrike Kirchhoff (RTB) die Welt kennengelernt. Höhepunkt: der Gewinn der Ü45-WM in Hongkong. Auch sie zeigte sich überglücklich über die Ehrung: „In Solingen hat es vergangene Woche nicht geklappt. Umso mehr freue ich mich jetzt.“ Zur Erklärung: Sie wohnt in Solingen, spielt für den RTB.

Ehrenamtler, denen Ehre gebührte: Rainer Sonderns, Petra Altenas und Günter Schürmanns (v. l.) Leistungen wurden gewürdigt.

Bei den Mannschaften fiel die Wahl auf die Judoka des Remscheider TV, die innerhalb von sieben Jahren sechsmal aufgestiegen sind und künftig in der 2. Bundesliga kämpfen. Hinter dieser märchenhaft anmutenden Entwicklung steckt knallharte Arbeit. Als wichtigster Antreiber gilt ein Remscheider. Manager Cedric Pick wird nicht müde, das Team zu pushen. Er war beruflich verhindert. Was stellvertretend Geschäftsführer René Endres sagte, hätte auch aus seinem Munde gekommen sein können: „Wir wollen hoch in die Bundesliga.“ Zum Heimkampftag am 13. Juni in der Halle Neuenkamp erwartet er „700 bis 800 Zuschauer“.

Das Unterhaltungsprogramm sorgt für Szenenapplaus

Als die Veranstaltung gegen 14 Uhr endete, lagen höchst kurzweilige Momente hinter den Sportlern und den Gästen. Was auch mit einem ausgewogenen Unterhaltungsprogramm zu tun hatte, das teilweise zu Szenenapplaus führte. Dazu trugen folgende Künstler und Gruppen bei: LTG-Hip-Hop/Monique Rosa, Studio B – Schule für Tanz, Udo Dumbeck (Tanzen Inklusive), Back to Extraordinary/Laura Timm und Kai Balke/Jennifer Conradi.

EHRUNGEN

SPORTLER DES JAHRES Volker Schatz. Auf den weiteren Plätzen (alphabetisch): Tobias Geske (Beachhandball), Mathias Huning (Tennis), Robin Januszek (Sportschießen), Andreas Zimmermann (Badminton).

SPORTLERIN DES JAHRES Ulrike Kirchhoff (Hockey). Auf den weiteren Plätzen (alphabetisch): Iris Jantzen (Bogenschießen), Maike Killadt (Sportkegeln), Caro Reinert (Rollhockey).

MANNSCHAFT DES JAHRES RTV (Judoteam). Auf den weiteren Plätzen (alphabetisch): HG Remscheid (Handball), IGR Remscheid (Rollhockey), Reinshagener TB (Hockey), WK-II-Mädchen (Tischtennis/EMA).

JUGENDSPORTLER DES JAHRES Amelie Klug (Leichtathletik). Auf den weiteren Plätzen (alphabetisch): Alessandro Gambuzza (Roller Skating), Anna Krzyzaniak (Schwimmen), Larus Thiel (Schwimmen), Lennard Wagemann (Fußball).

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