Fußball-Bezirksliga

Spitzenreiter Born bleibt am Drücker

Der Blick geht nach oben: Torschütze Nico Postic und die Borner schlugen auch Mettmann.
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Der Blick geht nach oben: Torschütze Nico Postic und die Borner schlugen auch Mettmann.
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Derby in Honsberg endet mit Remis – Burscheider kommen böse unter die Räder.

Von Fabian Herzog, Andreas Dach und Peter Brinkmann

SSV Bergisch Born – ASV Mettmann 3:1 (0:0). Als 30 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit wegen der seitens der Stadt koordinierten Zeitschaltuhr ein Teil des Flutlichts beim Stand von 2:1 für die Borner ausging, drohte eine Neuansetzung. Doch dann trat die Matchwinnerin des Abends auf den Plan: Ricarda Musset, Mutter von Torhüter Gian-Luca, ging auf Anweisung von Vereinswirt Martino Di Donato an den Stromkasten und hielt für die restliche Spielzeit den Finger auf dem Schalter. „Da wurde mir der Arm ganz schön lang“, sagte sie lächelnd.

 Am Drücker war in der Nachspielzeit auch der SSV, der durch Jannik Hoffmeister den Sack zu machte und vor 250 Zuschauern am Freitagabend das Spitzenspiel endgültig für sich entschied. „Das ist einfach der Wahnsinn“, schwärmte Borns Trainer Tim Janowski, der zunächst eine ausgeglichene erste Hälfte gesehen hatte.

Nach der Pause waren die spielstarken Gäste, bei denen Torjäger Carlos Penan verletzt fehlte, sogar besser. Doch dann brach der eingewechselte Nick Salpetro den Bann und erzielte das 1:0 (68.). Umgehend schlug der ASV zwar zurück (72.) und nutzte einen Fehler von Gian-Luca Musset, der sich beim Rauslaufen verschätzt hatte. „Ich weiß aber ja, dass ich mich dann auf meine Vorderleute erlassen kann“, atmete der ansonsten wenig geforderte Schlussmann tief durch.

Gemeint war unter anderem Kapitän Nico Postic, der mit einer sehenswerten Volleyabnahme nach einer Ecke von Dustin Köhler zum 2:1 traf (80.) und sein Team endgültig auf die Siegerstraße brachte. „Diese Mannschaft ist überragend“ sagte Salpetro, der mit seinen Teamkollegen am Samstag einen feucht-fröhlichen Mannschaftsabend verlebte und die ausgebaute Tabellenführung feiern konnte.

SC Ayyildiz – Dabringhauser TV 2:2 (2:1). Fatih Kurt hätte zum Helden werden können. Nachdem die Sturmspitze des SCA schon zweimal getroffen hatte (26./34.), traf er wenig später die Unterkante der Latte. Das wäre nicht nur ein Hattrick, sondern wahrscheinlich auch die Vorentscheidung zugunsten des Gastgebers gewesen. „Zudem hat Hannes Barth im DTV-Tor einen Sahnetag gehabt“, nannte Ayyildiz-Coach André Springob einen weiteren Grund, weshalb für sein Team am Ende nur ein Punkt blieb. In der ersten Hälfte war der SCA extrem dominant gewesen und hatte auf den frühen Rückstand (Justin Lüdtke, 17.) stark reagiert. In der Folge setzte man dann überwiegend auf Konter, belohnte sich aber nicht. So kamen die Gäste durch Marvin Dattner (70.) zum Ausgleich und hielten das Remis trotz der roten Karte für Nasim Hashemi (76.). Der Einwechselspieler hatte nachgetreten. DTV-Trainer Patrick Grün sagte: „Wir können uns glücklich schätzen. Das war unser schlechtestes Spiel, seitdem ich in Dabringhausen bin.“

TSV Solingen – BV Burscheid 9:1 (4:0). Diese erneute Packung tut weh. Mehr als der BVB-Ehrentreffer durch Enes Yagiz (75.) sprang nicht heraus. Coach Yakup Karakus bedauerte, dass Dogukan Ulgur nach wenigen Minuten die große Chance zur Gäste-Führung ausgelassen hatte. „Danach haben wir dem TSV die ersten beiden Treffer geschenkt. Und als wir auf den Anschlusstreffer drängten, wurden wir eiskalt ausgekontert.“ Mit vier A-Jugendlichen im Kader wurden die Burscheider von den Klingenstädtern danach förmlich überrannt. Dennoch richtete Karakus ein großes Extra-Lob an Blerim Kastrati, mit 43 Jahren Burscheids ältesten Akteur.

HSV Langenfeld – SC 08 Rade 2:1 (1:1). Der Rader Ausgleichstreffer durch Yannik Korselt (42.) hätte den Gästen beinahe einen Punktgewinn beschert. „Man muss hier nicht verlieren. Aber wir haben zu viele Fehler im Aufbauspiel gemacht und den letzten Pass zu unsauber gespielt“, bilanzierte Trainer Zdenko Kosanovic, der mit nur 13 einsatzfähigen Akteuren nach Langenfeld reiste. Auch Kapitän Joel Schneider musste verletzungsbedingt absagen. Der Langenfelder Siegtreffer fiel nach rund einer Stunde.

Statistik

Herausragend bei Spitzenreiter SSV Bergisch Born ist in den ersten acht Partien die Defensive gewesen. Erst sechs Gegentreffer stehen zu Buche. Alle anderen Teams der Liga haben schon zweistellig kassiert.

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