Fußball

Spieler und Sportliche Leitung müssen gehen

In der Fußball-Bezirksliga rumort es.

Von Günter Hiege

Diese Nachricht dürfte auch „unsere“ Clubs der Fußball-Bezirksliga brennend interessieren. Beim Ligarivalen SV Bayer Wuppertal hat es vor dem spielfreien Wochenende einen Paukenschlag gegeben. Nachdem die Mannschaft am Sonntag zuvor im Derby gegen Ronsdorf aus Protest gegen die Vereinspolitik das Bayer-Logo auf ihren Trikots abgeklebt hatte, haben alle Beteiligten Ende der Woche vom Vorstand die fristlose Kündigung erhalten. Das bestätigte der bisherige Sportliche Leiter Michele Velardi, wollte mehr dazu aber mit Rücksicht auf den Verein nicht sagen.

Er und sein Bruder Luciano, der seit drei Jahren Trainer beim SV Bayer ist, hatten ihre Tätigkeit zum Jahresende zur Verfügung gestellt – wegen unterschiedlicher Auffassungen zur sportlichen Ausrichtung der Fußballabteilung mit dem Hauptverein, wie es hieß. Auch der gesamte Fußball-Vorstand ist zurückgetreten. Intern ist zu hören, dass sich die Mannschaft danach vom Verein im Stich gelassen gefühlt habe, weil man nicht mit ihr gesprochen habe, wie es weitergehen solle. Dabei sollen Spieler als „Legionäre“ bezeichnet worden sein.

So lässt sich die Protestaktion erklären. Dass sie Konsequenzen haben würde, damit mussten die Beteiligten rechnen. A-Jugend-Spieler, die in den Partien zuvor reichlich eingesetzt wurden, waren gegen Ronsdorf nicht in den Kader genommen worden. Sie könnten nun das Rückgrat für die restliche Saison bilden. Ulrich Morsbach, bei der Auslosung der Fußballstadtmeisterschaften als Vertreter des SV Bayer, der am 18. Dezember das Kreisliga-Qualifikationsturnier ausrichten soll, anwesend, konnte und wollte dazu noch nichts sagen. Er meinte nur in Bezug auf das abgeklebte Bayer-Logo: „Diese Aktion der Mannschaft ging natürlich nicht.“

Rein sportlich war die Hinrunde sehr überzeugend

In jedem Fall könnte es nun eng für den SV Bayer in der Bezirksliga werden, wo er sich bisher als Tabellenvierter mit 20 Punkten aus zwölf Spielen hervorragend geschlagen hat. Beleg der bisher erfolgreichen sportlichen Arbeit ist auch, dass die 2. Mannschaft die Gruppe 2 der Kreisliga B anführt. Die Spieler der Ersten hatten sich in Erwartung der Konsequenzen bereits zur Frist 15. November abgemeldet und könnten damit wohl nach der Winterpause für andere Vereine auflaufen. Wie durchsickerte, haben einige Clubs bereits ihre Fühler ausgestreckt.

Am Freitagabend bei der Auslosung der Fußball-Stadtmeisterschaft wurde darüber jedenfalls schon getuschelt. Spannend dürfte nicht nur werden, ob die Stadtmeisterschaft angesichts der sich verschärfenden Pandemielage stattfinden können, sondern auch, welches Orgateam der SV Bayer für diesen Fall beim Qualifikationsturnier auf die Beine stellt und mit welchem Fußballteam er bei der Endrunde antritt. War es häufig der WSV gewesen, der dort eine verstärkte A-Jugend auflaufen ließ, könnte das diesmal auf Bayer zutreffen.

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