Handball

Soldaten verlieren das Spitzenspiel

Lange waren auch Anspiele auf Soldaten-Kreisläufer Max Paulsen ein gutes Mittel im Angriff. Dann ging fast nichts mehr.
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Lange waren auch Anspiele auf Soldaten-Kreisläufer Max Paulsen ein gutes Mittel im Angriff. Dann ging fast nichts mehr.
  • Fabian Herzog
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  • Andreas Dach
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In der Landesliga holen „unsere“ Teams wichtige Punkte. BSdL und ATV scheren aus.

Von Fabian Herzog und Andreas Dach

HC BSdL – Ohligser TV 27:30 (14:14). Wer es versäumt, den Sack zuzumachen, darf sich über eine Niederlage im Spitzenspiel nicht wundern. In der ersten Hälfte führten die Soldaten mit 8:5 und mussten froh sein, mit einem Remis in die Pause zu gehen. Nach dem Seitenwechsel setzten sie sich auf 18:15 (35.) und 21:18 (40.) ab. „Bis dahin“, sollte Trainer Björn Sichelschmidt später sagen, „war es einer Topbegegnung würdig gewesen. Danach haben wir im Angriff viele falsche Entscheidungen getroffen.“ Zu viele.

Hatte anfangs Alexander Zapf den Tore-Alleinunterhalter gespielt und getroffen, wurde später die Variante mit dem siebten Feldspieler zum geeigneten Mittel der Wahl. Als beides nicht mehr griff, nutzte Ohligs die Gunst der Stunde, wirkte frischer, leichter auf den Beinen und schien mehr an sich zu glauben. Der Sieg ging in Ordnung. Sicher nachteilig für die Soldaten: Mit Marc Michel und Nils Unger verletzten sich zwei Spieler nach dem Seitenwechsel. Viele Wechselmöglichkeiten blieben den Soldaten nicht. Tore: Zapf (8/3), Paulsen (5/1), Schnellhardt, Bersau (je 3), Hackländer, Söhnchen, Michel (je 2), August, Hopp (je 1).

Bergischer HC III – HSG Rade/Herbeck 22:22 (11:11). Weil die Anwurfzeit kurzfristig vom frühen auf den späten Nachmittag verlegt wurde, fehlten der HSG mit Pascal Jäschke, Ruben Molz, Marius Franken und Frederic Seifert. Während der Partie fiel dann auch noch Patrick Schmidt verletzt aus. „Dafür haben wir uns gut verkauft“, bilanzierte Trainer Björn „Jala“ Frank. „Jeder hat für jeden gekämpft.“ Dass das nicht reichte, um beim Nachbarn im Tabellenkeller zu gewinnen, lag unter anderem an einer doppelten Überzahl kurz vor Schluss, die 1:1 endete. Das ärgerte den Coach: „So war es schon ein Punktverlust.“ Tore: Droste (11), Hoffmann (4), Schoermann (3/1), Schmidt, vom Werth, Krause, Böhmer (je 1).

SSG Wuppertal – HG Remscheid II 29:33 (18:14). 30 Minuten lang steuerten die Remscheider beim abgeschlagenen Schlusslicht (2:26-Punkte) einer Blamage entgegen. Mit Beginn des zweiten Durchgangs drehten die Gäste aber plötzlich auf und schossen durch einen 12:3-Lauf innerhalb von 19 Minuten an den Wuppertalern vorbei. „Die zweite Halbzeit war die richtige Antwort“, fand Co-Trainer Arne Schmidt. Chris Pfeiffer sah fünf Minuten vor dem Ende die blaue Karte. Tore: Franz (7), Müller (6/3), Reisdorf (5), A. Jungjohann (4), Stausberg, Pfeiffer, B. Wittmaack (je 3), Brefka, Kinder (je 1).

Wermelskirchener TV – Niederbergischer HC 36:19 (15:11). Die Verunsicherung nach zuvor vier Niederlagen in Serie war den Gastgebern gegen den Vorletzten in der Anfangsphase anzumerken. So lag man sogar 8:9 zurück (21.). Aber dann strampelten sich die Wermelskirchener frei. „Wichtig war, noch vor der Pause auf vier Tore wegzuziehen“, befand Teamsprecher Lukas Hedderich. Dank einiger Ballgewinne in der Abwehr kamen er und seine Teamkollegen zu vielen einfachen Toren und konnten sich so Stück für Stück absetzen. Schöne Randnotiz: Phil Strombach feierte in der Schlussphase zwischen den Pfosten des WTV sein Debüt in der 1. Mannschaft. Tore: Loureiro Marques (9/2), Krutzki (7/3), Siebert, Benscheidt, Zimmer (je 4), Wirths (3), Schmitz (2), Kowalke, Knürenhaus, Hedderich (je 1).

Wald-Merscheider TV – Bergische Panther III 31:29 (20:18). Ohne Torhüter-Rückhalt Fabian Schneider legten die Gäste eine schwache erste Hälfte hin, kassierten viel zu viele Tore. Das änderte sich nach der Pause. Der überragende, weil fehlerfreie Jan Scheel glich zum 23:23 (45.) erstmals wieder aus und brachte sein Team mit 24:23 in Führung. Doch es sollte nicht zum Erfolgserlebnis reichen, was Teamsprecher Angelos Romas arg frustrierte: „Eine bittere Niederlage für uns, da wir uns nach dem letzten Spiel sehr gesteigert haben.“ Tore: Scheel (14), Bick (4), Hain, Blum (je 3), Kleinert (2), Remmel, Gehrt, Heider (je 1).

ATV Hückeswagen – DJK Unitas Haan II 26:28 (11:17). Positiv: Der ATV gab sich gegen den Tabellenzweiten trotz eines deutlichen Halbzeitrückstands nie auf und kam Mitte der zweiten Halbzeit noch mehrmals in Schlagdistanz (23:25/24:26/26:28). Letztlich war der Ballast, dauerhaft hinterhergelaufen zu sein, aber zu kräftezehrend. Die taumelnden Gäste retteten sich, auch dank passend gewählter Auszeiten, über die Runden. Trainer Jens Greffin lobte sein Team: „Das war eine gute kämpferische Einstellung. Wir müssen uns mit der Leistung schmücken, leider nicht mit dem Ergebnis.“ Tore: Bangert (9/6), Frischmuth, L. Schotters (je 4), Göhlich (3), Krempel, Mettler, Borisch (je 2).

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