Rollhockey

Skepsis erweist sich als unbegründet

Mit der Schlusssirene zur Halbzeitpause erspähte der Remscheider Eric Krämer die Lücke und traf zum 6:1. Foto: Michael Sieber
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Mit der Schlusssirene zur Halbzeitpause erspähte der Remscheider Eric Krämer die Lücke und traf zum 6:1.
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Rollhockey: Bundesligist IGR Remscheid hat beim 11:3-Erfolg gegen den RSC Darmstadt wenig Mühe

Am Donnerstag vergangener Woche stand die Bundesligapartie der IGR Remscheid gegen den RSC Darmstadt vor der Absage. Der Grund: „Ich hatte beim Training nur fünf Spieler zur Verfügung“, erklärte IGR-Coach Timo Meier. Eine Erkältungs- und Grippewelle hatte auch die Remscheider getroffen. Dazu kamen noch verletzungs- und berufsbedingte Ausfälle.

Am Samstag fand sich dann ein Kader zusammen, der so noch nie ein Bundesligaspiel bestritten hat und es in Zukunft auch kaum mehr machen wird. Vorab: Die Jungs ließen gegen die Hessen in der Sporthalle Hackenberg zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen und siegten überdeutlich mit 11:3 (6:1). „Der Auftritt war ganz ordentlich“, lobte Meier. Allerdings erkannte auch er, dass die Gäste in ihren sportlichen Mitteln doch sehr eingeschränkt waren.

„Ich bin bis auf die eine oder andere Situation sehr zufrieden.“

Ben Kessens, IGR-Torhüter

Dennoch war auch IGR-Torwarttrainer Marcell Wienberg vor dem Anpfiff ein wenig skeptisch: „Hauptsache wir gewinnen. Egal wie.“ Und seine Skepsis kam nicht von ungefähr. Mit Daniel Strieder, Yannik Lukassen, Fabian Selbach und Eric Krämer stand nur ein Quartett aus dem eigentlichen Bundesligakader zur Verfügung. Kapitän Yannick Peinke hatte sich zwar warmgemacht, saß aber wegen einer dicken Erkältung 50 Minuten nur auf der Bank. Ansonsten waren „Oldie“ Julian Peinke und die Youngster Ben und Tom Kessens sowie Ole und Lasse Kaldasch gegen Darmstadt mit an Bord.

Seine Sache sehr gut machte beispielsweise Keeper Kessens, der die komplette Spielzeit das Tor hütete. „Ich bin bis auf die eine oder andere Situation sehr zufrieden“, meinte er nach seinem Bundesligadebüt. Der Torhüter zeigte sich aber auch selbstkritisch und ärgerte sich über die drei Gegentore. „Ben hat seine Sache sehr gut gemacht“, fand Trainer Meier. Besonders in den Eins-gegen-Eins-Situationen stand Kessens zwischen den Pfosten immer wieder reaktionsschnell seinen Mann.

Dass die Darmstädter immer mal wieder durch Konter für Gefahr sorgten, passte dem IGR-Coach gar nicht in den Kram. Und als die Gäste nach 14 Minuten die Kugel zum 1:3 im IGR-Tor versenkten, trat Meier mit voller Wucht gegen die Bande. Da Strieder (3.), Selbach (15.), Lukassen (10./24.) und Krämer (12./25.) ihre Chancen vor der Pause aber nutzten, war die Partie im Grunde nach 25 Minuten entschieden.

Genau das war der Grund, warum die Gastgeber nach dem Seitenwechsel die Zügel ein wenig schleifen ließen. „Das war ja auch eigentlich die grundsätzliche Gefahr vor dem Spiel“, meinte Meier. So war die Partie im zweiten Abschnitt zunächst lange ausgeglichen. Die Gäste erzielten nach 28 Minuten ihren zweiten Treffer. Zwar antwortete Lukassen postwendend mit dem 7:2 (29.), doch nach einem weiteren Tor der Hessen (35.) plätscherte die Partie bis fünf Minuten vor dem Ende dahin. Dann zeigten die gestandenen Bundesligaspieler Selbach (44./47.) und Strieder (45./49.) noch mal ihr Können und schraubten jeweils mit einem Doppelpack das Ergebnis in die Höhe.

IGR-Frauen unterliegen knapp in Wuppertal

Derweil mussten sich die Bundesliga-Frauen der IGR Remscheid nach ihrer langen pandemiebedingten Pause zum Auftakt der Bundesligasaison geschlagen geben. In einer spannenden Begegnung unterlagen sie am Samstagnachmittag bei den Moskitos aus Wuppertal mit 3:4 (0:1). Anna Behrendt, die sämtliche Treffer für die Remscheiderinnen erzielte, brachte die Gäste zwar immer wieder heran. Es reichte unter dem Strich dann allerdings nicht, um die Niederlage zum Auftakt zu verhindern.

Die drei Treffer von Anna Behrendt reichten nicht zu einem Sieg in Wuppertal.

So geht es weiter

Für die IGR-Männer beginnt am nächsten Wochenende schon die Rückrunde in der Bundesliga. Am Samstagnachmittag sind sie um 16 Uhr in der Landeshauptstadt beim TuS Düsseldorf-Nord zu Gast. Die IGR-Frauen haben am 6. November ihren nächsten Auftritt. In der Sporthalle Hackenberg empfangen sie dann um 14 Uhr den RSC Cronenberg zum bergischen Derby.

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