Rollhockey

Selbach schießt die IGR ins Endspiel

Hier scheitert Daniel Strieder zwar am RSC-Keeper. Aber vor der Pause traf der Remscheider im Doppelpack.
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Hier scheitert Daniel Strieder zwar am RSC-Keeper. Aber vor der Pause traf der Remscheider im Doppelpack.
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Rollhockey: Remscheider bezwingen Cronenberg im Halbfinale des DRIV-Pokals mit 4:3.

Von Peter Kuhlendahl

Als die letzten Sekunden der Hallenuhr endlich runtergelaufen waren, gab es kein Halten mehr. IGR-Coach Timo Meier stürmte aufs Feld und tanzte vor Freude. Hinter der Bande lagen sich Co-Trainer und Betreuer in den Armen. Die Spieler führten vor den stimmgewaltigen Fans einen Siegestanz auf und bedankten sich so für die tolle Unterstützung während der 50-minütigen Spielzeit von den voll besetzten Rängen.

Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid hatte allen Grund, ausgelassen zu feiern. Nach dem zwar knappen, aber hochverdienten 4:3 (2:1)-Erfolg gegen den bergischen Rivalen RSC Cronenberg steht das Team im Finale des DRIV-Pokals. „Es war während der ganzen Spielzeit ein Akt des Willens. Und ich habe im Verlauf des gesamten Spiels nie daran gezweifelt, dass wir das schaffen“, fand Meier am späten Samstagnachmittag in der Halle Hackenberg nur lobende Worte für seine Schützlinge.

„Es war während der ganzen Spielzeit ein Akt des Willens.“

Timo Meier, IGR-Trainer

Derweil zeigte sich Fabian Selbach, der mit seinem Treffer 90 Sekunden vor der Schlusssirene dafür gesorgt hatte, dass den Gastgebern die Verlängerung erspart geblieben war, bescheiden. „Am Ende reicht eben ein Tor Vorsprung, um zu gewinnen.“ Aber dafür brauchte es eben den von Meier angesprochenen Willen. Das Tor fiel nach einem Konter der Remscheider, und Selbach war von den Cronenbergern einfach nicht zu stoppen.

Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich die Gastgeber das dramatische Ende hätten ersparen können. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verpassten sie eine gute Möglichkeit nach der anderen. „Das ist und bleibt eben unsere Schwäche“, kommentierte Meier die von Alexander Ober (28.) und Daniel Strieder (33.) vergebenen Direkten. Diesem vorangegangen war übrigens die einzige blaue Karte der Partie, die Cronenbergs Spielertrainer Jordi Molet wegen einer Unsportlichkeit gesehen hatte. Die souverän die Partie leitenden Unparteiischen Carsten Niestroy und Michael Brosien hatten ein Auge auf den Spanier, der sich ansonsten zurückhielt.

Der Mann der ersten Halbzeit war indes Strieder. Der Nationalspieler sorgte im Nachschuss eines zuvor vergebenen Penaltys in der 13. Minute für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. In einer hektischen Anfangsphase hatte es zunächst auf beiden Seiten keine Chancen gegeben. Um so überraschender waren die Gäste nach zehn Minuten durch Sebastian Rath mit 1:0 in Führung gegangen. Kurz vor der Halbzeit erzielte Strieder dann bei einem Konter mit einem Schuss aus der Drehung das 2:1. „Weltklasse!“, lautete der knappe Kommentar von Timo Meier.

Als die Remscheider nach der Pause ihre Chancen nicht nutzten, zeigte ihnen Thomas Köhler, wie man es besser macht, und glich nach 32 Minuten aus. Die IGR ließ sich aber nicht beirren. Ober traf zunächst den Pfosten, erzielte dann aber mit dem Abpraller das 3:2 (34.). Die Gäste nahmen nun das Heft mehr und mehr in die Hand, ohne dabei allerdings zu überzeugen. Dennoch gelang erneut Köhler fünf Minuten vor dem Ende der schmeichelhafte 3:3-Ausgleich. Aber auch jetzt behielten die Remscheider kühlen Kopf und wurden am Ende schließlich belohnt.

Zweites Halbfinale

Hoch her ging es im zweiten Halbfinale des DRIV-Pokals. Germania Herringen siegte bei der RESG Walsum mit 5:3 (2:0). Dabei gab es gleich vier blaue Karten für die Gastgeber. Zwei gingen auf das Konto der Herringer, die beim zwischenzeitliche 3:4 (42.) noch einmal zittern mussten. Das erste Finale steigt nun am 14. Mai in Herringen. Das Rückspiel findet tags drauf in Remscheid statt.

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