Türchen 21

Seine Tore wecken Begehrlichkeiten

Leo Fronia vom Fußball-Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen und sein Trikot mit der Nummer 21: Viele Gegner haben schon Bekanntschaft mit den sportlichen Qualitäten des Hilgeners gemacht.
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Leo Fronia vom Fußball-Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen und sein Trikot mit der Nummer 21: Viele Gegner haben schon Bekanntschaft mit den sportlichen Qualitäten des Hilgeners gemacht.
  • Andreas Dach
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Wir öffnen das Türchen Nummer 21 im Rückennummern-Adventskalender – mit Leo Fronia (SV 09/35).

Von Andreas Dach

Er hat immer davon geträumt, mal in der Fußball-Landesliga zu spielen. Dass es für Leonhard Fronia so schnell gehen würde – daran hat der groß gewachsene Angreifer (1,88 Meter) ganz ordentlich mitgeschraubt. 34 Treffer in 25 Partien der Kreisliga A im Trikot der TG Hilgen – solch eine Ausbeute weckt Begehrlichkeiten. Auch und gerade in unmittelbarer Nachbarschaft. Als dann ein Anruf vom damaligen Sportlichen Leiter des SV 09/35 Wermelskirchen kam, musste Fronia nicht lange zögern. Er sagte Acar Sar zu. „Das Gespräch dauerte nicht lange“, weiß der Student noch genau, wie die Verhandlungen im Frühsommer abliefen. „Für mich war das ausschlaggebende Argument, zwei Klassen höher spielen zu können. Das ist schon toll.“

Zumal er auch wirklich spielt. Viel spielt. Auf jeden Fall mehr, als er das in seiner ersten Saison für sich erwartet hat. Fronia hat dazu beigetragen, dass die Wermelskirchener in der Landesliga bislang eine sehr ordentliche Ausbeute präsentieren können. Als Vollblutstürmer sowieso. Aber auch als Spieler, der auf der rechten Abwehrseite schon gut seinen Mann gestanden hat.

Unser Trainerteam hat richtig Ahnung, die Mannschaft ist cool und korrekt!

Leo Fronia, Fußballer des SV 09/35

Wenn etatmäßige Kräfte wie Alex Kelm fehlten, hat Trainer Sebastian Pichura ihn gerne schon einmal weit nach hinten zurückgezogen. Unvergessen ist das Meisterschaftsspiel beim FC Remscheid, als Leo Fronia defensive Aufgaben zu erledigen hatte. Kurz vor seiner Auswechslung in der zweiten Hälfte schlich er sich schnell noch nach vorne – und schoss ein Tor. Fronia eben. „Ich bin halt mannschaftsdienlich“, sagt der Angreifer mit den Abwehrqualitäten über sich selbst. Das schätzt man in Wermelskirchen beim SV 09/35, wo er sich nach eigenen Angaben „sehr wohl“ fühlt. Er präzisiert: „Die Mannschaft ist cool und korrekt, und das Trainerteam hat richtig Ahnung.“ Angesprochen fühlen dürfen sich neben Sebastian Pichura auch „Pille“ Frohn und Zeljko Nikolic, obwohl Letztgenannter nur noch partiell zur Verfügung steht. Fronia: „Es mussten zehn oder elf neue Spieler integriert werden. Das muss man erst einmal schaffen. Auf jeden Fall haben die Trainer ein Team geformt.“

Eins, welchem er auch in der kommenden Spielzeit angehören wird. Leonhard Fronia hat seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr verlängert und setzt darauf, „dass wir den Klassenerhalt jetzt schnell klar machen“. Seine Rückennummer wird er behalten – die 21. Normalerweise hatte er die 7 immer bevorzugt und in Hilgen, wo er schon als Fünfjähriger mit dem Fußballspielen begonnen hat, auch meist getragen. Mit Ausnahme eines halben Jahres beim VfL Leverkusen. „Beim SV 09/35 waren die 17 und die 21 frei“, berichtet Fronia. „Beide fand ich cool, habe mich dann für die 21 entschieden.“

Diese Nummer haben die Gegner längst im Blick und wissen, dass der Mann mit der großen Übersetzung schnell und torgefährlich ist. Dafür gibt es beim Kopfballspiel trotz seiner Körpergröße noch Optimierungsmöglichkeiten. In der Bundesliga schwärmt er für Bayer Leverkusen, international für den FC Liverpool. Und die Fußball-WM hat er sehr genau verfolgt („Außer auf Magenta“). Im Finale hatte er eher Frankreich die Daumen gedrückt, „aber Argentinien hat es verdient“.

Die Feiertage will er schön gemütlich mit seiner Familie in Hilgen verbringen, wird vielleicht sein Studium der IT-Sicherheit/Informationstechnik ein wenig vorantreiben. Bald steht die Bachelor-Arbeit an, und wenn alles gut geht, kann sich Leonhard Fronia schon bald Ingenieur nennen. Fachkräfte sind gefragt. Diese Erfahrung hat er auch als Fußballer gemacht . . .

Serie

Bereits im dritten Jahr in Folge stellen wir in unserem Rückennummer-Adventskalender bis Heiligabend Sportlerinnen und Sportler der Region vor. Oft und gerne auch solche, die nicht immer im Mittelpunkt stehen. Lassen Sie sich überraschen, wenn es in der morgigen Ausgabe mit der Nummer 22 „trifft“.

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