Im Gespräch

Sein Dank gilt den treuen Mitgliedern

Jörg Adams schaut gleichermaßen entspannt wie freudig in die Zukunft: Er fühlt sich als Vorsitzender des Lüttringhauser TV sehr wohl. Foto: ja
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Jörg Adams schaut gleichermaßen entspannt wie freudig in die Zukunft: Er fühlt sich als Vorsitzender des Lüttringhauser TV sehr wohl.
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Der Vorsitzende Jörg Adams sieht den Lüttringhauser TV auch in Coronazeiten auf Kurs.

Von Andreas Dach

Ist es in Coronazeiten ein beneidenswerter Job, Vorsitzender eines großen Sportvereins zu sein? Oder besser: Wie geht es Ihnen momentan als Chef des Lüttringhauser TV?

Jörg Adams: Ich fühle mich sehr wohl, weil wir tolle Mitglieder haben. Im Moment gibt es keine Probleme. Auch deshalb, weil wir nicht so viele Austritte haben, wie es angesichts der Pandemielage zu befürchten gewesen wäre.

Kleiden Sie das doch bitte mal in Zahlen.

Adams: Wir haben 701 Mitglieder. Dass uns knapp 110 im zurückliegenden Jahr verlassen haben, ist nichts Außergewöhnliches. Es fehlen durch Corona halt die Zugänge. Wer will sich schon in den Zeiten in einem Verein anmelden, der gerade keinen Sportbetrieb anbieten kann?

Beschreiben Sie mal die aktuelle Stimmung innerhalb des Vereins.

Adams: Wir haben sehr viele sehr treue Mitglieder, die im LTV tief verwurzelt sind. Sie akzeptieren die Corona-Situation so wie sie ist. Wir auch andere Vereine versuchen wir, durch Online-Angebot den Kontakt zu halten.

Ist Handball nach wie vor die größte Sparte beim Lüttringhauser TV?

Adams: Ja, die Handballer sind noch die Nummer eins. Aber wir haben auch viele andere Angebote, die dankbar angenommen werden. Wie Judo, Taekwondo, Jiu Jitsu, Schwimmen oder Laufen und Leichtathletik.

Was glauben Sie, wie lange der LTV eine solche Situation wie die momentane noch aushalten kann?

Adams: Wenn nicht innerhalb des ersten halben Jahres wieder ein Stück Normalität im Sportbetrieb einkehrt, geht die Akzeptanz verloren. Ich bin kein Prophet, aber ich hoffe, dass es in absehbarer Zeit wieder losgeht. Ich denke beispielsweise an die Kinder, die Schwimmen lernen möchten. Da hat sich schon ein regelrechter Stau entwickelt. Gerade in diesem Bereich erachte ich es für wichtig, dass Vereine nach dem Ende der Coronazeit enger zusammenrücken.

Der LTV hat gerade mit einer bemerkenswerten Maßnahme auf sich aufmerksam gemacht.

Adams: Wir haben die Mitgliedsbeiträge für dieses Jahr 2021 um rund 10 Prozent reduziert. Damit möchten wir allen danken, die uns in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben. Das ist sehr positiv aufgenommen worden, wie uns viele Rückmeldungen zeigen. Auf der anderen Seite muss man auch sehen, dass wir derzeit weniger Ausgaben haben. Ich denke da zum Beispiel an Hallennutzungsgebühren und Übungsleiter.

Würde das auch so bleiben, wenn der Sportbetrieb im Sommer wieder aufgenommen werden könnte?

Adams: Auch dann. Wir haben uns als Vorstand auf das komplette Jahr 2021 festgelegt. 2022 kehren wir wieder zu den alten Beiträgen zurück.

Sie haben mit Frank Hackländer, Sönke Görke, Peter Lohse und Gaby Stuhlmüller sehr engagierte Mitstreiter im Vorstand. Haben Sie schon eine Vorstellung, wie lange Sie noch im Amt bleiben möchten?

Adams: Ich bin da offen. Aber wenn ich 65 Jahre alt werde, also in gut fünf Jahren, dann könnten vielleicht mal andere ran. Jüngere.

Eigentlich haben Sie ja eine Fußballvergangenheit. Warum sind Sie nicht in diesem Bereich gelandet?

Adams: Mein Vater war 35 Jahre Geschäftsführer beim VfB Marathon. Ich kenne in Reinshagen jeden Stock und jeden Stein. Deshalb wäre das sicher denkbar gewesen. Aber der heutige Fußball ist nicht mehr meine Welt.

Gibt es abschließend noch etwas, was Sie unbedingt loswerden wollen?

Adams: Mir ist es wichtig zu sagen, dass man mit dem Sportbund Remscheid gut zusammenarbeiten kann. Die Leute sind nett und kompetent.

Zur Person

Jörg Adams wurde am 16. September 1961 in Remscheid geboren. Mit seiner Ex-Frau Evelyn hat der Vorsitzende des Lüttringhauser TV zwei Kinder (Christopher und Leah). Adams Berufswunsch („Ich wollte immer Journalist werden“) hat sich trotz dreijähriger freier Mitarbeit im RGA-Sport nicht erfüllt – er ist Bilanzbuchhalter im Bethesda-Krankenhaus in Wuppertal. Häufig pendelt er in den Ruhrpott - seine Lebenspartnerin ist in Lünen (hinter Dortmund) zu Hause.

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