Triathlon

Schumacher erfüllt sich großen Traum

Glücksmoment: Hans-Heinz Schumacher im Ziel.
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Glücksmoment: Hans-Heinz Schumacher im Ziel.

Ironman auf Hawaii.

Er ist stolz, und er darf stolz sein. Der Remscheider Hans Heinz Schumacher hat sich seinen größten und langgehegten sportlichen Traum erfüllt. Nach seiner Qualifikation im Dezember 2019 in Mar del Plata (Argentinien) musste der frühere Direktor des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (heute: Emma-Herwegh-Gymnasium) bis Anfang dieses Monats warten, um endlich beim Ironman auf Hawaii starten zu können. Die WM auf Big Island sollte sich für ihn als die größte körperliche Herausforderung entpuppen, welcher er sich jemals gestellt hat. Doch – nach einer Gesamtzeit von 14:23:04 Stunden – darf er (siehe oben) voller Stolz auf das Geleistete zurückblicken.

Der für den Tri-Club Wuppertal gestartete Schumacher war frühzeitig angereist, um sich mit den klimatischen Bedingungen auseinanderzusetzen. Doch kann man das wirklich? Die Temperaturen waren stabil, nachts bei 28 Grad, tagsüber bei 30 Grad. Dazu kam eine Luftfeuchtigkeit von etwa 80 Prozent. Da sich auch die Wassertemperatur bei 28 Grad einpendelte, war das Tragen von Neoprenanzügen verboten. Für viele Triathleten, auch für ihn, wegen der schlechteren Wasserlage ein Nachteil.

Schumacher brachte die 3,8 Kilometer nach 1:33:57 Stunden hinter sich. Das bedeute Platz 60 von 102 gemeldeten Teilnehmern seiner Altersklasse (65 Jahre und älter). Am wichtigsten war es gewesen, die Phase verletzungsfrei zu überstehen, als die besten Schwimmer der jüngeren Altersklassen die vorherigen Aktiven einfach „überschwammen“.

Der bergische Ausdauerspezialist ging optimistisch an die Radstrecke heran. Diese positiven Gedanken sollten auf der 180-Kilometer-Strapaze bis zum nördlichen Wendepunkt halten, wo sich die Windverhältnisse stark veränderten. Dieser war sehr stark, kam seitlich von vorne. Das kostete Kraft, half aber auch gegen die extreme Hitze und die starke Luftfeuchtigkeit. Schumacher konnte sich mit einer Zeit von 7:09:41 Stunden um sechs Plätze nach vorne schieben.

Es blieb der Marathon, die 42,195 Kilometer. Der Lauf startete zwei Stunden vor Sonnenuntergang, die Temperaturen waren mörderisch. Der ehemalige Direktor musste sein Trikot an jeder Verpflegungsstelle (alle drei Kilometer) mit zwei Bechern voller Eisstücke befüllen. „Nur so“, sagte er, „konnte ich die Körpertemperatur unter dem Fieberbereich halten.“ Viele Teilnehmer hatten längst in den Gehmodus geschaltet, Schumacher schaffte es, wenigstens langsam zu laufen. Weit entfernt von seinem normalen Tempo. Er gab zu: „Es hat mich eisernen Willen gekostet.“ Nach 5:23:47 Stunden lief er auf dem Ali Drive ein, womit er sich noch einmal um zehn Plätze verbesserte. Fantastisch. Schumacher wurde 44. von 102 gemeldeten Athleten der Altersklasse M65-69. Damit hatte er noch Hunderte von deutlich Jüngeren hinter sich gelassen. Willenskraft pur! -ad-

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