Handball

Schlösser hat beim Showdown klar die Nase vorn

Simon Schlösser war in der abgelaufenen Saison einer der Garanten der Bergischen Panther für den Klassenerhalt. Foto: Doro Siewert
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Simon Schlösser war in der abgelaufenen Saison einer der Garanten der Bergischen Panther für den Klassenerhalt.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball: Rückraumspieler von den Bergischen Panthern ist der erfolgreichste Torschütze in der 3. Liga.

Es war vor einer Woche in der Drittligapartie zwischen der SG Schalksmühle-Halver und den Bergischen Panthern ein Showdown, den im Vorfeld kaum einer auf dem Zettel hatte. So ging es in der Partie nicht nur um Punkte, sondern für zwei Akteure auch um die Torjägerkrone in der 3. Liga.

Am Ende durfte sie sich Simon Schlösser von den Bergischen Panthern aufsetzen. Mit 130 Treffern, davon 39 Siebenmeter, in 19 Spielen ließ er den SG-Linksaußen Tobias Schetters (118/41) hinter sich. „Darüber habe ich mich echt gefreut. Es ist eine Bestätigung“, sagte Schlösser, der sich aber auch bei seinen Mitspielern bedankt: „Handball ist nun mal ein Mannschaftssport.“ Und mit ihnen wird er auf seinen Titel natürlich auch noch richtig anstoßen.

Vor dem Anpfiff war der Abstand zwischen Schlösser und Schetters noch sehr eng. Mit 117:114 hatte der Rückraumspieler der Panther da die Nase vorn. „Ich hatte das zwar im Hinterkopf. Aber je länger die Partie dauerte, desto weniger war dies ein Thema. Und auch von der Bank gab es keine Zwischenstände“, erzählt er mit einem Augenzwinkern. Vielleicht auch, weil der Abend klar an ihn ging. 13 Tore, davon fünf Siebenmeter, hatte der 29-Jährige am Ende auf dem Konto. Schetters musste sich mit vier Treffern (3 Siebenmeter) zufriedengeben.

Frühes Saisonende passt prima ins Konzept

Dass die Saison nun für alle Beteiligten bereits ungewöhnlich früh zu Ende ist, passt Schlösser übrigens prima ins Konzept. Nach der Geburt von Töchterchen Ella in der Nacht vor dem letzten Heimspiel gegen Volmetal hat er nun genügen Zeit, sich um seine Familie zu kümmern.

Und um den Hausbau. Der steht aktuell in Bad Münstereifel auf dem Programm. „Wenn alles glatt läuft, können wir im Spätherbst einziehen“, berichtet Schlösser. Dass er trotz des Umzugs seinen Vertrag um ein Jahr bei den Panthern verlängert hat, hat berufliche Gründe. Der angehende Sonderpädagoge hat seine Referendarzeit, die im Herbst in Siegburg beginnen sollte auf Mai 2023 verschoben. „Die beginnt dann in Jüchen und ist näher an unserem neuen Wohnort“, betont Schlösser, der sich dann aber endgültig von den Panthern verabschieden wird.

Nach Bad Münstereifel zieht es ihn, weil das die Heimat seine Ehefrau ist und dort seine Schwiegereltern leben. Aktuell wohnt die kleine Familie bei seinen Eltern in Neuss. „Die haben ein großes Haus, und wir haben keinen Termindruck mit dem Neubau“, berichtet er.

In Neuss stand auch seine handballerische Wiege. Bei der TG Neuss hat er mit fünf Jahren angefangen. Beim Neusser HV, mit dem er in die 3. Liga aufgestiegen ist, nahm die Karriere so richtig Schwung auf. Weitere Stationen waren der TuS Opladen und dann der Longericher SC bevor er vor zwei Jahren zu den Panthern wechselte, wo er sich nun über eine erfolgreiche Saison und die Torjägerkrone freuen kann.

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