Handball

Schlafmützenstart bringt Matchplan durcheinander

Frohes Wiedersehen: Boris Komuczki (l.) und Sven Käsgen haben bei den Panthern sechs Jahre zusammengearbeitet.
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Frohes Wiedersehen: Boris Komuczki (l.) und Sven Käsgen haben bei den Panthern sechs Jahre zusammengearbeitet.
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Die HG Remscheid verliert in der Regionalliga nach längerer Zeit erstmals wieder.

Von Andreas Dach

Fünfmal in Folge hatte die HG Remscheid nicht verloren, sich einigermaßen überraschend auf den zweiten Tabellenplatz der Handball-Regionalliga katapultiert. Dann tauchte am Samstagabend der BTB Aachen in Neuenkamp auf und zeigte ihr die Grenzen auf. Trainer Alexander Zapf nahm die 27:31 (14:18)-Niederlage nicht krumm, sagte: „Wir mussten unserer fehlenden Kraft Tribut zollen. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf.“

Kann man so sehen, muss man aber nicht zwangsläufig. Sicherlich machte sich bemerkbar, dass mit Dominik Jung (hat seinen Vertrag wie auch Felix Handschke um ein Jahr verlängert) ein Schlüsselspieler morgens krankheitsbedingt ausgefallen war. Andere, wie Kevin Suiters und Pascal Hermann, haben Trainingsrückstand. So etwas lässt sich nicht mal eben kompensieren. Fakt ist aber: Die desaströse Anfangsphase mit einem 1:8- und einem 2:9-Rückstand brach der HGR eindeutig das Genick. Da war die Mannschaft noch frisch, aber irgendwie gar nicht auf dem Feld. Sie schien sich förmlich zu verschlucken, als die Aachener ihr eine Printe nach der anderen (ein-)schenkten.

Es kostet dann unnötig viel Energie, ins Spiel zurückzukommen. Das machten die Remscheider vorbildlich und hatten auch dank der Idee eines siebten Feldspielers nach 42 Minuten die Nase vorne (21:20). Was für ein Comeback.

Dumm nur: Solch ein nicht eingeplanter Zwischenspurt kostet eine Menge an Kraft. Solche, die man dringend am Ende noch gebraucht hätte. Da fehlte sie dann halt. Insofern muss man der HGR schon den Vorwurf machen, dass sie gerne mal unkonzentriert in ein Spiel startet. „Schütteln und Krone richten“, lautet nun die Devise des Sportlichen Leiters Tobias Geske, der als eingewechselter Torhüter noch zu den Besseren gehört hatte.

Ein Junge der Region hatte indes etwas zu lachen. Sven Käsgen gelang auf Aachener Seite zwar kein Treffer, trotzdem ging er als Sieger vom Feld und heimste die Glückwünsche seines Ex-Trainers ein. Boris Komuczki war einst sein Coach in der A-Jugend der Bergischen Panther. Bis es Käsgen zum Maschinenbau-Studium in die Domstadt zog.

HGR-Tore: Jansen (7/3), Suiters (5), Taymaz, Hinkelmann (je 4), Hertz (3), Luciano (2), Schön, Hermann (je 1).

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