Handball

Schiedsrichter sorgen für Kopfschütteln

Auch nach Spielende am Mittwochabend meldete HGR-Coach Alexander Zapf bei den Referees Redebedarf an.
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Auch nach Spielende am Mittwochabend meldete HGR-Coach Alexander Zapf bei den Referees Redebedarf an.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
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Handball-Regionalliga: HGR spielt Unentschieden und empfängt am Samstag Neuss.

Wohl selten haben Schiedsrichter in einer entscheidenden Phase so in ein Spiel eingegriffen, wie am Mittwochabend in der Eugen-Haas-Halle in Gummersbach. Aus diesem Grund waren alle Beteiligten der HG Remscheid nach dem 33:33 (18:17)-Remis im vorgezogenen Spiel beim HC Gelpe/Strombach mächtig sauer: „Eine so eine schlechte Leistung habe ich noch nie erlebt“, schimpfte Coach Alexander Zapf. Derweil zeigte sich Rechtsaußen Achim Jansen aber auch selbstkritisch: „Wir hätten in dieser Phase einfach die Nerven behalten sollen.“

Für große Aufregung sorgte eine Szene in der 52. Minute beim Spielstand von 30:29 für die Gastgeber: HGR-Spieler Dominik Hertz wurde im Angriff übelst angegangen und blieb benommen am gegnerischen Kreis liegen. Und was entschieden die Unparteiischen Daniel Reich und Malte Schmuck? Stürmerfoul. Der HC nutzte die Gunst der Stunde und traf per Tempogenstoß zum 31:29. Wütende Proteste von der HGR-Bank folgten, die schließlich in einer Zeitstrafe für Zapf mündeten.

Die Remscheider berappelten sich aber und lagen zwei Minuten vor dem Ende selbst mit 33:32 in Front. In Unterzahl. Weil Jansen angeblich den Ball mit dem Fuß gestoppt haben soll. „Unfassbar. So etwas habe ich noch nie erlebt“, konnte auch er nur noch mit dem Kopf schütteln. Dann wurde es dramatisch. Die Gastgeber verloren den Ball. Die HGR war im Angriff. Hertz stand plötzlich frei vor dem HC-Keeper, der den Ball abwehrte. Im Gegenzug fiel der Ausgleich.

All dies hätten sich die Remscheider allerdings ersparen können. Sie zeigten nämlich eine sehr starke Leistung in der ersten Hälfte. Aber nur bis zur 27. Minute, in der Jansen per Siebenmeter zum 17:13 traf. Dann war der Faden gerissen. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.

Tore: Jansen (7/6), Hinkelmann (6), Jung, Hertz (je 4), Pflüger (3), Suiters, Schön, Rath, Taymaz (je 2), Luciano (1).

Weiter geht es für die HGR an diesem Samstag (18.30 Uhr, Neuenkamp). Dann empfängt sie den Neusser HV, der aktuell mit 2:14-Punkten das Tabellenende ziert. „Die sind allerdings wesentlich stärker, als es diese Platzierung aussagt“, warnt Tobias Geske, der Sportliche Leiter der HGR davor, den Gegner zu unterschätzen. Fehlen wird den Remscheidern wie auch am Mittwoch Pascal Hermann, der sich im Training eine Fußverletzung zugezogen hat. „Zum Glück ist aber nichts gebrochen“, erklärte der Linksaußen.

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