Analyse

Schiedsrichter sind an Bord geblieben

Kurz vor dem Anpfiff um 21 Uhr formierten sich Schiedsrichter des Kreises Remscheid noch schnell zum Gruppenbild. Foto: Andreas Dach
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Kurz vor dem Anpfiff um 21 Uhr formierten sich Schiedsrichter des Kreises Remscheid noch schnell zum Gruppenbild.
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So geht es für die Unparteiischen des Fußballkreises Remscheid nach langer Coronapause weiter.

Von Andreas Dach

Nicht nur hinter den Amateur-Fußballern liegt eine lange Durststrecke. Auch hinter denen, die im Normalfall Fußballspiele leiten – den Schiedsrichtern. Für die des Kreises Remscheid hat die Arbeit (inklusive Vergnügen) am Sonntagabend wieder begonnen. Sie haben einen Kurzlehrgang (eher ein Abfragen der Verantwortlichen von sportlichen Interessen und Bedürfnissen) abgehalten und im Anschluss am Kreis auf einer Leinwand gemeinsam das EM-Finale angeschaut. Wir sagen, wie die Unparteiischen die lange Pause verkraftet haben und welche Neuerungen beziehungsweise Veränderungen es gibt.

Unter welcher Überschrift stand die Zusammenkunft Am Hagen?

Die Antwort kommt von Schiri-Boss Dirk Spiegelhauer: „Es ging darum, sich mal wieder zu sehen und gemeinsam eine Pizza zu essen. Das alles in einem netten Rahmen inklusive des gemeinsamen Erlebens des Endspiels.“

Hat es in der Zwischenzeit irgendwelche Regeländerungen gegeben, die flott aufgearbeitet werden mussten? Oder warum gab es einen Lehrgang?

Regeländerungen gibt es vor jeder neuen Spielzeit. Die sind im Vorfeld bereits vor einigen Tagen per Zoom-Konferenz durch Lehrwart Sebastian Stein kommuniziert worden. Der war im Übrigen nachfolgend auch noch bei einer Präsenzveranstaltung der Lehrwarte in Duisburg dabei. Besonders die Auslegung des Handspiels war ein Thema, welches viel Diskussionsraum einnahm. Dass nun am Sonntag in Remscheid von einem Lehrgang die Rede war, hatte alleine etwas damit zu tun, dass man dem Kind einen Namen geben musste. Die höherklassigen Schiris, die zu diesem Treffen eingeladen waren, bekamen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und letzte Infos vor dem Start in die Saison Ende August einzuholen.

Hat es angesichts der Corona-Pandemie im Kreis Remscheid Abgänge bei den Schiedsrichtern gegeben?

„Das Gros ist bei der Stange geblieben“, berichtet Kreis-Schiedsrichter-Obmann Dirk Spiegelhauer. Lediglich bei den Jung-Schiedsrichtern haben zwei oder drei aufgehört und an den Kreis geschrieben, dass Schule und Ausbildung ihnen kein Pfeifen mehr möglich mache. Insgesamt über 90 Unparteiische haben ihren Beitrag bezahlt und ihren Ausweis verlängert, den es neuerdings in digitaler Form gibt.

Mussten oder müssen sich die Schiedsrichter, wie sonst vor jeder neuen Spielzeit, einem Leistungstest unterziehen?

Darauf hat man beim Kreis Remscheid angesichts der wenigen ausgetragenen Partien in der zurückliegenden Saison sehr bewusst verzichtet. Alle bleiben in den Klassen, denen sie bereits in der Spielzeit 2020/2021 angehört haben. Alleine bei Kristijan Rajkovski gibt es eine kleine Veränderung. Er geht in seine zweite Saison in der Landesliga und wird diesmal unter Beobachtung stehen. Bedeutet: Ein weiterer Aufstieg ist für den Remscheider nicht ausgeschlossen.

Wie sieht es eigentlich mit dem beliebten Schiedsrichter-Masters aus?

Es steht bereits jetzt fest, dass er 2022 nicht stattfinden wird. Darauf haben sich die Obleute der 13 Kreise bei ihrer Online-Tagung am 28. Juni verständigt. Hintergrund: Bei dem Fußball-Turnier der Schiedsrichter, das meistens im Januar ausgetragen wird, handelt es sich um eine Hallen-Veranstaltung. Der Kreis Oberhausen-Bottrop braucht aber Planungssicherheit. Die ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben. Deshalb hat man sich darauf verständigt, erst im Jahr 2023 wieder den beliebten Wettbewerb auszuspielen. Anders sieht es mit dem Jung-Schiri-Masters aus. Das könnte im Sommer 2022 in Essen ausgetragen werden. Vor dem Hintergrund, dass es sich um ein Turnier unter freiem Himmel handelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß.

Warum war Dirk Spiegelhauer als Kreis-Schiri-Obmann am Sonntagabend beim Finalabend am Kreis nicht mit dabei?

Der 60-Jährige hat sich am Samstag auf Corona testen lassen und einen positiven Bescheid erhalten. „Ich habe letzte Woche meine zweite Impfung bekommen und keinerlei Symptome“, zeigte sich der KSO sehr überrascht über das Ergebnis. Ist gleichzeitig aber froh, vor dem Zusammentreffen der Schiedsrichter alle Teilnehmer verpflichtet zu haben, eins der drei „G“ nachzuweisen und/oder einen aktuellen Coronaschnelltest. Nur so konnte man beim von Himmet Ertürk ins Leben gerufenen Schiri-Abend auf Nummer sicher gehen.

Wie war die Stimmung Am Hagen bei Pizza und Fußball?

Alle waren froh, sich endlich mal wieder zu sehen. Mit Hassan Belkadi aus Düsseldorf war auch ein Vertreter des Lehrstabs in seiner Funktion als Kreisbetreuer vor Ort. Sebastian Stein wurden von Himmet Ertürk und Frank Tammschick stellvertretend für den Kreis und die Schiris nachträglich zum 40. Geburtstag nette Präsente überreicht.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, welche unbeantwortet sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? Dem nehmen wir uns an. Heute geht es um die Schiedsrichter des Fußballkreises Remscheid, die sich am Sonntag zum Schauen des Finals getroffen haben und damit die neue Saison eingeläutet haben. Was bewegt sie nach der langen Corona-Pause am meisten?

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