Fußball

Schiedsrichter beleidigt den Vereinsvertreter

  • Peter Kuhlendahl
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Fußball: Verhandlung Kreisportgericht.

Es war ein denkwürdiger Abend in den Räumen des Fußballkreises Remscheid. Unter dem Vorsitz von Frank Bruchertseifer, der Dirk Spiegelhauer, Joachim Fleper und Werner Koschinski an seiner Seite hatte, musste sich das Kreissportgericht mit den Umständen befassen, die zum Abbruch der Partie in der Kreisliga A zwischen dem SSV Dhünn und der 1. Spvg. Remscheid geführt hatten.

Am 19. August hatte Schiedsrichter Göksen Abes die Partie nach 39 Minuten abgebrochen, weil er sich vom Remscheider Maurizio Aprile bedroht fühlte, nachdem dieser die Ampelkarte gesehen hatte. Zuvor hatte er bereits den Remscheider Sezer Kilic wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt.

Nach einer zum Teil sehr emotionalen Verhandlung muss Aprile wegen des Versuchs einer Tätlichkeit gegenüber dem Unparteiischen acht Spiele aussetzen. Kilic wurde wegen der Attacke an einem Gegenspieler für sechs Spiele gesperrt. Da Aprile auch für den Abbruch verantwortlich gemacht wurde, wird die Partie mit 2:0-Toren und drei Punkten für die Dhünner gewertet. „Allerdings bin ich mir sicher, dass die Remscheider in Berufung gehen werden“, erklärte Bruchertseifer.

Unrühmlicher Höhepunkt der fast dreistündigen Verhandlung war indes, dass sich Abes zu einer Beleidigung gegen Ayhan Aldemir, dem offiziellen Vertreter der 1. Spvg., hinreißen ließ. Dafür muss sich der Schiedsrichter nun in einem weiteren schriftlichen Verfahren verantworten.

Erschwert wurde die Urteilsfindung davon, dass die Zeugen zum Teil völlig unterschiedliche Aussagen zum Geschehen machten. Bei der Tätlichkeit von Kilic war zum einem von einem Pferdekuss und zum anderen von einer Ohrfeige die Rede. Beim Versuch der Attacke von Aprile soll er einmal fünf und einmal mehr als 20 Meter vom Unparteiischen entfernt gewesen sein. „Aus diesen Gründen haben wir uns an den Grundsatz, im Zweifel für den Angeklagten, gehalten“, berichtet Bruchertseifer. Auch der nach dem Abbruch erstellte Sonderbericht des Unparteiischen sei für das Sportgericht keine große Hilfe gewesen.

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