Fußball

SC 08 muss weiter um den Ligaverbleib zittern

Trotz der Unterstützung von der Steintribüne kamen Berkay Colak (Mitte) und der SC 08 gegen Bayer nicht auf Touren.
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Trotz der Unterstützung von der Steintribüne kamen Berkay Colak (Mitte) und der SC 08 gegen Bayer nicht auf Touren.
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Bezirksliga: Marathon und Ayyildiz bleiben drin und können jubeln, Dhünn steigt ab.

Von Fabian Herzog und Andreas Dach

SC 08 Radevormwald – SV Bayer Wuppertal 0:1 (0:0). Die Unterstützung war bezirksligareif. Mindestens. Die Handballer der HSG Rade/Herbeck sorgten auf der Steintribüne für ordentlich Stimmung, konnten die Fußballer aber auch nicht zu Höchstleistungen treiben. Diese vergaben ihren ersten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt, unterlagen einer blutjungen – bis auf einen Spieler waren alle 2003er-Jahrgang und damit noch A-Junioren – Bayer-Mannschaft, scheiterten aber vor allem am eigenen Nervenkostüm. „Wenn der Druck groß ist, werden die Beine schon einmal schwer“, konstatierte der Vorsitzende Frank Dombrowski.

Im Gegensatz zu den letzten Wochen gelang Nullacht im Grunde über die gesamten 90 Minuten gar nichts. „Das war sch. . .“, brachte es Innenverteidiger Lucas Rogowski auf den Punkt. Lange hatte es nach einem 0:0 ausgesehen. Dann nutzte Bayer eine Unachtsamkeit in der Rader Defensive, die ihnen ein weiteres Endspiel bescherte. Nächsten Sonntag müssen sie beim VfB Marathon im Fernduell mit Union Velbert (zeitgleich bei Ayyildiz) einen Punkt Vorsprung verteidigen.

SSV Dhünn – 1. FC Monheim II 0:3 (0:1). Der Abstieg der Dhünner ist besiegelt. „Das ist extrem bitter“, sagte Trainer Kristian Fischer, „auch wenn es natürlich nicht überraschend kommt.“ Die Partie sei für ihn ein Spiegelbild der Saison gewesen. Nach frühem Gegentor (5.) machte der SSV vieles richtig, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Am nächsten kam dem Dominik Margies, der 30 Sekunden vor dem 0:2 (54.) den Pfosten traf. Trotzdem wehrten sich die Gastgeber mit einem starken Fabian Weller im Tor gegen den drohenden Abstieg, kassierten in der 89. Minute aber den Knockout. Außerdem sah Dennis Schmidt auf der Bank Gelb-Rot (72.).

TSV Urdenbach – Dabringhauser TV 2:1 (0:0). Auf dem Naturrasen und ohne Leistungsträger wie Zakaria Soumah, Marvin Dattner und Dustin Najdanovic unterlagen die Gäste, die seit einer Woche die Klasse sicher haben, verdient. „Das geht auf jeden Fall in Ordnung“, bestätigte Trainer Patrick Grün. Das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 erzielte Justin Lüdtke (59.).

ASV Mettmann – SSV Bergisch Born 3:0 (1:0). Mit der jüngsten Mannschaft, die der SSV je aufs Feld gebracht hat, war er chancenlos. „Das war eine verdiente Niederlage“, fasste Trainer Tim Janowski das Geschehen zusammen. „Von unserer Seite war es eher ein Sommerkick und ist so runtergeplätschert.“ Gegen die erfahrenen Mettmanner gingen gerade die 50:50-Zweikämpfe fast immer verloren. So fielen die Treffer in der 17., 56. und 80. Minute fast zwangsläufig.

TSV Ronsdorf – VfB Marathon 3:1 (2:0). Der VfB spielt auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga. Trotz der Niederlage in Wuppertal durfte am Sonntagabend gefeiert werden. „Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs“, sagte Spielertrainer Dominik Müller. Lange hatte es in dieser Saison nicht nach dem Klassenerhalt ausgesehen. Dann berappelte sich Marathon, holte die nötigen Punkte und zeigte auch in Ronsdorf ansehnlichen Fußball. „Der TSV hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn es 3:3 ausgegangen wäre“, meinte Müller, der nach 70 Minuten Gelb-Rot sah. Seine Erklärung für den Platzverweis: „Ich bin zu alt oder zu dick geworden – suchen Sie sich etwas aus.“ Daniel Lopez Aragon war der Treffer zum 1:3 gelungen (55.). Später trauerte man beim VfB einem nicht gegebenen Elfer und der Doppelchance von Ismet Agadakmaz und Selim Cakmak nach.

SSVg. Heiligenhaus – SC Ayyildiz 1:4 (0:1). Aufatmen bei den Remscheidern, die den Abstieg mit dem Sieg verhindert haben. Osman Öztürk (16.), Ömer Akyüz (47.), Fehmi Cengiz (68.) und Luca Lenz (75.) schossen den Pflichtsieg beim Absteiger heraus. „Das war enorm erleichternd“, sagte Fazli Kursuncu nach dem Erfolg, der in der Anfangsphase auf wackeligen Füßen stand. Erst der Treffer von Öztürk aus rund 20 Metern machte die Gäste lockerer. Im weiteren Verlauf ging so einiges leichter von den Füßen. Schade nur, dass Luca Lenz zehn Minuten vor dem Abpfiff Rot sah. „Angeblich soll er nachgetreten haben“, sagte Kursuncu. „Wenn der Schiri das meint. . .“ Ach ja: Der Coach, der den SCA letztlich zum Klassenerhalt geführt hat, wird nach dem Saisonende erst einmal eine Pause einlegen.

Neuzugänge

Unabhängig von der Ligazugehörigkeit hatte der SSV Dhünn schon vor dem nun besiegelten Abstieg zwei Zugänge unter Dach und Fach gebracht. Tobias Ritter und Dimitri Jurcenko kommen vom A-Kreisligisten SSV Bergisch Born II.

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