Beachvolleyball

Sandra Fergers Erfolgshunger ist groß

Am Timmendorfer Strand, wo auch dieses Jahr das Saisonfinale steigen soll, spielten Ferger (l.) und Aulenbrock groß auf.
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Am Timmendorfer Strand, wo auch dieses Jahr das Saisonfinale steigen soll, spielten Ferger (l.) und Aulenbrock groß auf.
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Remscheider Beachvolleyballerin startet an diesem Donnerstag in eine kuriose Saison.

Von Fabian Herzog

Erfolg macht hungrig, heißt es. Oder anders gesagt: Erfolg macht Lust auf mehr. Sandra Ferger würde beides durchaus unterschreiben. Die Remscheider Beachvolleyballerin, die mit ihrer Teamkollegin Christine Aulenbrock im vergangenen Jahr bei der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand überraschend bis ins Halbfinale vorgeprescht war und Platz vier erreichte, möchte sich damit nicht zufriedengeben. Vor der anstehenden neuen Saison sagt die 30-Jährige: „Wir wollen oben mitmischen und uns irgendwann auch eine DM-Medaille holen.“

Sandra Ferger (vorne) und Christine Aulenbrock mit den Poniewaz-Trainingspartnern David (r.) und Bennet.

Dabei bestand in den vergangenen Wochen beinahe die größte Herausforderung darin, sich von den Querelen auf organisatorischer Ebene nicht demotivieren zu lassen. Ende April wurde bekannt, dass der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) für die Deutsche Volleyball Sport GmbH (DVS), die als Vermarktungsfirma in der Vergangenheit für die German-Beach-Tour verantwortlich war, einen Insolvenzantrag stellen musste. Damit stand die gesamte Saison infrage, was auch nicht optimal kommuniziert wurde. „Das war alles ein bisschen chaotisch“, erzählt Ferger, aus deren Sicht zwei Faktoren ausschlaggebend waren: „Beachvolleyball ist einfach eine Randsportart. Und Corona hat die Situation ganz bestimmt nicht einfacher gemacht.“

Wenige Tage vor dem Saisonstart wurde aber zumindest eine vorläufige Lösung gefunden. Alexander Walkenhorst, früherer WM-Teilnehmer und Bruder von Olympiasiegerin Kira Walkenhorst, sprang mit seiner NBO Event GmbH ein und sicherte mindestens Teile der Saison. So wird von Donnerstag bis Sonntag in Düsseldorf (Wilhelm-Heinrich-Weg) das erste Turnier ausgetragen, wie viele danach noch folgen, ist weiter unklar. Ferger: „Das ist echt blöd.“ Sie und ihre Teamkollegin wollen dennoch das Beste draus machen.

Schließlich haben sie sich viel vorgenommen. Sie gehen als Sechster der nationalen Rangliste und damit so hoch platziert wie noch nie in die Saison und haben sich bestmöglich vorbereitet. Dazu gehörte auch ein Trainerwechsel. Nach drei Jahren unter Hans-Peter Ludwig entschlossen sich Ferger/Aulenbrock, einen neuen Impuls setzen zu wollen. Diesen versprechen sie sich von Christoph Kesselmeier, einem erfahrenen Beachvolleyball-Coach.

Mit ihm wurde schon im Winter viel trainiert, um nichts dem Zufall zu überlassen. Bis auf vier Aushilfs-Einsätze beim Zweitligisten VC Allbau Essen verzichtete Ferger diesmal auch auf die Volleyballsaison in der Halle. Stattdessen wurden einige Einheiten mit den Poniewaz-Zwillingen David und Bennet absolviert, die in Deutschland derzeit als Nummer fünf geführt werden. Über sie kam auch der Kontakt zu Kesselmeier zustande.

Turniere standen in der Vorbereitung von Ferger und Aulenbrock diesmal aber nicht auf dem Programm, weshalb der Tour-Auftakt in Düsseldorf einem kompletten Kaltstart gleicht. Zu gerne möchten die beiden Beachvolleyball-Asse aber da anknüpfen, wo sie bei der Deutschen Meisterschaft Anfang September 2021 aufgehört hatten. „Da haben wir uns in einen Rausch gespielt und an einer DM Medaille geschnuppert“, blickt Sandra Ferger zurück. Sie hätte nichts gegen eine Wiederholung. Schließlich macht so ein Erfolg eben hungrig.

Hintergrund

Als Volleyballerin ist Sandra Ferger beim Remscheider TV groß geworden. Schon mit 14 Jahren spielte sie in der 1. Mannschaft, machte dann aber schnell Karriere und spielte phasenweise in der Bundesliga. Vor sechs Jahren spezialisierte sie sich aufs Beachen und startete dort durch – mit dem vorläufigen Höhepunkt im vergangenen Jahr als Vierte der DM.

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