Interview der Woche

Sandra Ferger krönt ihre bisher beste Saison

Da ist das Ding! Sandra Ferger mit ihrer Auszeichnung zur besten Abwehrspielerin des Jahres.
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Da ist das Ding! Sandra Ferger mit ihrer Auszeichnung zur besten Abwehrspielerin des Jahres.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Interview der Woche mit der erfolgreichen Remscheider Beachvolleyballerin.

Die zurückliegende Beachvolleyballsaison mit den Höhepunkten im Rahmen der German-Beach-Tour und der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand stand auf wackligen Beinen, nachdem die Vermarktungsfirma kurz vor dem Start Insolvenz hatte anmelden müssen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Sandra Ferger: Sehr positiv. Wir, also meine Teamkollegin Christine Aulenbrock und ich, können extrem zufrieden sein und haben unsere bisher erfolgreichste Saison gespielt. In München haben wir sogar einen Toursieg gefeiert, unseren zweiten nach 2019 in Nürnberg, in Hamburg sind wir Zweiter geworden und waren öfter im Halbfinale. Das haben wir auch bei der DM geschafft, mussten uns da aber erneut, wie letztes Jahr, mit Platz vier begnügen.

Wie ist das Abschneiden einzuordnen?

Ferger: Man muss sich nur vor Augen führen, dass die drei Mannschaften, die vor uns gelandet sind, Profis sind. Die trainieren zweimal am Tag, wir zweimal in der Woche. Von daher sind wir sehr zufrieden. Gegen die Top-Teams müssen wir immer am absoluten Limit spielen, um eine Chance zu haben. Das ist uns nicht immer gelungen. Und im Spiel um Platz drei waren Anna-Lena Grüne und Kira Walkenhorst, gegen die wir in dieser Saison nicht einmal gewinnen konnten, einfach besser.

Während beispielsweise Walkenhorst, die Olympiasiegerin von 2016, immer mal mit anderen Partnerinnen antritt, bilden Sie seit Jahren ein Duo mit Christine Aulenbrock. Eher ungewöhnlich, oder?

Ferger: Ja, das stimmt. Aber das ist natürlich ein großer Vorteil, dass wir so eingespielt sind und immer wissen, was der andere macht und braucht. Diese jetzt war schon unsere fünfte gemeinsame Saison. Aber wir sind einfach megagut befreundet und verbringen auch außerhalb des Sports gerne Zeit zusammen. Ich glaube nicht, dass das in vielen Teams so ist. Wir wollten zum Beispiel zusammen aufs Oktoberfest nach München fahren, was aus terminlichen Gründen leider nicht geklappt hat, spielen auch mal Tennis und überlegen, zusammen in den Urlaub zu fahren.

Ein Ziel ist es weiterhin auch, an einem internationalen Turnier teilzunehmen.

Ferger: Ja, genau. Vielleicht klappt das Ende des Jahres noch. Zwischen Weihnachten und Neujahr findet eins in Den Haag statt. Da wollen wir gerne an den Start gehen.

Wie ist generell die sportliche Perspektive? Ist es nicht auch möglich, in den Profibereich zu wechseln? Immerhin gehören Sie und Christine Aulenbrock ja seit Jahren national zur absoluten Spitze.

Ferger: Klar wäre das ein Traum. Aber es ist schwer, Sponsoren zu finden. Außerdem steht für mich meine Arbeit beim Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V. immer noch über dem Sport.

Stichwort nationale Spitze: Nach der German-Beach-Tour wurde Ihnen noch eine ganz besondere Ehre zuteil.

Ferger: Ja, ich wurde zur besten Abwehrspielerin gewählt. Es gab in unterschiedlichen Kategorien jeweils drei Nominierte und eine Abstimmung innerhalb der Community. Da habe ich mich natürlich echt drüber gefreut. Es war aber auch für mich persönlich die bisher beste Saison.

Was bei Ihnen sicherlich für zusätzliche Motivation fürs nächste Jahr sorgt. Wann beginnt die Vorbereitung? Und wie geht´s für Sie in den nächsten Monaten weiter?

Ferger: Bis Mitte Oktober machen wir noch Pause, dann startet die Vorbereitung. Erst einmal mit dem Fokus aufs Krafttraining. In der Zwischenzeit helfe ich aber auch wieder in der Halle beim Zweitligisten VC Allbau Essen aus. Da war ich letzte Saison schon vier Mal eingesprungen und wurde nun für den Start der neuen Spielzeit gefragt. Letztes Wochenende haben wir leider 0:3 beim SCU Emlichheim verloren, am Samstag gegen Köln werde ich auch noch mal dabei sein. Mir macht das einfach unheimlich Freude, die Mädels wiederzusehen und ohne Druck spielen zu können.

Zur Person

Sandra Ferger wurde am 14. August 1991 in Remscheid geboren. Mit sieben Jahren begann sie beim RTV mit dem Hallen-Volleyball, spielte schon mit 14 in der 1. Mannschaft und wechselte dann zu Bayer Wuppertal in die Oberliga. Von dort ging´s über die SG Langenfeld (Regionalliga) zu Bayer Leverkusen (1. und 2. Liga) und dann zu Zweitligist VC Allbau Essen. Mit 18 kam Ferger zum Beachvolleyball und startete dort mächtig durch. Beruflich ist sie seit Jahren als Assistentin beim Caritasverband Wuppertal/Solingen tätig und lebt auch in Wuppertal.

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