Fußball

Sämtliche Rollen sind klar verteilt

SV-09/35-Stürmer Aydin Türksoy, der das entscheidende Tor für den Klassenerhalt erzielte, will auch im Finale Gas geben.
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SV-09/35-Stürmer Aydin Türksoy, der das entscheidende Tor für den Klassenerhalt erzielte, will auch im Finale Gas geben.
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Am Donnerstag finden im Stadion Reinshagen die Kreispokal-Endspiele statt.

Von Peter Kuhlendahl

Es ist der sportliche Höhepunkt des Fußballkreises Remscheid. An diesem Donnerstag finden im Stadion Reinshagen die Kreispokal-Endspiele der Frauen und der Männer statt. Dabei stehen sich bei den Fußballerinnen um 12 Uhr Bezirksligist TG Hilgen und A-Ligist SG Hackenberg gegenüber. Um 15 Uhr wird dann die Partie der Kreisliga-Männer der TGH gegen den Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen angepfiffen.

Im Spiel der Hilgener gegen den SV 09/35 scheinen die Rollen klar verteilt. „Wir sind der absolute Außenseiter“, betont Hilgens Coach Hajrush Islami. Und auch sein Gegenüber Sebastian Pichura versucht es erst gar nicht mit Understatement: „Natürlich sind wir in der Favoritenrolle.“

Allerdings wissen beide Trainer nur zugut, dass der Unterschied von zwei Spielklassen in 90 oder unter Umständen auch 120 Minuten keine Rolle spielen kann. Darauf setzt natürlich der Underdog aus Hilgen, der in seiner Vereinsgeschichte den Pokal noch nie in die heimische Vitrine stellen konnte. Ganz anders die Wermelskirchener. Die bestreiten ihr viertes Endspiel in Folge und gingen in den Jahren 2020 und 2021 jeweils als Sieger vom Platz.

Wir sind im Finale der absolute Außenseiter.

TGH-Trainer Hajrush Islami

Mit einem weiteren Erfolg hätten sie zudem auch ihre Saisonziele zu 100 Prozent erreicht. „Die lauteten, dass wir den Klassenerhalt in der Landesliga schaffen, den FC Remscheid in der Tabelle hinter uns lassen und den Pokal verteidigen“, sagt Pichura. Und nach dem dramatischen 3:2-Sieg am Sonntagnachmittag gegen Speldorf und der zeitgleichen 2:3-Niederlage des FCR in Mülheim sind die ersten beiden Ziele unter Dach und Fach. Allerdings hat sich im Vergleich zum Sonntag die personelle Situation nicht verbessert. Keeper Yannick Klüppelberg und Yannick Raufeiser haben sich in den Urlaub verabschiedet.

TGH-Spieler Besart Maliqi konnte im Derby gegen den BVB am Sonntag nur zwischenzeitlich jubeln. Foto: Moritz Alex

Mit eher gedrückter Stimmung werden die Hilgener derweil im Stadion Reinshagen auflaufen. „Das war schon ein ordentlicher Dämpfer“, sagt Islami und spielt damit auf den vergebenen Matchball für den Aufstieg in die Bezirksliga am vergangenen Sonntag an. Doch nicht nur das. Nach der Niederlage in Burscheid hat es die TGH nicht mehr selbst in der Hand. „Wir versuchen, dies aber komplett auszuklammern, und freuen uns auf das Finale“, betont der Coach, für den die personelle Situation einer der Gründe für die jüngste Flaute ist. Und auch am Donnerstag fehlen mit Leonhard Fronia, Christian Herold sowie Maximilian und Sebastian Kratz wichtige Akteure.

Auf beiden Seiten werdenein paar Tränen fließen

TGH-Coach Monica Rosito steht vor ihrem letzten Spiel. Foto: MR

Egal, wie das Finale zwischen den Frauen der TGH und der SGH auch ausgehen wird, ein paar Tränchen werden auf alle Fälle auf beiden Seiten fließen. Der Grund: Bei beiden Clubs sind die Trainer zum letzten Mal im Einsatz. Aber allein schon aus diesem Grund werden alle Akteure sich zum Abschied so richtig reinhängen.

„Wir freuen uns alle auf das Spiel. Oder besser gesagt: Wir sind heiß wie Frittenfett“, sagt TGH-Trainerin Monica Rosito, die vor ihrem letzten Spiel auf der Bank auch ohne personelle Probleme an den Start gehen kann. Und zudem eine Ansage macht: „Egal, wie es auch ausgeht. Wir werden danach ausgiebig feiern.“

Das eine oder andere Kaltgetränk wird derweil auch bei den Hackenbergerinnen fließen. „Was das Team genau geplant hat, weiß ich aber noch nicht“, erklärt SGH-Coach Rik van der Wal, der sein Amt nach sechs Jahren zu Verfügung stellt. Dass er dabei den stillen Gedanken hegt, sich mit einem Titel zu verabschieden, verneint er nicht. „Aber wir sind der große Außenseiter.“ Und dies nicht nur wegen des sportlichen Klassenunterschieds. Aus personeller Sicht ist es bei den Hackenbergerinnen sehr eng. So standen im letzten Meisterschaftsspiel am vergangenen Sonntag nur 14 Spielerinnen im Kader. Und am Donnerstag schrumpft der weiter. So steht Frauke Weller aus privaten Gründen nicht zur Verfügung.

Seriensieger

Die Frauen der TG Hilgen haben den Pokal zuletzt dreimal in Folge gewonnen. Der SV 09/35 Wermelskirchen strebt das nun an. Im vergangenen Jahr hatte die TGH den Kreisligisten SC 08 Radevormwald mit 7:1 bezwungen. Der SV 09/35 hatte sich gegen den Ligakonkurrenten FC Remscheid mit 1:0 nach Verlängerung durchgesetzt.

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