Judo

RTV-Judoteam plant den Großangriff

Auch in der kommenden Bundesliga-Saison soll es beim RTV-Judoteam wieder viel Grund zur Freude geben. Der Kader ist verstärkt worden, und das Ziel ist das Erreichen des Final Four.
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Auch in der kommenden Bundesliga-Saison soll es beim RTV-Judoteam wieder viel Grund zur Freude geben. Der Kader ist verstärkt worden, und das Ziel ist das Erreichen des Final Four.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Der Bundesligist hat 17 neue Athleten verpflichtet und will ins Final Four einziehen.

Das RTV-Judoteam hat seine Lehren aus der ersten Bundesliga-Saison gezogen. Als Aufsteiger war man keinesfalls unzufrieden mit dem soliden Mittelfeldplatz in der Nordgruppe gewesen. Doch künftig will man mehr, hat sich deshalb erheblich verstärkt. 17 neue Athleten haben sich den Remscheidern angeschlossen, nur zwei Kämpfer (Rodel Arnolds, David Ickes) haben den Verein verlassen. Manager Cedric Pick sagt unmissverständlich: „Unser Ziel ist das Erreichen des Final Four.“

Die Endrunde soll es also sein, in welcher die beiden besten Teams aus der Nord- und der Südgruppe am Ende der normalen Runde den Deutschen Meister ermitteln. Zu den besten vier Judoteams Deutschlands zu gehören – das wäre der nächste Schritt auf der Erfolgsleiter, die seit Jahren stetig nach oben führt.

Bevor die Saison am 18. März in eigener Halle mit dem Knaller gegen den amtierenden deutschen Vizemeister JT Hamburg beginnt, haben die Verantwortlichen die Hausaufgaben schon erledigt. Sind bislang Pick und René Endres (Geschäftsführer) vorneweg marschiert, so hat sich auf administrativer Ebene mit Michael Roschedor ein interessanter Mann hinzugesellt.

Er fungiert als Team-Manager, war der Mannschaft bereits in der vergangenen Kampfsaison vor der Auseinandersetzung mit Bottrop vorgestellt worden und bringt sich seitdem ein. „Ich habe mir überlegt, dass ich raus aus der Komfortzone möchte“, sagt der staatlich anerkannte Erzieher, der seit über 15 Jahren bei „Arbeit Remscheid“ als Pädagoge tätig ist und Jugendlichen sowie junge Erwachsenen dabei unterstützt, Ausbildungsstellen zu suchen und sozialpädagogische Hilfestellung anbietet. Roschedor hat lange selbst Sport getrieben, war als Kind Judoka der LTG, später Ringer beim VfB 08/08 Remscheid und hat sich dann dem Mixed Martial Arts (Vollkontakt-Kampfsport) zugewandt.

Michael Roschedor packt als neuer Team-Manager beim RTV-Judoteam kräftig mit an.

Letztgenannter Sport wird seit Jahren beim RTV angeboten. Über ein Übungsleitertreffen entstand der Kontakt zu Cedric Pick. Der Besuch der Heimkämpfe war in der Folge zur Selbstverständlichkeit geworden. Und als Cedric Pick irgendwann einmal in Spanien festsaß und nicht rechtzeitig zum Kampf gegen Spremberg zurück sein konnte, erfolgte die Anfrage bei Roschedor. „Kannst du die Moderation übernehmen?“ Der gebürtige Lenneper konnte, machte seine Sache gut und seriös. Dass dann wenig später das konkrete Angebot kam, das Amt des Team-Managers zu übernehmen, war beinahe die logische Folge.

Seitdem wirbelt Roschedor, findet: „Cedric und ich passen gut zusammen. Wir stellen das Ziel vor die Eitelkeiten.“ Der 49-Jährige hält den Titelgewinn nicht für ausgeschlossen: „Das ist meines Erachtens natürlich möglich, hat aber gewiss viel mit der Verfügbarkeit der Athleten und etwas Kampfglück zu tun.“ Minimalziel sei es, Rang vier im Norden zu erreichen, besser aber ins Final Four einzuziehen.

Um das möglich zu machen, hat er mächtig gewirbelt und ein Team zusammengestellt, welches die „dichteste Ansammlung von Olympia-Kader-Athleten aufweist“. Grundsätzlich ist er von der Arbeit im Judo-Team überzeugt, fühlt sich wohl und sagt: „Wir haben genug engagierte und gute Leute, um die Dinge voranzutreiben. Wir werden das wuppen.“

Der Start gegen Hamburg (18.3.) und beim JC Potsdam (15.4.) wird gleich richtungweisend. Nach diesen beiden Begegnungen mit absoluten Topteams stehen noch folgende Kampftage an: Hertha Walheim (3.6., H), KC Asahi Spremberg (26.8., A), JC 66 Bottrop (23.9., H), SUA Witten (7.10., A). Gut möglich, dass sich erst in Witten entscheidet, ob man ins Final Four einzieht.

17 Neue

Mit 17 zum Teil hochkarätigen Neuverpflichtungen hat man sich bezogen auf die kommenden Aufgaben auf breitere Füße gestellt, kann damit auf Unabkömmlichkeiten Einzelner reagieren. Zum Team gehören nun unter anderem auch der Weltranglisten-Vierte Balabay Aghayev (Aserbaidschan, bis 60 kg) und Igor Wandtke (Olympia-Kader, bis 73 kg.)

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