Judo

RTV ist wieder ganz dick im Geschäft

RTV-Judoka Sam van´t Westende (in Blau) setzte auch am Samstag seine Siegesserie in der Bundesliga fort.
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RTV-Judoka Sam van´t Westende (in Blau) setzte auch am Samstag seine Siegesserie in der Bundesliga fort.
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Judo-Bundesliga: Remscheider siegen klar gegen Spremberg – Einzug ins Final-Four doch noch möglich.

Von Peter Kuhlendahl

Ganz schön verrückt, diese Bundesliga! Da wollte das RTV-Judoteam am Samstagnachmittag in der Sporthalle Neuenkamp „nur“ den Klassenerhalt sichern. Doch nach dem 11:3-Kantersieg gegen den KSC ASAHI Spremberg sind die Remscheider zurück im Kampf um den Einzug in das Final Four. Selbst in der Hand haben sie es allerdings nicht. Sie sind auf Schützenhilfe angewiesen.

Doch der Reihe nach. Aufgrund der personellen Situation war der RTV mit Vorsicht in das Aufeinandertreffen mit den Brandenburgern gegangen. „Ich hoffe auf einen 8:6-Sieg“, sagte zum Beispiel Geschäftsführer René Endres kurz vor Kampfbeginn angespannt. Doch als die ersten vier Duelle absolviert waren und die Gastgeber mit 4:0 in Führung gingen, wich die Skepsis einer ersten Euphorie. Alexander Wieczerzak (-90 kg), Sam van´t Westende (-81 kg), Jasper Lefevere (-66 kg) und Alexander Gabler (-73 kg) hießen die Sieger. Wobei Wieczerzak zum ersten Mal nach seiner Schulterverletzung für den RTV auf der Matte stand. „Ich bin überredet worden“, betonte er mit einem Augenzwinkern.

Für Geschäftsführer René Endres gab es nachträglich zum Geburtstag nicht nur einen Sieg seiner Mannschaft.

Nach der Niederlage von Cedric Thyssen (-100 kg) kam es dann zum Aufeinandertreffen von RTV-Judoka Christos Pintsis und Vache Adamyan in der Klasse bis 60 Kilogramm. Der Ausgang dieses Kampfes brachte bereits die Vorentscheidung. Wegen Faustschlägen des Sprembergers wurde der Kampf nach Videobeweis nicht nur nach 59 Sekunden abgebrochen, sondern Adamyan wegen grober Unsportlichkeit disqualifiziert. Damit war den Remscheidern bereits ein weiterer Punkt sicher. „Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Ich bekam zunächst einen Faustschlag auf die Brust und dann zwei ans Kinn“, berichtete Pintsis. Nachdem dann Sascha Schmitz (-100 kg) mit seinem Sieg auf 6:1 erhöhte, stand zur Halbzeit – der siebte Zähler würde ja kampflos dazukommen – der Klassenerhalt fest.

Allerdings machten das Wieczerzak und van´t Westende mit ihren Siegen dann auf der Matte auch sportlich nach der Pause klar. Gabler und Schmitz gewannen in der Folge auch ihre zweiten Kämpfe. Bas Koffijberg (-66 kg) und Arthur Hass (+100 kg) mussten sich geschlagen geben.

Jetzt wollen wir doch noch das Final Four erreichen.

René Endres, Geschäftsführer

Die große Siegesfeier blieb zwar aus, aber man blickte in sehr zufriedene Gesichter und hörte bereits die eine oder andere Kampfansage. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Heute lief es auch endlich mal für uns“, sagte RTV-Trainer Peter Degen, der damit auch auf die Entscheidungen der Kampfrichter anspielte. „Vielleicht sind wir bisher ein wenig unterschätzt worden. Jetzt wollen wir nach der Sommerpause noch einmal richtig angreifen“, sagte Gabler. Und Endres brachte es dann auf den Punkt: „Jetzt ist unser Ziel, doch noch das Final Four um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen.“

Damit sind wir beim Ausblick für den Rest der Saison. Am 24. September müssen die Remscheider am vorletzten Kampftag beim JC Bottrop im Ruhrgebiet ran. Im Falle eines Erfolges und einer zeitgleichen Niederlage der SU Witten-Annen gegen den aktuellen Tabellenführer aus Hamburg käme es am 1. Oktober in Remscheid zu einem Finale zwischen dem RTV und Annen um den zweiten Tabellenplatz.

Bundesliga Nord, Männer

Remscheider TV - KSC Asahi Spremberg 11:3

1. Hamburger JT 4 39:17 8

2. SU Witten-Annen 5 43:27 8

3. Remscheider TV 5 34:36 5

4. JT Hannover 4 26:30 4

5. JC 66 Bottrop 4 27:29 3

6. UJKC Potsdam 4 26:30 3

7. KSC Asahi Spremberg 4 23:33 2

8. Hertha Walheim 4 20:36 1

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