Tennis

Rot-Weiß stellt die Aushängeschilder

Frank Hemmerling nimmt mit den Herren 65 von Rot-Weiß Ball und Klassenerhalt ins Visier. Foto: Michael Sieber
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Frank Hemmerling nimmt mit den Herren 65 von Rot-Weiß Ball und Klassenerhalt ins Visier.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Analyse: Die Tennissaison unter freiem Himmel startet in diesen Tagen.

Es geht wieder los. Mit Beginn des Wonnemonats Mai startet auch immer die Medensaison der Tennisvereine. Zumindest war dies in der Vergangenheit stets der Fall. Dann wirbelte die Corona-Pandemie aber auch den Tennis-Kalender ordentlich durcheinander und verschob den traditionellen Auftakt um einige Wochen. Doch in diesem Jahr kehrt der alte Rhythmus zurück – auch das ist ein Schritt hin zur Normalität.

Drei Mannschaften der Region bilden diesmal die Aushängeschilder, allesamt gehören sie dem SC Rot-Weiß Remscheid an. Darüber hinaus gehen einige weitere Teams auf Verbandsebene an den Start. Ein Überblick.

Wer tritt in der Regionalliga an, der höchsten deutschen Spielklasse im Seniorenbereich?

Nach einer zweijährigen Pause ist die Freude bei Rot-Weiß groß, dass an der Hägener Straße wieder auf dem höchstmöglichen Niveau im Seniorentennis aufgeschlagen wird. 2020 hatten die Herren 50 auf die coronabedingte Mini-Saison im August verzichtet, 2021 waren es Verletzungsgründe und der relativ kurzfristige Start, die zu einer Absage führten. Doch nun sind es die Herren 55, die nach dem Aufstieg vergangenes Jahr Regionalliga-Tennis in Remscheid möglich machen.

Wie sind die Aussichten?

Aus Sicht der Tennis-Freunde der Region muss man sagen: herausragend. Denn die Liga ist mit zahlreichen Hochkarätern besetzt, die für klasse Sport stehen. Wie die beiden ehemaligen Davis-Cup-Spieler Karsten Braasch (früher Rot-Weiß, jetzt Porz) und Eric Jelen (Rochusclub). Um nur zwei der Top-Spieler zu nennen. „Somit ist für sehenswertes Tennis gesorgt“, findet Udo Zirden, bei den Remscheidern an Nummer eins spielen wird. Gefolgt von zwei Neuzugängen: Eric Mampaey kommt aus Belgien dazu, Peter Lucas an Position drei von Blau-Weiß Elberfeld. Ziel der Rot-Weißen ist der Klassenerhalt, wofür man in einer Liga mit acht Mannschaften drei Teams hinter sich lassen muss. „Das wird schwierig“, sagt Zirden, „aber wir freuen uns auf eine spannende Saison.“ Los geht es am kommenden Samstag (13 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den PFS Düren. „Das wird direkt eine erste Standortbestimmung“, betont der Kapitän.

Eine Klasse tiefer, in der Niederrheinliga, sind zwei Mannschaften vertreten. Was ist von ihnen zu erwarten?

Die Herren 60 von Rot-Weiß blicken der Saison gespannt entgegen. „Für den ganz großen Wurf wird es wahrscheinlich nicht reichen“, sagt Teamsprecher Michael Rohwer. Aber vor allem die beiden Aufsteiger Wickrath und TS Rahm sowie den TC Stadtwald Hilden, gegen den es am Samstag (14 Uhr) zu Hause losgeht, möchte man hinter sich lassen. Gegen Regionalliga-Absteiger Korschenbroich und die ebenfalls stark eingeschätzten Zweitvertretungen von Rochusclub und TuS 84/10 Essen kommt es auch auf die eigene Besetzung an. Froh ist Rohwer, dass der frühere Davis-Cup-Spieler Andreas Maurer „zumindest sporadisch“ weiter dem Team angehört und dass er die Mannschaft mit Jörg Falbe verstärken konnte.

Die Herren 65, die schon an diesem Dienstag (10 Uhr) ebenfalls mit einem Heimspiel gegen die befreundeten Hildener starten, konnten dagegen trotz intensiver Bemühungen keine neuen Spieler dazugewinnen und gehen entsprechend zurückhaltend in die Saison. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, erzählt Teamkapitän Frank Hemmerling. „Und dafür müssen wir uns richtig anstrengen.“ Norbert Wölm fällt wegen eines Muskelbündelrisses komplett aus, Eddie Topham, der im Winter noch für Rot-Weiß gespielt hat, schlägt nun für Regionalligist TC Schwarz-Gelb Hagen auf.

Teile der Damen 30 und Herren 30 von TuRa Pohlhausen Tennis nutzten die optimalen Bedingungen auf Kreta zur Saisonvorbereitung.

Und darunter?

In der 1. Verbandsliga ist Grün-Weiß Lennep vierfach vertreten: Damen 65, Herren 75, Herren 60 und Herren 30. Letztere sind im Sommer 2021 nach vielen Jahren in der Niederrheinliga abgestiegen. „Wir werden auf jeden Fall versuchen, da wieder hochzukommen“, sagt Teamsprecher Dennis Bonna. Verstärkt durch Jan-Christoph Heimerl, der nach Radevormwald gezogen ist, und Christian Geißler (gekommen von Blau-Weiß) blickt man der neuen Spielklasse und einigen unbeschriebenen Gegner-Blättern gespannt entgegen.

Den Klassenerhalt haben sich die Herren 30 von TuRa Pohlhausen Tennis auf die Fahnen geschrieben, die im Vorjahr sensationell Zweiter geworden waren. „Wir werden aber ja immer älter, und neue Teams aus den Herren kommen hoch“, meint Mannschaftsführer Florian Kogel. Außerdem in der 1. Verbandsliga vertreten ist Blau-Weiß Remscheid mit den Damen 60.

Zum Abschluss der Blick in die 2. Verbandsliga. Wer versucht dort sein Glück?

Die Damen 30 aus Pohlhausen zum Beispiel. Und das herausragend vorbereitet. Gemeinsam (zumindest in Teilen) schlugen sie mit den Herren 30 vor wenigen Tagen ein sonniges Trainingslager auf Kreta auf. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Spielerin und Vorsitzende Anika Graf, die sich mit einer Prognose aber schwer tut: „Von fünf Siegen bis fünf Niederlagen ist alles möglich.“ Mit Iris Lisci ist die bisherige Nummer 1 zum Langenfelder TC gewechselt.

Folgende Vereine sind außerdem in der 2. Verbandsliga am Start: BW Remscheid (Damen 40, Herren 65), RW Remscheid (Herren 50), GW Lennep (Herren, Damen), Hastener TV (Damen 40), TuB Bergisch Born (Herren 40), TSV SW Rade (Damen 30), TC GW Burscheid (Herren 30, Herren 55) und TC BR Hückeswagen (Herren 75).

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, welche unbeantwortet geblieben sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? Dem nehmen wir uns an. In der aktuellen Analyse beschäftigen wir uns diesmal mit dem Saisonstart der Tennisvereine.

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