Kampf

Rost will Herzen gegen Sturm erobern

Bei der Boxnacht in der Sporthalle West waren Timo Rost und Ehefrau Laura Katharina im Januar noch als Zuschauer dabei. Jetzt steigt der Wahl-Remscheider bald selbst wieder in den Ring. Foto: Michael Sieber
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Bei der Boxnacht in der Sporthalle West waren Timo Rost und Ehefrau Laura Katharina im Januar noch als Zuschauer dabei. Jetzt steigt der Wahl-Remscheider bald selbst wieder in den Ring.

Remscheider Profi-Boxer bekommt die bislang größte Bühne seiner Karriere geboten.

Von Erdinc Öczan-Schulz

Drei Jahre nach seinem ersten Profi-Boxkampf in der Wuppertaler Unihalle bekommt Timo Rost am 19. Dezember mit dem im Gym des Universum-Boxstalls stattfindenden Kampf in Hamburg gegen Ex-Weltmeister Felix Sturm die wohl bisher größte Bühne seiner Karriere geboten. Das Duell gegen den mittlerweile 41-jährigen ehemaligen Super-Champion des Weltverbandes WBA ist für den 29-Jährigen nicht nur medial, sondern auch sportlich eine große Nummer.

„Felix Sturm ist ein toller Kämpfer gewesen. Nach seinen Erlebnissen der letzten Jahre wird er sich sportlich beweisen wollen. Allerdings sehe ich in dem Kampf nicht nur eine Nebenrolle für mich. Ich nehme die Herausforderung an, weil ich an mich glaube“, sagt der in Remscheid lebende Rost über den Reiz.

Die Seite des zuletzt wegen Steuerproblemen hinter Gittern sitzenden Promi-Boxers hat Rost bewusst ausgesucht. „Wir wollten kein Fallobst haben. Er will wieder um Titel kämpfen. Daher haben wir uns für einen Boxer wie Timo entschieden“, sagt Flavio Oleaga Mirabal, der von einer superschnellen Einigung berichtet. Der Matchmaker des vom legendären Box-Promoter Klaus-Peter Kohl gegründeten Universum-Boxstalls habe klare Vorgaben bei der Gegnerwahl gehabt. Mit neun Siegen und einem Remis passe Rost genau ins Profil.

„Keine 24 Stunden“ habe es gedauert, bis der Vertrag mit Rosts Managerin Eva Dzepina in trockenen Tüchern gewesen sei. „Da Timo und sein Trainer Stefan Freudenreich für die sportlichen Belange zuständig sind und diesem Kampf sofort zugestimmt haben, gab es nicht viel zu überlegen“, sagt Dzepina.

Ursprünglich sollte Rost Ende November bei der neuen Auflage der „Nacht der Löwen“ in Wuppertal mitwirken. Doch das vom Wuppertaler Ex-Weltmeister Werner Kreiskott organisierte Event fiel Corona zum Opfer. „Dadurch war Timo ohnehin in der Vorbereitung“, berichtet Eva Dzepina.

Rost, der im Januar erstmals Vaterfreuden entgegensieht, hat sich mit Läufen an der Remscheider Eschbachtalsperre fitgehalten. Der 2018 wegen seiner Frau Laura aus Düsseldorf in die Röntgenstadt gezogene Kämpfer wohnt gar nicht weit von dem Rundkurs entfernt. Rost hat sich in den vergangenen Wochen komplett auf den Kampf gegen Sturm fokussiert. Dafür verzichtete er bis auf kurze Momente pro Tag auf Handy, Internet, Fernsehen und sonstige Ablenkungen und nutzte neben den bergischen Wäldern das Düsseldorfer Gym und auch Sparringeinheiten im Wuppertaler „Fightclub“.

Der Sieger des auf zehn Runden angesetzten und von Bild+ live gestreamten Kampfes bekommt das Recht, den Gewinner des nur wenige Stunden später stattfindenden WM-Titel-Kampfs zwischen Canelo Alvarez und Callum Smith herauszufordern.

Lesen Sie auch: Timo Rost bleibt auch im elften Profikampf ungeschlagen

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