Boxen

Timo Rost bleibt auch im elften Profikampf ungeschlagen

Timo Rost (r.) traf in Wuppertal auf den Niederländer Gino Kanters. Foto: Moritz Müller
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Timo Rost (r.) traf in Wuppertal auf den Niederländer Gino Kanters.

Mittelgewichtler, der in Remscheid wohnt, stand in Wuppertal im Ring.

Von Günter Hiege

Der erste Boxkampf in Wuppertal nach dem Corona-Shutdown fand jetzt im Fightclub von Werner Kreiskott an der Friedrich-Ebert-Straße statt. Mittelgewichtler Timo Rost, der aus Düsseldorf kommt und in Remscheid wohnt, erreichte gegen den Niederländer Gino Kanters nach acht Runden ein Unentschieden.

Rosts Managerin Eva Dzepina hatte zuvor bei Kreiskott angefragt, ob man bei ihm den Kampf veranstalten dürfe. „Ich hatte für mein Gym bereits ein Hygienekonzept und habe mich dann mit Eva zusammengesetzt, um kurzfristig auch für einen Kampfabend ein solches auszuarbeiten“, berichtet Kreiskott. Mit dem Weltergewichtler Adil El Garmouni konnte ein weiterer Wuppertaler für den Vorkampf gewonnen werden. Und ganz kurzfristig waren sogar 50 Zuschauer erlaubt.

Die sahen einen spannenden und sehr ausgeglichenen Kampf zwischen Rost und dem in der internationalen Boxrec-Rangliste um 30 Plätze besser eingestuften Niederländer, wie Dzepina und Kreiskott unisono betonten. Insofern sei das Unentschieden für Rost in seinem inzwischen elften Profikampf (neun Siege, jetzt zwei Remis) als Erfolg zu werten gewesen. „Er wollte sich mit einem vermeintlich stärkeren Gegner messen“, sagt Dzepina über ihren Schützling, der durch das Remis im Boxrec-Ranking um einige Plätze auf Rang 133 kletterte.

Kampfrichter sorgt ein wenig für Verwirrung

Den Coronaauflagen geschuldet war ein Kuriosum am Ende des Kampfes. Von den drei Kampfrichtern hatten zwei einen unentschiedenen Ausgang und einer einen hauchdünnen Punktsieg für Kanters gesehen, was im Endresultat ein Unentschieden bedeutete. Weil die Punktrichter aus Hygieneschutzbestimmungen sowohl Maske als auch Visier tragen mussten, kam beim Kampfrichter oben aber offenbar nur das letzte Voting an, und so erklärte er Kanters fälschlich zunächst zum Sieger und riss dessen Arm in die Höhe. Dzepina: „Von unten kamen daraufhin sofort die Hinweise, dass das nicht stimme. Die Aufregung kann man sich vorstellen, der Niederländer fand das gar nicht gut.“ Keine solchen Probleme hatte es im Vorkampf gegeben. Den gewann Weltergewichtler El Garmouni, der inzwischen in München lebt, nach Punkten. Für ihn war es der zweite Profikampf gewesen.

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