Die Woche im Sport von Peter Kuhlendahl

Rollhockey beklagt erstes Opfer der Corona-Krise

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In der Rollhockeyszene schlug die Nachricht in dieser Woche ein wie eine Bombe.

Das Herrenteam der ERG Iserlohn zieht sich vom Spielbetrieb in der Bundesliga zurück. Wenn ich mich allerdings an den letzten Auftritt der IGR Remscheid im Sauerland erinnere, kommt die so überraschend dann doch nicht.

Anfang Februar war die ERG nur mit einem Rumpfteam angetreten und kassierte eine deutliche Pleite gegen die IGR. Iserlohns Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier stellte da bereits wegen der personellen Situation die Zukunft des Rollhockeys in Iserlohn infrage.

Dass dann wenige Wochen später die Corona-Pandemie dafür sorgt, dass aus der Zukunft traurige Gegenwart wird, konnte keiner ahnen. In Iserlohn fuhr man viele Jahre mit dem Modell, starke Spieler aus Südeuropa zu verpflichten, sportlich erfolgreich. Mittelständische Unternehmen aus der Region, die der Automobilindustrie nahe stehen, stellten dafür als Sponsoren die finanziellen Mittel zur Verfügung und boten den Spielern auch Arbeitsplätze. Diese Zusagen sind angesichts der wirtschaftlichen Probleme gerade dieser Branche jetzt zurückgenommen worden.

Aus der Not heraus will man im Sauerland nun einen anderen Weg einschlagen. Das volle Engagement ist jetzt auf den eigenen Nachwuchs ausgerichtet, und man hofft, aus dessen Reihen in ein paar Jahren ein Bundesligateam hervorzubringen.

Dies hätten sie besser mal bereits in der Vergangenheit tun sollen. So, wie es die IGR Remscheid gemacht hat. Dass man da zwischendurch auch mal ein paar maue sportliche Jahre erlebt, ist programmiert. In einer Randsportart wie Rollhockey in Deutschland ist das aber die einzige Chance zu überleben.

Die Corona-Krise und die gravierenden Folgen, die daraus entstanden sind, konnte keiner voraussagen. Sie waren aber schließlich nur der Sargnagel für die Iserlohner. Jetzt darf man gespannt sein, mit wie vielen Teams die Bundesliga irgendwann weitergeht.

TOP Das Sportbad am Park bleibt auch in den Ferien geöffnet. Die SG Remscheid kann in den nächsten Wochen durchtrainieren.

FLOP In Wuppertal ist es mal wieder so weit. Der WSV hat Insolvenz angemeldet, die in Eigenregie gemanagt werden soll. So will man den Fußball-Regionalligisten retten.

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