Interview der Woche

Der Röntgenlauf ist und bleibt sein Baby

Ein Bild, das alles sagt: Mit viel organisatorischem Geschick gehört Bernd Fiedler zu den wichtigsten Personen bei der Planung und Gestaltung des Röntgenlaufs. Foto: Holger Battefeld
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Ein Bild, das alles sagt: Mit viel organisatorischem Geschick gehört Bernd Fiedler zu den wichtigsten Personen bei der Planung und Gestaltung des Röntgenlaufs.

Bernd Fiedlers Leben hat sich sehr verändert. Der ehemalige Sportamtsleiter genießt die Altersteilzeit ausgiebig.

Von Andreas Dach

Mal eine nicht alltägliche Einstiegsfrage für ein Interview: Wie geht es Ihnen?

Bernd Fiedler: Wunderbar! Gesundheitlich auf jeden Fall besser als zu Arbeitszeiten. Ich genieße die Freiheit und die Freizeit gleichermaßen. Zuletzt bin ich viel auf dem Fahrrad unterwegs gewesen. Drei- oder Vier-Stunden-Touren – die Zeit hatte ich nicht, als ich noch gearbeitet habe.

Sie sind seit anderthalb Jahren nicht mehr als Sportamtsleiter der Stadt Remscheid tätig, befinden sich gerade in der sogenannten Freistellungsphase der Altersteilzeit. Ist das so richtig ausgedrückt?

Fiedler: Genau, die Altersteilzeit ist auf fünf Jahre angelegt. Am 1. Dezember 2017 geht sie in die normale Pension über. Ich bin dabei, mein Leben in vollen Zügen zu genießen. Man muss sich immer bewusst sein, dass man manche Dinge vielleicht zum letzten Mal machen kann. Das klingt jetzt etwas negativ, ist aber doch so.

Fühlen Sie sich tief innendrin nicht immer noch als Sportamtsleiter?

Fiedler: Das Kapitel ist abgeschlossen. Was nicht bedeutet, dass ich die sportpolitischen Dinge, die in der Stadt passieren, nicht interessiert verfolge. Ich bin halt Sportler durch und durch und versuche, mich auf dem Laufenden zu halten.

Was alleine durch Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten schon gelingen dürfte.

Fiedler: Ich gehöre dem Röntgensportclub an und bringe mich dort in der Organisation unverändert ein. Gerade jetzt wieder – der Röntgenlauf ist und bleibt mein Baby. Zudem habe ich beim Remscheider TV ein Vorstandsamt übernommen, bin dort der Vorsitzende Verwaltung.

Und als wenn das alles nicht genug wäre, gehören Sie auch dem Vorstand des Partnerschaftskomitees Remscheid-Quimper an.

Fiedler: Stimmt, da habe ich gerade erst zwei größere Veranstaltungen organisiert beziehungsweise begleitet.

Organisation scheint eine Ihrer Qualitäten zu sein.

Fiedler: Obwohl sich im Falle des Röntgenlaufs schon etwas verändert hat. Das habe ich gerade am Morgen zu meiner Frau Susanne gesagt. Wenn du täglich ins Büro des Sportamts gehst, bist du noch viel näher dran. Da weißt du, wo du dich noch kümmern und vielleicht nachjustieren musst. In der Detailplanung bist du nicht mehr so drin.

Schauen Sie denn hin und wieder noch im Lüttringhauser Rathaus vorbei?

Fiedler: Wenn ich in der Nähe bin, sage ich den ehemaligen Kollegen natürlich guten Tag und gucke selbstverständlich auch bei Katharina Tomaszek im Röntgenlaufbüro mal rein.

Wie müssen wir uns Ihre Röntgenlauftage am Wochenende vorstellen?

Fiedler: Das geht am Freitag los. Dann werde ich mit Mitstreitern aus dem Orga-Team 50 bis 60 Parkplätze auf dem ehemaligen Lenneper Krankenhausgelände herrichten. Samstags kommt dann eine fünfköpfige Delegation aus Quimper zu meiner Frau und zu mir zum Frühstück. Danach bringen wir die Franzosen zur Jugendherberge nach Wipperfürth, wo sie untergebracht sind. Ja, und sonntags bin ich dann morgens ab 6 Uhr im Clemenshammer, bevor ich später im Ultraziel in Hackenberg die Verantwortung übernehmen werde.

Sie selbst werden wir auf der Laufstrecke nicht erleben?

Fiedler: Dafür habe ich nicht ausreichend trainiert. Ich bin im Frühjahr Marathons in Gelsenkirchen und am Biggesee gelaufen, später den Citylauf. Danach hatte ich Probleme mit der Achillessehne. Deshalb bin ich viel Rad gefahren. Und habe mir Zeit für mein neues Hobby genommen – für das Segeln an der Bever.

ZUR PERSON

BERND FIEDLER Der ehemalige Remscheider Sportamtsleiter – zurzeit in der Freistellungsphase der Altersteilzeit – wurde am 27.4. 1954 in Remscheid geboren. Mit Ehefrau Susanne hat er zwei Töchter – Kirsten und Malyn. Bernd Fiedler gehört zu den wichtigsten Organisatoren des Röntgenlaufs, fiebert der 16. Auflage am Sonntag entgegen. Ursprünglich war er einer der besten Badmintonspieler Remscheids, danach hat er sich dem Laufsport verschrieben.

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