Trainerlegende

„Sir Erich“ Ribbeck sagt zu: Zurück zu den Wurzeln

Bester Stimmung beim Treffen auf dem Golfplatz: Der frühere „Keks-Lehrer“ Erich Ribbeck und Jens Nettekoven (v.l.). Foto: JN
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Bester Stimmung beim Treffen auf dem Golfplatz: Der frühere „Keks-Lehrer“ Erich Ribbeck und Jens Nettekoven (v.l.).
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Ehemaliger Fußball-Bundestrainer will Leibniz-Gymnasium besuchen.

Von Andreas Dach

Remscheid. „Sir Erich“ nannte ihn der Boulevard einst. Später dann „Gentleman“. Das gepflegte Auftreten und die guten Umgangsformen waren für manche Medien ein gefundenes Fressen. Damit konnte Erich Ribbeck stets gut leben. Und tut es, mittlerweile 83-jährig, heute noch. Freilich steht der gebürtige Wuppertaler nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit und kann sein Privatleben genießen. Immer wieder pendelnd zwischen seinem Wohnsitz in Köln-Pulheim und seiner zweiten Heimat, der Kanareninsel Teneriffa.

Da darf sich Jens Nettekoven beinahe glücklich schätzen, dass er für ein Treffen eine Zeit ausgeguckt hatte, zu der sich Ribbeck in Deutschland aufhielt. Die Zusammenkunft des Landtagsabgeordneten und Sportpolitischen Sprechers mit dem einstigen Bundestrainer auf einem Golfplatz in Stommeln (Ortsteil von Pulheim) war nicht rein zufällig zustande gekommen. CDU-Mann Nettekoven möchte Erich Ribbeck nach Remscheid locken. Dorthin, wo der „Sir“ einst als Sportlehrer am Leibniz-Gymnasium gearbeitet hat (1960 bis 1964), bevor seine Trainerkarriere so richtig Fahrt aufnahm.

Fast drei Stunden hockten Ribbeck und Nettekoven zusammen, kamen vom Hölzken aufs Stöcksken. Bis man sich schließlich einig war: Der grau melierte Ribbeck sagte zu, im Sommer kommenden Jahres nach Remscheid zu kommen und das Leibniz-Gymnasium zu besuchen. „Back to the Roots“, wie es der Remscheider freudig formulierte.

Zunächst einmal macht sich der UEFA-Cup-Gewinner von 1988 – er führte damals Bayer Leverkusen zum Triumph –wieder einmal auf den Weg nach Teneriffa, wo er mit seiner Frau überwintert. Nach seiner Rückkehr im Frühjahr beziehungsweise Sommer soll Remscheid ein Thema werden.

„Er hat immer noch den Blick ins Bergische“, sagte Nettekoven begeistert. So habe Erich Ribbeck beispielsweise gewusst, dass das Leibniz-Gymnasium nicht mehr an seiner früheren Stätte an der Brüderstraße sei, sondern mittlerweile in Lüttringhausen. Es wurde geplaudert, geplaudert und geplaudert. Nettekoven: „Ich habe ihn regelrecht ausgequetscht.“

Bevor man sich trennte, gab es für den Besucher einen Ball mit Original-Unterschrift. Den hat der Politiker mit nach Remscheid genommen. Er ist fürs „Leibniz“ gedacht. Nettekoven hat schon einmal mit Schuldirektor Thomas Giebisch Kontakt aufgenommen und ihn wissen lassen: „Nächstes Jahr kommt großer Besuch.“

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