Volleyball

Remscheider Pottperle reist in die Vergangenheit

Bei den Pottperlen des VC Allbau Essen fühlt sich Ferger extrem wohl. Nicht nur, weil es diese Saison so gut läuft. Foto:      VCA/Tom Schulte
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Bei den Pottperlen des VC Allbau Essen fühlt sich Ferger extrem wohl. Nicht nur, weil es diese Saison so gut läuft.
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Beachvolleyballerin Sandra Ferger spielt in der Halle für Zweitligist VC Allbau Essen.

Von Fabian Herzog

Ihre Kernkompetenz liegt im Sand. Als Beachvolleyballerin gehört Sandra Ferger zu den Besten ihres Fachs in Deutschland. Die gebürtige Remscheiderin, die in Wuppertal lebt und beim Caritasverband Wuppertal/Solingen arbeitet, spielt aber auch in der Halle auf hohem Niveau. Beim VC Allbau Essen ist sie Teil der Pottperlen, wie sich der Verein auf der gleichnamigen Homepage nennt, die in der 2. Liga in dieser Saison oben mitmischen und als Tabellenvierter von sieben Spielen sechs gewonnen haben.

Weil die 2. Volleyball-Bundesliga dem Profibereich zugeordnet wird, läuft der Trainings- und Spielbetrieb der Essenerinnen auch im November weiter. So kommt es an diesem Samstag (19.30 Uhr) zum Spitzenspiel bei Tabellenführer Bayer Leverkusen, der alle seine sieben Partien gewonnen und erst zwei Sätze abgegeben hat. „Wir wollen die Klasse halten und hatten einen Platz im Mittelfeld anvisiert“, sagt Ferger zur ursprünglichen Ausgangslage und der ein Stück weit überraschenden Konstellation fürs Wochenende.

Generell freut sich Ferger aber darüber, ihren Sport auch während des Lockdowns ausüben zu können. „Ich bin dankbar und froh, dass wir weiterspielen können“, sagt die Remscheider Pottperle.

Das Spiel am Samstag ist für die 29-Jährige auch eine Reise in die Vergangenheit. In Leverkusen spielte sie als junge Volleyballerin in der 1. Liga, war vom Remscheider TV über Bayer Wuppertal und die SG Langenfeld an den Rhein gekommen. Von dort wechselte sie noch einmal nach Langenfeld, ehe sich Ferger vor sechs Jahren den Essenerinnen anschloss. „Das sind alles Freundinnen von mir“, begründet sie, warum sie die Fahrerei in den nördlichsten Teil der Ruhrmetropole dreimal pro Woche fürs Training und zudem für die Spiele auf sich nimmt.

Ferger gehört sogar schon zu den Routiniers

Mit dem Wechsel zum damaligen Regionalligisten nach Essen wollte es Ferger eigentlich etwas ruhiger angehen lassen. Was folgte, waren aber zwei Aufstiege in Serie, ein Abstieg in die Drittklassigkeit und 2019 die Rückkehr in Liga zwei. „Dieses Jahr läuft es echt gut“, sagt die Remscheiderin, die Stammkraft auf Annahme/Außen ist und zu den Routiniers gehört. „Bei der Hälfte der Mannschaft fängt der Jahrgang mit einer 20 an“, berichtet sie und muss lachen. „Das ist schon gruselig.“

Solche Probleme kennt Ferger aus ihrem Beachteam nicht. Das bildet sie bekanntlich mit der nur um ein Jahr jüngeren Christine Aulenbrock, an deren Seite sie in Kürze mit der Vorbereitung auf die Saison 2021 beginnt. Vorher stehen sich die Teamkolleginnen in der Halle als Gegner gegenüber. Am 21. November empfängt Ferger mit Essen Aulenbrock den VfL Oythe. „Das wird komisch, sie auf der anderen Seite des Netzes zu sehen.“

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