Handball

Remscheider Handballer umkurvt seine Heimatstadt

In Aufderhöhe fühlt sich Luka Sikic pudelwohl. Beim Oberligisten bekommt er viel Vertrauen und zahlt dieses zurück. Foto: Sikic
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In Aufderhöhe fühlt sich Luka Sikic pudelwohl. Beim Oberligisten bekommt er viel Vertrauen und zahlt dieses zurück.
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Luka Sikic ist über den JHC Wermelskirchen und den BHC beim TSV Aufderhöhe gelandet.

Von Fabian Herzog

Mit seiner persönlichen Bilanz kann er zufrieden sein. In seiner zweiten Saison im Seniorenbereich und den bislang vier Spielen für Handball-Oberligist gehörte Luka Sikic stets zur Startformation des TSV Aufderhöhe und erzielte zwölf Treffer. Mit der Punkteausbeute ist der Remscheider freilich alles andere als zufrieden. Wobei er die 1:7-Zähler und den vorletzten Tabellenplatz einzuordnen weiß: „Wir haben schon gegen die Top-Teams BHC 2, Mönchengladbach und Lobberich gespielt. Außerdem brauchen wir noch Zeit, um uns zu finden.“ Den anvisierten Klassenerhalt hält er für absolut machbar: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das packen.“

Sikic hat handballerisch einen interessanten Weg genommen. Obwohl in Remscheid aufgewachsen und dort auch weiter wohnhaft, taucht in seiner Vita kein Verein der Stadt auf. Mit sieben Jahren hat der Deutsch-Kroate beim JHC Wermelskirchen angefangen. Bis zur C-Jugend trainierte er unter anderem beim heutigen Panther-Spielmacher Justus Ueberholz, ehe er sein Glück ab der B-Jugend beim Bergischen HC suchte. „Ich hatte immer den Traum, mal in der Bundesliga zu spielen“, begründet der Halblinke den Schritt in die Nachbarstadt, wo seine Trainer anfangs Michael Stock (früherer TuS-Funktionär) und Christoph Rath (BHC-Jugendkoordinator) hießen.

Auch wegen Heino Kirchhoff geht´s zurück nach Aufderhöhe

Im zweiten B-Jugend-Jahr stoppte ihn ein Kreuzbandriss, in der A-Jugend wechselte Sikic zunächst zum damaligen BHC-Kooperationspartner TSV Aufderhöhe, ehe es für die zweite Saison wieder zurück zum BHC in die Jugend-Bundesliga ging. Für den Übergang in den Seniorenbereich machte er unter anderem ein Probetraining bei der Panther-Zweiten, um nach einem halben Jahr beim BHC III zurück nach Aufderhöhe zu wechseln. Sikic: „Ich kannte Trainer Aki Ktenidis noch aus dem einen A-Jugend-Jahr und hatte von Heino Kirchhoff viel Gutes gehört. Deswegen wollte ich zum TSV, wo ich bislang auch mega zufrieden bin.“

Das liegt vor allem auch am besonderen Vereinsklima. „Der TSV ist wie eine Familie“, findet der Remscheider, der auf einem Wirtschaftsgymnasium sein Abi gemacht und in Wuppertal im ersten Semester Wirtschaftswissenschaften studiert. Dass die typische und von Gästeteams gefürchtete „Bunker“-Atmosphäre in dieser Saison – wegen Corona durfte kein Zuschauer in die enge Halle – bislang ausblieb, ärgert ihn. „Die fehlt uns schon sehr.“

Apropos ärgern. Das war bezüglich seines Bruders Adrian eine seiner Lieblingsbeschäftigungen während des ersten Lockdowns, wie er lächelnd verrät. Der 15-Jährige spielt, derzeit in der B-Jugend von TuSEM Essen, ebenfalls ambitioniert Handball. Und bekommt, quasi als Entschädigung, von seinem älteren Bruder ein Lob: „Er ist der Talentiertere von uns beiden.“

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