Türchen 9

Adventskalender: Remscheider Footballer verfolgt ehrgeizige Ziele

Tommy Le erlebte bei den Paladins ein sehr lehrreiches erstes Seniorenjahr. Foto: Jonathan Braasch
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Tommy Le erlebte bei den Paladins ein sehr lehrreiches erstes Seniorenjahr.
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Neuntes Türchen im Rückennummer-Adventskalender des RGA-Sports mit Tommy Le.

Von Fabian Herzog

Tommy Le Pongsagorn – alleine der Name klingt spannend. Wobei der Footballer der Solingen Paladins direkt korrigiert: „Pongsagorn ist eigentlich mein erster, Tommy mein zweiter und Le der Familienname.“ Frühzeitig hatten sich seine Eltern aber für die eingangs erwähnte Schreibweise entschlossen. „Sie wollten mir das Leben nicht so schwermachen“, sagt der 19-Jährige lächelnd, der in Lennep geboren und im Remscheider Süden aufgewachsen ist.

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Obwohl noch U19-Spieler, gehörte Le in der zurückliegenden Saison dem Zweitliga-Kader der Paladins an und sammelte wertvolle Erfahrungen. „Ich bin zwar fast nur in den Specialteams zum Einsatz gekommen“, erklärt der 1,88 Meter große und 101 Kilogramm schwere Tight End, „aber dieses Jahr war sehr lehrreich für mich.“

Es war der nächste Schritt in seiner Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen sein soll. Doch dazu später mehr. Mit zwölf Jahren kam Le zum Remscheid Amboss. Klassenkameraden der Sophie-Scholl-Gesamtschule hatten ihn auf die Idee gebracht und beinahe ein Stück weit erlöst. „Ich habe vorher Fußball bei TuRa Süd gespielt. Weil das alle gemacht haben. Aber da war ich eigentlich gar kein Fan von“, erzählt er. Beim Football war das anders. Das merkte er sofort, obwohl er zunächst nur bedingt mitmachen konnte. In der U13 wurde Fünf gegen Fünf gespielt. Und weil er mehr als 70 Kilo wog, durfte er den Regeln nach nur Positionen spielen, bei denen nicht mit dem Ball gelaufen wird. Erst ab der U16 konnte Le, wie er es selbst nennt, sich austoben.

In der Amboss-Jugend wurde er zum Quarterback umgeschult, erlebte sein bestes Jahr in der U19 und wurde von den US-amerikanischen Importspielern des Männerteams, allen voran Adam Kelsie, inspiriert. Die wohnten in unmittelbarer Nachbarschaft und erweiterten als Jugendtrainer und bei gemeinsamen Einheiten im Fitnessstudio seinen Horizont. „Durch die Gespräche habe ich realisiert, dass es für mich möglich ist, in den USA auf eine High School oder ein Junior College zu gehen.“

Ab Januar geht´s nach Lissabon, im Sommer dann in die GFL

So wuchs bei Tommy Le der Ehrgeiz, die eigenen Grenzen auszuloten. Deswegen entschloss er sich für den Wechsel nach Solingen, wurde allerdings von Corona übel ausgebremst. „Ich hatte mich in der Zeit schon gehen lassen“, erzählt der Footballer, weshalb der Wiedereinstieg auch nicht ohne Weiteres gelang. Trotzdem sollen die Paladins nur eine Zwischenstation sein. Im Januar wechselt er für ein halbes Jahr zu Lissabon Lions nach Portugal, ab Juli 2022 zu Erstligist Ravensburg Razorbacks, wo er eine Ausbildung zum Elektriker absolvieren wird. Ein Scout hatte ihn über das Internet entdeckt.

Bleibt zu klären, warum er die Nummer 9 trägt. „In der Jugend hatte ich immer die 99. Aber die einstelligen Zahlen sehen ja einfach cooler aus“, findet Tommy Le. Oder besser gesagt: findet Pongsagorn Tommy Le.

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