Tanzen

Tanzlehrerin sorgt sich zunehmend um die Kinder

Ein Bild, welches für sich spricht: Das Tanzen ist die große Leidenschaft der Melina Ferreira Damora. Foto: Thomas Scherner
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Ein Bild, welches für sich spricht: Das Tanzen ist die große Leidenschaft der Melina Ferreira Damora.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Die Remscheiderin Melina Ferreira Damora spricht über die Folgen der Pandemie im (Tanz-)Sport

Remscheid. Tanzen ist ihr Leben. Ihr Elixier. Ihr Antrieb. Darin geht sie auf. Selbst auf der Fläche stehend. Oder diese Leidenschaft als Tanzpädagogin und -lehrerin an Jung und Alt vermittelnd. Seit vielen Jahren tut sie das.

Corona hat (auch) das Leben von Melina Ferreira Damora dramatisch verändert. Nichts geht mehr in einem ihrer sechs Kurse, die sie in den angemieteten Räumen der Tanzschule Dance leitet. Was größte Sorge bei ihr auslöst. „Wir dürfen nicht aufgeben“, sagt die Mutter eines kleinen jungen, welche mit dem Bergisch Borner Fußballtrainer Domenico Cozza in einer Partnerschaft lebt. „Ich wünsche mir für alle, dass wir bald wieder auf die Tanzfläche zurückkehren können. Das gilt natürlich auch für jeden anderen Sport, dass es dort bald wieder losgehen soll.“

Remscheider Tanzlehrerin sorgt sich um schwindende Motivation und Bewegungsmangel der Tanzschüler

Man spürt, wie ernst ihr das Thema ist. Ihre Liebe zur Bewegung und das Vermitteln von Inhalten. Wobei sie deutlich macht: Die stringenten Maßnahmen während der Pandemiebekämpfung werden von ihr akzeptiert und verstanden. Es geht der 33-Jährigen alleine um den Sport. Um das Sensibilisieren für dessen Bedeutung. Ihre größte Angst: „Die Motivation lässt nach, der Mangel an Bewegung nimmt zu, und der Zusammenhalt geht von Tag zu Tag mehr flöten.“

Allesamt Dinge, welche die Alarmglocken bei ihr klingeln lassen. Und gewiss nicht nur bei ihr. Noch nicht einmal die Choreographien, welche sie mit ihren Schülerinnen und Schülern einüben könnte, stehen im Vordergrund. Sondern das Gemeinschaftsgefühl. Das Basteln an einem gemeinsamen Ding. Keinesfalls zufällig gab es im Sommer vergangenen Jahres einen gewaltigen Andrang, als der Tanzsport unter den bekannten Hygienebedingungen wieder eine Zeit lang angeboten werden konnte. „Ob jemand sechs oder 14 Jahre alt war – alle haben sich akribisch an die Maßnahmen gehalten“, hat sie damals erfreut zur Kenntnis genommen.

Die Sorgen und Ängste sollen einfach weggetanzt werden

Später folgten Online-Angebote für ihre Klientel. Eine gute Alternative, aber eben auch nicht dauerhaft das, was sich ein (Tanz-)Sportler wünscht. Weshalb es mittlerweile auch Kündigungen gibt. Ebenfalls kein Einzelfall. „Vielleicht“, überlegt Melina Ferreira Damora, „spreche ich ja anderen Tanzschulen und Vereinen mit meinen Sorgen aus der Seele, und man fühlt sich nicht ganz so alleine mit der Situation.“ Bestimmt ist das so. Shows, Wettkämpfe, gemeinsame Ziele – alles ist erst einmal in weiter Ferne.

Weshalb die Remscheiderin darauf hofft, perspektivisch wenigstens an der frischen Luft Angebote machen zu können. „Wenn das gelänge, würden die Kinder vielleicht durchhalten, bis es wieder richtig losgeht.“ Melina Ferreira Damora hat schon ein Bild vor Augen, und diese strahlen, während sie das sagt: „Vielleicht können wir dann ja alle Sorgen und Ängste, für welche Corona gesorgt hat, wegtanzen.“

Die Motivation lässt nach, der Mangel an Bewegung nimmt zu!

Melina Ferreira Damora, Tänzerin

Ein schöner Gedanke, der perfekt zu einigen Sätzen von ihr passt, welche sie vor einiger Zeit in einem RGA-Interview mal gesagt hat: „Wenn ich auf der Fläche stehe, dann stoppt alles drumherum. Dann kann ich meinen Emotionen freien Lauf lassen.“ Wird Zeit, dass sie dieses Erleben wieder allen Personen vermitteln kann, welche großes Vertrauen zu ihr aufgebaut haben. Vom Kleinkind (los geht es bei 2,5 bis 3 Jahren) bis hin zu den Erwachsenen.

Persönlich

Melina Ferreira Damora ist diplomierte Tanzpädagogin (Studium in Neuss). Sie wurde am 27. Juli 1987 in Wermelskirchen geboren. Sie arbeitet in Teilzeit als Kinderkrankenschwester im Helios in Wuppertal, befindet sich zurzeit aber in Elternzeit. Als Tänzerin hat sie sich auf nationalem und internationalem Parkett bewährt, widmet sich mittlerweile mit großer Begeisterung der Förderung des Nachwuchses:

www.bailes-de-passion.de

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