Fußball

Punkte, Prestige und Pokalerinnerungen

Ferat Sari (SV 09/35, l.) gegen Armen Shavershyan (FCR) – auch diesmal wird das Derby wieder von Zweikämpfen geprägt sein. Foto: Michael Sieber
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Ferat Sari (SV 09/35, l.) gegen Armen Shavershyan (FCR) – auch diesmal wird das Derby wieder von Zweikämpfen geprägt sein.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Der FC Remscheid empfängt in der Landesliga den SV 09/35 Wermelskirchen.

Remscheid. Es fühlt sich ein wenig an, als sei es gestern gewesen. Der SV 09/35 Wermelskirchen gewann Mitte August das Kreispokal-Finale beim FC Remscheid nach Verlängerung mit 1:0. Was war das für ein umkämpftes Spiel im Röntgen-Stadion, in welchem Yannik Wylezol kurz vor Schluss mit einem strammen Schuss für die Entscheidung sorgte. „Wir haben gezeigt, dass wir die Nummer eins im Kreis sind“, sagte der Siegtorschütze damals im Gefühlsrausch.

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen. Was gestern war, das zählt nicht mehr. Wenn beide Fußball-Landesligisten am Sonntag um 15 Uhr erneut im Röntgen-Stadion aufeinandertreffen, beginnt die Partie bei Null. Eine Phrase, gewiss. Aber eben auch zutreffend. Die Karten werden neu gemischt. Diesmal in der Meisterschaft, in welche die bergischen Konkurrenten ordentlich gestartet sind. Wer gewinnt, kann den Blick durchaus nach oben richten. Doch wer gewinnt?

Wir gehen mit ganz anderem Selbstvertrauen ins Spiel!

Marcel Heinemann, FCR-Trainer

Geht es alleine ums Mentale, könnte der FCR die Nase vorne haben. Das 2:0 bei Spitzenreiter Speldorf hat in der Liga für Erstaunen gesorgt. „Dadurch gehen wir mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein ins Spiel“, findet Trainer Marcel Heinemann. Hingegen bezog 09/35 gegen den ESC Rellinghausen seine erste Saisonniederlage. Trainer Sebastian Pichura will das nicht überbewerten: „Ich habe der Mannschaft keinen Vorwurf gemacht. Wir hatten kein Spielglück. Das Ding ist abgehakt.“

Beim FCR steht fest: Man will den oder die Fehler aus dem Pokalspiel nicht wiederholen. Heinemann nennt den möglicherweise wichtigsten: „Wir sind damals viel zu verbissen an die Sache herangegangen.“ Das soll diesmal anders sein. Man will mehr Spaß am Fußball auf den Platz bringen, keine Drucksituation verspüren, nicht verkrampft sein. Damit dies nicht nur Worthülsen sind, hat Heinemann einen Großteil seiner Arbeit in dieser Woche mit psychologischen Anteilen versehen.

Bezogen auf die Aufstellung bewegt man sich beim Gastgeber noch in einem Vakuum. Ahmed Al Khalils Einsatz ist fraglich. Gleiches gilt für das Mitwirken von Malte Lüttenberg und Yutaro Ichimura. Auch sie sind verletzt. Rechnet man noch Tristan Maresch (krank) und Michele Buscemi (konnte wegen Prüfungsvorbereitungen nicht trainieren) hinzu, mag man sich gut vorstellen, dass die Entscheidung über die Aufstellung erst kurzfristig fällt. Positiv: Vincenzo Lorefice ist wieder komplett belastbar.

Bei den Gästen will man die Bedeutung der Partie nicht zu hoch ansiedeln. „In der Liga geht es nur um Punkte“, sagt Trainer Sebastian Pichura. Gleichwohl sei die Vorfreude auf das Prestigeduell groß. „Wir hoffen auf ein Ergebnis wie im Pokal“, formuliert Pichura seinen größten Wunsch. „Bloß diesmal halt nach 90 Minuten.“ Alex Kelm und Sebastian Weber kehren in den Kader zurück, hingegen wird Shogo Aikawa vorerst Spielpraxis mit der Zweiten in der Kreisliga A sammeln.

Marin Postic kehrt am Samstagabend aus dem Urlaub zurück, Furkan Kücüktireli am Sonntagmorgen. Inwiefern Pichura mit den beiden plant, vermag er noch nicht zu sagen. Nico Postic steht wegen seiner Rotsperre nicht zur Verfügung.

Gut zu wissen

Die Verschönerungs- und Renovierungsarbeiten im Röntgen-Stadion gehen voran. Die Stadt hat den Boden im Eingangsbereich einmal abgetragen, ihn begradigt und mit Kies wieder aufgefüllt. „Das freut uns sehr“, sagt der 2. Vorsitzende Thorsten Greuling. Am Sonntag öffnen im Eingangsbereich der Nordkurve zwei (!) Kassen bereits um 13 Uhr. Es gilt beim Einlass ins Stadion die 3G-Regel.

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