Reitsport

Pia Schein hat auf Erfolg gesattelt

Erfolgstrio: Pia Schein wurde mit Dalicanto und Trainerin Paulina Holzknecht Rheinische Meisterin. Foto: Karin Schein
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Erfolgstrio: Pia Schein wurde mit Dalicanto und Trainerin Paulina Holzknecht Rheinische Meisterin.

Remscheider Dressurreiterin ist Rheinische Meisterin.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Remscheid. Derzeit hat Pia Schein viel Grund, gut gelaunt in die Zukunft zu strahlen. Mit ihrem neunjährigen Wallach Dalicanto wurde sie Anfang September in Langenfeld als Rheinische Meisterin der Junioren gekürt. Nach Erst-Platzierungen im August beim Reitsport- Festival ihres eigenen Vereins RV Gut Jagenberg ist das ein nächster Schritt die Erfolgsleiter hinauf.

Die Freude war umso größer, weil es während der Pandemie zwischenzeitlich über lange Zeitstrecken nicht erlaubt war zu trainieren. Dass grundsätzlich keine Turniere stattfinden konnten, war ebenfalls belastend: Sowohl Reiterin als auch insbesondere das Pferd konnten die wertvolle Erfahrung eines solchen Wettbewerbs nicht sammeln und somit die nötige Gelassenheit in besonderen Situationen nicht aufbauen.

Ich profitiere von ihrer Erfahrung und manchen Tipps.

Pia Schein über Paulina Holzknecht

Seit vier Jahren widmet sich die Remscheiderin, die an einer Hildener Schule gerade Kurs auf das Abitur mit Schwerpunkt Wirtschaft nimmt, intensiv dem Reitsport. Vorher sei sie allenfalls mal in den Ferien, zum Beispiel auf einem Bauernhof, geritten. Oder am Strand, erzählt sie schmunzelnd. Durch ihre Freundin Fabienne Rautenbach inspiriert, stieg die 17-Jährige dann aber konsequent und „richtig“ in den Sattel. Zwei bis drei Mal die Woche arbeitet sie auf Dalicanto mit ihrer Trainerin Paulina Holzknecht, die auf dem „Hof am Eifgen“ in Wermelskirchen zur Pferdewirtin ausgebildet wurde, auf den Plätzen am Jagenberg. Diese erfahrene und vielfach mit Medaillen ausgezeichnete Dressur-Expertin an der Seite zu haben, sei ein echter Glücksgriff. Pia Schein: „Ich profitiere sehr von ihrer Erfahrung und so manchen Tipps, die sie für uns hat.“

Ehrgeiz ja, Verbissenheit nein

Wichtig sei zum Beispiel bei allem Erfolgswillen und Ehrgeiz, besser zu werden und sich bei Wettbewerben vorne zu platzieren, nicht verbissen zu werden, sagt sie. „Das Ganze muss Reiter wie Pferd Freude machen, und Rückschläge sollten Respekt verursachen, aber nicht völlig runterziehen“, so Holzknecht, die ihrer Schülerin sowohl Handwerk als auch mentale Stärke weitergeben möchte.

So reitet Schein neben dem Training immer wieder gerne mit Dalicanto aus ins Gelände rund um das schön gelegene Gut an der Burger Landstraße. „Solche Freizeit schweißt uns als Tandem genauso zusammen“, ist sie sich sicher. „Gemeinsam Spaß haben, schafft die nötige Freundschafts- und Vertrauensbasis für gemeinsamen sportlichen Erfolg.“ Das Pferd sei schließlich lebendiger Partner. „Das ist etwas anderes als ein Tennisschläger oder ein Turngerät.“

Die diesjährige Turnier-Saison gehe nun zu Ende, sagt die Rheinische Meisterin, die stets viel von solchen Veranstaltungen mitnimmt, „weil man immer brauchbare Impulse sammelt, manchmal ganz nebenbei“. So seien auch Begegnungen mit Berufsreitern und -reiterinnen spannend. „Da ist vieles anders als bei uns Amateuren, und dennoch verbindet uns viel“, hält die Reiterin fest, deren Familie sich bei der Jagenberg-Festival-Premiere stark eingebracht hatte.

RV Gut Jagenberg

Das eigene Solinger Reitsport-Festival Mitte August war durchweg von positiver Resonanz begleitet. So will das Organisationsteam für die zweite Auflage vom 25. bis 28. August 2022 auch nur an wenigen Schrauben drehen. Umfang und Grundkonzeption wie freier Eintritt bleiben erhalten.

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