Handball

Phrasenschwein wird ordentlich gefüllt

Der Remscheider Phillip Rath erzielte am Samstagabend beim Sieg gegen Dinslaken fünf blitzsaubere Treffer vom Kreis. Foto: Michael Sieber
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Der Remscheider Phillip Rath erzielte am Samstagabend beim Sieg gegen Dinslaken fünf blitzsaubere Treffer vom Kreis.
  • Peter Kuhlendahl
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Regionalliga: HG Remscheid bezwingt Dinslaken zum Saisonauftakt in eigener Halle mit 27:25.

Remscheid. Wer am Samstagabend nach dem Abpfiff der Regionalligapartie der HG Remscheid durch die Halle Neuenkamp mit einem Phrasenschwein unter dem Arm gelaufen wäre, hätte ordentlich Kohle gemacht. Nach dem 27:25 (15:12)-Sieg gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken hörte man überall diesen Satz: „Das war ein typisches Auftaktspiel zum Saisonstart.“ Allerdings gab es im Trikot der HGR auch einen, dem dies trotz des Erfolges gar nicht in den Kram passte: „Ich frage mich schon, warum das so ist und warum wir nicht viel eher alles klar gemacht haben“, merkte Remscheids Torhüter Linus Mathes an, der darauf so schnell auch keine Antwort fand.

Ein wenig angefressen kurz nach der Schlusssirene war zudem Remscheids Coach Alexander Zapf: „In der ersten Viertelstunde war Dinslaken überhaupt nicht auf der Platte. Da hätten wir uns schon so weit absetzen müssen, dass es am Ende gar nicht mehr so eng werden musste.“ Derweil merkte HGR-Co-Trainer Jörg Müller sarkastisch an: „Da es schon nicht schön war, haben wir es wenigstens spannend gemacht.“

Obwohl es vor der Pause eine Partie mit Licht und Schatten war, gingen die Remscheider zumindest mit drei Toren Vorsprung in die Halbzeit. Der war nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel aber bereits aufgebraucht: Die Gäste glichen zum 15:15 aus. Nachdem es dann zunächst ausgeglichen weiterging, setzten sich die Hausherren nach 40 Minuten wieder langsam ab.

13 Treffer des Dinslakeners Philipp Tuda reichen nicht

Als Remscheids Spielmacher Felix Handschke dann nach 46 Minuten beim 22:19-Zwischenstand zum Siebenmeter antrat, dachten viele auf der gut gefüllten Tribüne, dass man sich nun langsam, aber sicher auf eine entspannte Schlussphase einrichten könnte. Doch Handschke, der zuvor drei Siebenmeter verwandelt hatte, scheiterte.

Drei Minuten später glichen die Gäste schließlich zum 23:23 aus. Verantwortlich dafür war alleine MTV-Spieler Philipp Tuda, der insgesamt acht Siebenmeter traumhaft sicher verwandelte. Zwei davon in dieser Phase. Und dazwischen traf der Dinslakener, der am Samstagabend insgesamt 13 Tore erzielte, auch noch aus dem Rückraum.

Doch sein starker Auftritt reichte den Gästen nicht, um Zählbares mitzunehmen. In der Schlussphase trat der Remscheider Philipp Hinkelmann, der sich bis dahin vornehm zurückgehalten hatte, ins Rampenlicht. Mit prima Einzelleistungen stellte er auf 23:22 (52.) und auf 24:23 (53.). Stark dann auch der Treffer von Achim Jansen, der in der 55. Minute zum 25:23 traf. Da der Rechtsaußen wenig später von der gleichen Stelle den Ball völlig verzog, blieben die Gäste aber weiter im Rennen. Erst als sie sich in den Schlussminuten durch gleich zwei Zeitstrafen dezimierten, brachten die Remscheider den Sieg schließlich ins Ziel.

„Ein Auftaktspiel läuft oft nun mal eben so“, merkte Achim Jansen an und fütterte damit genauso ordentlich weiter das Phrasenschwein wie HGR-Kreisläufer Dominic Luciano, der zudem ergänzte: „Wichtig ist, dass man solche Spiele am Ende einfach gewinnt.“

Gut zu wissen

HGR-Tore: Heimansfeld, Rath (je 5), Handschke (5/3), Hermann (4), Hinkelmann (3), Hertz, Jansen (je 2), Pütz (1).

Spielfilm: 2:2 (4.), 10:5 (20.), 14:10 (27.), 15:12 (Halbzeit), 17:17 (39.). 22:18 (45.), 22:22 (49.), 26:24 (57.), 27:25 (Endstand).

So geht es weiter: OSC Rheinhausen – HG Remscheid (Sonntag, 26. September, 16 Uhr).

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