Football

Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an

Da bin ich wieder! Patrick Poetsch, hier noch im Trikot der Solingen Paladins, kehrt aufs Footballfeld zurück. Foto: up
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Da bin ich wieder! Patrick Poetsch, hier noch im Trikot der Solingen Paladins, kehrt aufs Footballfeld zurück.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Remscheider Footballer will in der neuen Europa-Liga zeigen, was er (noch) kann

Remscheid. Footballhelm und Schuhe hingen schon am Nagel. Schweren Herzens, aber doch überzeugt, hatte sich Patrick Poetsch vor etwas mehr als einem Jahr dazu entschlossen, seine aktive Karriere zu beenden und sich als Trainer zu versuchen. Doch jetzt will es der Remscheider noch einmal wissen. Und wie! Der 31-Jährige strebt ein Comeback an und hat sich dafür eine spektakuläre Bühne gesucht: die neue European League of Football (ELF). Dort will sich Poetsch im Trikot der Cologne Centurions, mit denen er an diesem Wochenende in die Saisonvorbereitung einsteigt, noch einmal beweisen.

Gründe für Poetschs überraschendes Comeback gibt es einige. Der vielleicht schönste hat seinen Ursprung vor langer Zeit. Rund um die Jahrtausendwende existierte die NFL Europe, ein Ableger der US-amerikanischen Profiliga, in der auch einige deutsche Vereine spielten. Bei einem Duell der Cologne Centurions gegen Düsseldorf Rhein Fire war Poetsch als Jugendlicher mit seiner Mutter unter den Zuschauern. „Ich habe ihr damals gesagt: Für die spiele ich auch mal.“ Dass es nun tatsächlich – ob die bei vielen umstrittene Liga wie geplant im Juni starten kann, hängt auch von der Corona-Entwicklung ab – so kommen könnte, hätte sich Poetsch allerdings selbst nicht erträumen lassen.

Heimspiele im Südstadion oder sogar im Rhein-Energie-Stadion

Als Ende 2019 sein Engagement bei den Dortmund Giants, wo er die U19 als Headcoach übernommen hatte, wegen unterschiedlicher Ansichten zwischen ihm und den Verantwortlichen schon wieder endete, reifte in Poetsch der Gedanke, es noch einmal als Spieler versuchen zu wollen. Endlich mal frei von Blessuren, begann er zu trainieren und nahm Kontakt zunächst zu Shuan Fatah auf, den er noch aus seiner Zeit in Österreich kennt und als Headcoach der German Knights (Hannover) an der ELF teilnehmen sollte. Doch diese lösten sich kurze Zeit später auf.

So landete Poetsch bei den Centurions, deren Strippenzieher David Drane sein Runningback-Coach in der Nationalmannschaft war. Im Kölner Team, das in der Ostkampfbahn trainieren soll und sowohl im Südstadion als auch im großen Rhein-Energie-Stadion spielen könnte, wird der Remscheider als Fullback eher die zweite Geige spielen. „Ich muss im Spiel jetzt nicht mehr 30 Mal den Ball bekommen“, sagt er selbst. Klare Nummer eins auf seiner Position wird Chris Ezeala, der bei den Baltimore Ravens vor Kurzem noch Erfahrung in der NFL gesammelt hat.

Aber Poetsch, der in Baisiepen lebt und im Außendienst der Düsseldorfer Firma JSP Safety arbeitet, will da sein, wenn er gebraucht wird. Dafür schuftet er seit vier Monaten Tag für Tag. Oft trainiert er mit Danny Farley, seinem früheren Teamkollegen bei den Solingen Paladins, der gleichzeitig Fitness-Coach ist. „Ich werde immer fitter“, sagt Poetsch, dem alles zuzutrauen ist.

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