Handball

Panther kehren in der 3. Liga in die Erfolgsspur zurück

Augen zu und durch? Nein, Justus Ueberholz bewahrte den Durchblick. Auch zur Freude von Sven Jesussek (l.) und Jens Reinarz (r.). Foto: Doro Siewert
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Augen zu und durch? Nein, Justus Ueberholz bewahrte den Durchblick. Auch zur Freude von Sven Jesussek (l.) und Jens Reinarz (r.).
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Auch die Zweite gewinnt in der Verbandsliga.

Remscheid. Lachende Gesichter? Spieler, Trainer und Offizielle, die sich glücklich in den Armen liegen? Hatte man bei den Bergischen Panthern einige Wochen nicht erlebt. Umso mehr genoss man beim Handball-Drittligisten mit dem 33:26 (13:14) gegen die SG Menden Sauerland Wölfe die Rückkehr in die Erfolgsspur. Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Middendorf entschied sich für die Zeichensprache, malte mit seinen Fingern irgendwelche Gebilde in der Luft. Um dann schließlich zu erklären: „So groß ist der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist.“ Ähnlich klang es aus dem Mund von Trainer Marcel Mutz: „Das ist für alle eine Erleichterung.“

Ja, es war viel Dampf auf dem Kessel bei den Panthern. Drei Niederlagen in Folge sind selten gleichbedeutend mit einem Stimmungshoch. Umso imposanter war es, wie sich die Heimmannschaft im tierischen Duell mit den Wölfen in der zweiten Hälfte selbst aus dem Sumpf zog. Mit den Tugenden, für welche die Mannschaft steht. Mit Kampf. Mit Zusammenhalt. Mit Freude.

Ich habe die Jungs gefragt, ob sie nach Stralsund und Flensburg wollen!

Hans-Jürgen Middendorf, Panther-Vorstand

Vieles hatte anfangs darauf hingedeutet, dass die Talfahrt weitergeht. Aus einer 6:5-Führung wurde ein 6:10. Einher ging diese Schwächephase mit dem Ausscheiden von Henrik Heider. Der Halbrechte hatte einen Schlag vor den Kehlkopf bekommen, kam nicht mehr zum Einsatz und sagte später: „Mir war die ganze Zeit übel.“

So, wie er vom Feld taumelte, so taumelten die Panther auch durch die nächsten Minuten. Um sich irgendwann aber wieder zu finden und bis zur Pause zurück im Geschäft zu sein. Danach dann hatten die Gäste keine Chance mehr. Plötzlich wirbelte ein Jens Reinarz in Abwesenheit des erkrankten Max Weiß (starke Erkältung) am Kreis, als habe er nie auf einer anderen Position gespielt. Justus Ueberholz zog das Tempo an, traf fast nach Belieben. Und die Torhüter (erst Robin Eigenbrod, später Max Conzen) zeigten ihre beste Leistung seit langem.

Die Zweite beschert dem neuen Trainer einen erfolgreichen Start

Kurz: Es war ein Team, das da auf dem Feld stand. Jeder machte für den anderen einen Schritt mit, jede positive Aktion wurde fast euphorisch gefeiert. Ein Anfang ist gemacht. Mehr nicht. Aber darauf lässt sich aufbauen. Wie sagte es Jens Reinarz: „Solch eine schwächere Phase hat jeder mal in der Saison. Nur hat sie bei uns sehr lange gedauert.“ Vielleicht folgt ja jetzt eine noch längere erfreuliche. Hans-Jürgen Middendorf mit Blick auf die drohende Abstiegsrunde: „Ich habe die Jungs gefragt, ob sie Bock auf Fahrten bis nach Stralsund und Flensburg haben.“ Die Antwort gab es auf dem Feld.

Beinahe zeitgleich glückte für Erwin Reinacher der Einstand als Trainer der 2. Mannschaft in der Verbandsliga. Zumindest ergebnistechnisch. Die Bergischen Panther II siegten bei der HSG Mülheim/Styrum mit 31:26 (15:14), taten sich beim Schlusslicht aber über weite Strecken schwerer als erwartet. „Es war eine zähe Angelegenheit“, sagte Reinacher. Und gab zu, in der Pause lauter geworden zu sein, als er dies ursprünglich vorgehabt hatte. Dass ein gutes Pferd nur so hoch springt, wie es muss, greift möglicherweise als Erklärungsansatz. Am höchsten sprang man neun Minuten vor Schluss, als der Vorsprung auf sechs Tore ausgebaut wurde. In den nächsten Wochen wird es höher hinausgehen müssen – für die Panther II stehen Spitzenspiele an.

Tore

Für die Panther trafen gegen Menden: Ueberholz (7), Schlösser (7/1), Reinarz (7/2), Görgen (5), Padeken (3), Wolter (2), Schütte, Jesussek (je 1).

Für die Panther II bei der HSG Mülheim/Styrum erfolgreich waren: Kreckler (9/4), Schmitz (6), Napiwotzki (5), Funccius (4), Radermacher (2), Lorenz, Alof, Vornehm, Schneider, Rechlin (je 1).

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