Handball

Panther kassieren eine bittere Pleite

David Ferne trägt nun das Trikot der Bergischen Panther. Foto: fl
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David Ferne trägt nun das Trikot der Bergischen Panther.
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3. Liga am Freitagabend.

Von Peter Kuhlendahl

Remscheid. Mitte Dezember standen sie noch gemeinsam im Team des Leichlinger TV beim 26:26-Remis in Menden. Am Freitagabend waren Torhüter David Ferne, den die Bergischen Panther am Morgen als Neuzugang bekanntgegeben hatten, sowie Alexander Kübler und Valdas Novickis, die sich nach dem Aus des LTV der HSG Krefeld Niederrhein angeschlossen hatten, Gegner. Gegen 21.30 Uhr konnte das neue Duo der HSG nach dem 28:27 (15:14)-Sieg aber einzig jubeln.

„Das war bitter. Aber die Jungs haben alles gegeben“, betonte Panther-Trainer Marcel Mutz, der sich insbesondere vor der Pause über manche sehr fragwürdige Schiedsrichterentscheidung ärgerte. Dennoch ließen sich die Panther nicht abschütteln. Die Partie war völlig ausgeglichen.

Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gäste zum ersten Mal auf drei Tore ab (21:18, 39.). Doch die Panther drehten den Spieß um, und Max Weiß gelang nach 45 Minuten die 23:22-Führung. Großen Anteil daran hatte aber auch Panther-Keeper Max Conzen, der bis auf einen Siebenmeter komplett durchspielte. Am Ende hatte der Spitzenreiter aber einfach das Glück auf seiner Seite und feierte einen schmeichelhaften Sieg.

Der 27-jährige Ferne, der vor seiner Zeit in Leichlingen auch schon in Hagen und Ratingen im Einsatz war und als dritter Keeper des Bergischen HC zudem Bundesligaluft schnuppern konnte, hat zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende bei den Panthern unterschrieben. „Angesichts der Coronasituation müsste man jede Position aktuell vier Mal besetzten“, betonte Panther-Manager Frank Lorenzet.

Tore: Schlösser (9/4), Reinarz, Weiß, Wolter (je 4), Görgen, Jesussek (je 3).

Einwurf von Peter Kuhlendahl: Ansetzung völlig daneben

peter.kuhlendahl @rga.de

Ob es daran lag, dass sie den halben Freitag auf der Autobahn verbracht haben? Das Unparteiischengespann, das am Freitagabend in der 3. Liga die Partie der Bergischen Panther gegen die HSG Krefeld leitete, lag bei vielen Entscheidungen ordentlich daneben. Doch Spaß beiseite. Einen schlechten Tag muss man auch den beiden jungen Schiedsrichtern zugestehen. Was indes völlig daneben ist, ist der Ansetzungsmodus des Deutschen Handballbundes in der 3. Liga. Fast 400 Kilometer Anreise aus Baden-Württemberg hatte das Duo, das aus Pforzheim nördlich von Stuttgart stammt, hinter sich bringen müssen. Da fragt man sich allen ernstes, ob das nicht auch anders geht. Warum werden nicht Unparteiische mit der entsprechenden Lizenz aus der Nähe angesetzt? Gerade in Zeiten der Pandemie, die in die Kassen aller Vereine tiefe Löcher gerissen haben. Für die Gastgeber war der Abend alleine schon wegen der Kosten für das Gespann ein dickes Zuschussgeschäft. Einige Hundert Euro muss der Verein an Auslagen und Spesen dafür auf den Tisch legen. Darüber kann man nur den Kopf schütteln.

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