Handball

Leander Altena vergisst nicht, wo alles begonnen hat

Voller Stolz trägt Leander Altena das Trikot des BHC, mit dem er in den nächsten Tagen und Wochen noch große Ziele hat. Dabei vergisst er nicht, wo seine Anfänge sind. Foto: BHC
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Voller Stolz trägt Leander Altena das Trikot des BHC, mit dem er in den nächsten Tagen und Wochen noch große Ziele hat. Dabei vergisst er nicht, wo seine Anfänge sind.
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Dem Remscheider Leander Altena steht eine hoffnungsvolle Laufbahn als Handballer bevor.

Von Andreas Dach

Nur noch eine gute Woche, dann steht in Deinem noch jungen Leben ein weiterer sportlicher Höhepunkt an.
Leander Altena: Ja, dann kommt es mit der BI des Bergischen HC zum ersten Achtelfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft. Wir treffen am 23. April in der Klingenhalle auf den SC DHfK Leipzig, am 30. April oder am 1. Mai steht dann das Rückspiel an.
Rechnest Du Dir Einsatzchancen aus? Du hast mit der BII in der Oberliga den Titel geholt, die BI hat in der Regionalliga einen Durchmarsch hingelegt. Das ist noch einmal ein anderes Kaliber.
Altena: Ich kann mir schon vorstellen, dass ich Spielanteile bekomme, weil ich der einzige Linkshänder im rechten Rückraum beim BHC bin. Mal sehen.
Auf jeden Fall eine beachtliche handballerische Entwicklung, die Du nimmst. Und die bei der HGR ihren Ursprung hat.
Altena: Dort habe ich mit fünf Jahren mit dem Handballspielen begonnen und hatte ein großes Vorbild.
Michael Heimansfeld aus der 1. Mannschaft der HG Remscheid . . .
Altena: Genau. Zu ihm habe ich aufgeschaut, fand ihn sehr cool. Ich besitze drei Trikots von ihm, eins sogar mit Unterschrift.
Inzwischen schaut er zu Dir auf?
Altena: Nein, nein, er ist nach wie vor ein Spieler, den ich sehr schätze und mag. Aber leider habe ich nicht mehr so viele Möglichkeiten, mir seine Spiele anzuschauen. Aber wir schreiben uns öfter mal.
Bei der HGR hat für Dich alles begonnen, hat sich dann beim HSV Gräfrath fortgesetzt, ehe Du als 13-Jähriger beim BHC gelandet bis. Für wen schlägt Dein Herz am meisten?
Altena: Ich weiß schon, wo ich herkomme und hege deshalb selbstverständlich Sympathien für die HGR. Aber mittlerweile spiele ich seit drei Jahren für den BHC und besuche die Friedrich-Albert-Lange-Schule in Solingen. Da ist doch klar, dass mir auch der BHC sehr ans Herz gewachsen ist.
Eine Gesamtschule, bei welcher der Sport viel Raum einnimmt und eine große Bedeutung hat.
Altena: Durch den Wechsel dorthin ist für mich zum viermaligen Training pro Woche im Verein mit der B-Jugend und einmal im HVN-Kader in Solingen oder Essen noch dienstags und donnerstags ein Frühtraining in der Schule dazugekommen. Zu den Trainern gehört dann Markus Pütz, der ja nicht nur als Bundesliga-Co-Trainer des BHC bekannt ist, sondern auch als langjähriger Remscheider.
Auch mit der FALS gibt es gerade Erfolge, die gefeiert werden.
Altena: Zwei Jungs- und ein Mädchenteam haben sich für die Deutschen Meisterschaften der Schulen qualifiziert. Sie werden Anfang Mai in Berlin stattfinden.
Du bist kürzlich auch bei der DHB-Sichtung dabei gewesen.
Altena: Das war cool, aber ich habe den Sprung nicht geschafft.
Wie würdest Du Dich und Deine handballerischen Qualitäten selbst beschreiben? Was bist Du für ein Typ?
Altena: Ich bin schnell, setze auf spielerische Elemente. Und Tore werfe ich auch. In der Oberliga bin ich mit der BII auf 122 Treffer in zwölf Spielen gekommen. Damit war ich in der Liga am erfolgreichsten.
Gibt es Vorbilder auf Deiner Position?
Altena: Den Magdeburger Omar Ingi Magnusson. Er ist für einen Rückraumspieler auch nicht so groß. Man sieht ihm nie an, dass er irgendwie aufgeregt ist. Er macht einfach sein Ding.
Du hast eine positiv handballverrückte Familie. Alter Hastener Handball-Adel sozusagen. Wie wichtig ist sie für Dich, um Deine sportliche Laufbahn voranzutreiben?
Altena: Sehr. Ohne sie würde das alles nicht gehen. Und damit meine ich nicht alleine den Fahrdienst, den sie leistet. Sie ist immer dabei. Meine Eltern, Oma, Opa, Halbbruder – sie alle sind immer für mich da und wichtige Ratgeber. Nicht zu vergessen meine Freundin Maja aus Solingen-Schaberg.
In drei Jahren willst Du Dein Abitur machen? Hast Du schon eine Idee, wie es dann weitergeht?
Altena: Ehrlich gesagt nicht. Ich konzentriere mich weiter auf die Schule und den Sport, und dann werden wir mal sehen, wie sich alles entwickelt. Jetzt war und ist da erst einmal der Deutschland-Cup mit dem 2005er-Jahrgang des HVN in Berlin bis zu diesem Donnerstag, und dann kommen die Achtelfinals mit dem BHC. Im Sommer steht dann der Wechsel zur BI an. Vielleicht komme ich auch ab und zu mal in der A-Jugend-Bundesliga zum Einsatz. Einmal hatte ich dieses Erlebnis schon. Da durfte ich in Gelnhausen ein paar Minuten als Rechtsaußen mitwirken. Wir haben leider mit zwei Toren verloren.

Persönlich

Leander Altena wurde am 1. Februar 2006 in Remscheid geboren. Er lebt mit seinen Eltern Harry und Birgit am Hasten und hat einen Halbbruder (Maximilian). Mit dem Handballspielen hat er im Alter von fünf Jahren begonnen, damals bei der HGR, wo sein Vater sein Trainer war. Über den HSV Gräfrath (Trainer war sein Halbbruder) ging es zum Bergischen HC, wo der Linkshänder in der B-Jugend eine sehr positive Entwicklung nimmt. Keinesfalls zufällig hat er es schon bis in den Kader des HVN geschafft.

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