Handball

Remscheid kann endlich eingreifen

Auf solche spektakulären Szenen wie hier mit HGR-Spieler Kaan Taymaz können sich die Besucher des Regionalligaspiels der Remscheider am Freitagabend in der Halle Neuenkamp freuen.
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Auf solche spektakulären Szenen wie hier mit HGR-Spieler Kaan Taymaz können sich die Besucher des Regionalligaspiels der Remscheider am Freitagabend in der Halle Neuenkamp freuen.
  • Peter Kuhlendahl
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Handball: Drittligist Panther reist nach Ostwestfalen – Regionalligist HGR gegen Korschenbroich.

3. Liga: TuS N-Lübbecke II – Bergische Panther (So., 17 Uhr). Bei Zweitvertretungen von Erst- oder Zweiligisten anzutreten ist immer undankbar. Weil man nie weiß, wer alles aus der Bundesliga zum Einsatz kommt. Beim Gegner der Panther, der eigentlich unter dem Namen LIT 1912 II aufläuft, ist die Gemengelage noch komplizierter. „Das ist im Grunde eine eigenständige Mannschaft“, sagt Panther-Trainer Marcel Mutz.

Warum das so ist, lässt sich alleine schon an den Neuzugängen der Westfalen erkennen. Vom Bundesliga-Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen ist der 31-jährige Rückraumspieler Sören Südmeier gekommen. Rückraumspieler Florian Freitag hat Erfahrung in der 1. Liga in Minden gesammelt und ist zuletzt aus Studiengründen kürzer getreten. Bundesligaluft geschnuppert hat auch Keeper Joonas Klama, der vom Bergischen HC nach Ostwestfalen gewechselt ist. Von Eintracht Hildesheim ist Abwehrspezialist Marko Bagaric gekommen. Der Ex-Nationalspieler Kroatiens und Katars fehlte allerdings wegen einer Rippenverletzung bei der Auftaktniederlage (27:30) beim Aufsteiger TV Aldekerk.

Aber auch diese Tatsache macht die Aufgabe für die Panther nicht einfacher, die am vergangenen Wochenende mit der 25:29-Niederlage gegen Opladen gestartet sind. „Die war unter dem Strich verdient und ist aufgearbeitet worden“, erklärt Mutz, der diese allerdings nicht alleine auf die angespannte personelle Situation zurückführt. „Wir haben in Überzahlsituationen einfach zu viele Chancen nicht genutzt.“

Dies muss beim Auftritt in Nordhemmern, dort ist die Heimstätte des Gegners, besser werden. Allerdings müssen die Panther mit dem gleichen Personal wie am Sonntag ran. Einziger Lichtblick: Simon Wolter, Justus Ueberholz und Bjarne Steinhaus haben ihren großen Trainingsrückstand in dieser Woche ein wenig aufholen können. An die Einsätze von Max Weiß, Henrik Heider und Lukas Elverfeld ist weiter nicht zu denken. „Aber zwei Punkte wollen wir dennoch mitnehmen“, betont der Coach.

Regionalliga: HG Remscheid – TV Korschenbroich (Fr., 19.30 Uhr, Neuenkamp). Endlich kann auch die am vergangenen Wochenende spielfreie HGR ins Geschehen eingreifen. Dazu kommt an diesem Freitagabend ein attraktiver Gegner, der zwar eines der Schwergewichte der Liga ist, den Remscheidern aber durchaus liegt. Dass im Lager der HGR jetzt dennoch keiner große Freudensprünge aufführen dürfte, hat weiter einen triftigen Grund: die personellen Probleme.

„Vor einer Woche hatte ich mit Gastspielern rund 16 Jungs im Training“, berichtet HGR-Coach Alexander Zapf, der nach einem tiefen Seufzer aber erklärt: „In dieser Woche sah es wieder ganz anders aus.“ Neben Erkrankten und Verletzten fehlte Kaan Taymaz aus beruflichen Gründen, der allerdings gegen Korschenbroich dabei ist.

Anders als Pascal Hermann, Dominik Hertz, Ole Grewe und wohl Sebastian Schön. Hermann, der an einem Gelenkverschleiß (Arthrose) am Zeh laboriert, droht eine lange Pause oder im schlimmsten Fall gar das Ende der sportlichen Karriere. Zapf: „Da ist leider alles möglich. Er könnte aber auch auf die Zähne beißen und spielen.“ Ausgeschlossen ist das bei Herz, der sich mit Corona infiziert hat, und Grewe, der nach seiner Muskelverletzung zu keinen Sprints ansetzen kann. Schön ist nach seinen Knieverletzungen wieder im Training, aber nur eine Notfalloption.

Korschenbroich hat nach seiner Auftaktniederlage im Spitzenspiel gegen Ratingen (24:25) schon ordentlich Druck. „Die wollen ganz oben mitspielen und haben ihr an sich schon gutes Team noch einmal verstärkt“, erklärt Zapf, der zwei Dinge anführt, die zum Erfolg führen könnten. Keeper Linus Mathes muss einen Sahnetag erwischen, und wer auch immer auf der Platte stünde, müsse alles geben.

Freitagabend

Der eigentliche Heimspieltermin der HGR ist der Samstag. Doch diese Woche hätte die Sporthalle Neuenkamp erst am frühen Abend zur Verfügung gestanden. Aus diesem Grund findet die Partie der Remscheider gegen Korschenbroich bereits am Freitag statt.

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