Judo

Schöne Gesten runden Auftritte bei den Titelkämpfen ab

Großartige Repräsentanten des JC Wermelskirchen bei den Westdeutschen Meisterschaften im Judo in Lippstadt: Trainerin Katrin Seide war zurecht stolz. Foto: KS
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Großartige Repräsentanten des JC Wermelskirchen bei den Westdeutschen Meisterschaften im Judo in Lippstadt: Trainerin Katrin Seide war zurecht stolz.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Der JC Wermelskirchen hinterlässt seine Spuren in Leipzig und Lippstadt.

Besondere Ereignisse erfordern manchmal besondere Maßnahmen. Wie im Falle des Judoclubs Wermelskirchen, der mit seinen Aktiven am Wochenende im Großeinsatz war. Trainer Kaweh Scheida reiste mit zwei Athleten zur Deutschen Einzelmeisterschaft nach Leipzig, Katrin Seide übernahm die Betreuung der U15 bei den Westdeutschen Meisterschaften in Lippstadt.

Luke Cabecana ging in der Gewichtsklasse bis 55 kg als Favorit in die DM-Kämpfe, doch manchmal kommt es ja anders, als man denkt. Nach einem schnellen Sieg kam es knüppeldick für ihn. Im nächsten Kampf lag er in Führung, doch sein Kontrahent beförderte ihn im weiteren Verlauf auf den Rücken. Wenigstens Bronze sollte für den JCW-Kämpfer über die Trostrunde noch rausspringen. Cabecana ging schnell in Führung, seinen nächsten Ansatz sprachen die Kampfrichter aber dem Kontrahenten als Sieg zu. Bitter.

Was den Sportler des Jahres nicht daran hinderte, seinem Freund und Trainingskameraden Till Scheida (bis 50 kg) mentale Unterstützung zukommen zu lassen. Sein Vereinskollege kam mit einem vorzeitigen Sieg gut ins Turnier, verlor aber seinen nächsten Kampf. So musst auch er in die Trostrunde. Die Bilanz dort: Sieg und Niederlage. Was in der Endabrechnung Platz sieben bedeuten sollte.

Eine Medaille gab es für Julius Glaser bei den Wettkämpfen auf westdeutscher Ebene in Lippstadt. Er sicherte sich nach taktisch klugen Kämpfen Bronze. Und feierte dies mit einer sehr sympathischen Geste. Glaser überreichte seinem Trainingspartner Enrique Correia die Medaille. Grund: Sein Kumpel hatte mit seinem Vater extra den weiten Weg nach Lippstadt auf sich genommen, um ihn zu unterstützen. Insbesondere in der Zeit des Online-Trainings hatten die beiden viel miteinander geübt.

Zu einer riesigen Erfolgsgeschichte wurde der Auftritt von vier JCW-Athletinnen. Carolin Scheida (bis 33 kg) hatte keinerlei Mühe, ihren Vorjahrstitel im Modus Best of Three zu verteidigen. Ebenfalls Gold gab es für Hannah Glauner (bis 40 kg). In einer Fünfergruppe musste jede gegen jede ran. Dass sie direkt im ersten Kampf die stärkste Konkurrentin aus dem Weg geräumt hatte, machte die Aufgabe einfacher.

Toll, wie sich Mayla Gulich bis ins Halbfinale durchkämpft

Auch Mayla Gulich (bis 48 kg) hätte unbedingt eine Medaille verdient gehabt. Es war bewundernswert, wie sie sich von Allergien geplagt bis ins Halbfinale durchkämpfte. Nach einer Niederlage gegen die spätere Gewinnerin bot sie im kleinen Finale bei immer knapper werdender Luft eine tolle Leistung, war aber knapp unterlegen. Der fünfte Rang war mit Edelmetall gleichzusetzen. Schließlich schaffte es Emma Becker (bis 52 kg) über die Trostrunde bis ins kleine Finale und durfte sich nach einer couragierten Vorstellung die Medaille um den Hals hängen lassen.

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