Fußball

Profi kommt aus persönlichen Gründen nach Lennep

Den Ball vor sich, den Gegner im Blick: So trumpfte Lennart Thy in dieser Saison in Rotterdam auf. Foto: Imago/Pro Shots
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Den Ball vor sich, den Gegner im Blick: So trumpfte Lennart Thy in dieser Saison in Rotterdam auf.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Fußballer Lennart Thy hat in Rotterdam sein sportliches Glück gefunden

Remscheid. Nicht jeder hätte ihn auf den ersten Blick erkannt. Zumal eine Maske auch noch Teile seines Gesichtes verdeckten. Und doch gab es bei genauerem Hinsehen vor einigen Tagen ein großes Hallo. Fußball-Profi Lennart Thy holte sich bei Tiemeyer in Lennep ein neues Fahrzeug ab, war dafür extra aus Holland gekommen. Da machte es doch Sinn, bei dem Mann näher nachzufragen, der bei Sparta Rotterdam in dieser Saison als Angreifer 14-mal erfolgreich gewesen ist. Warum kommt er dafür extra nach Remscheid?

„Ich weiß gar nicht mehr, wie der Kontakt zustande gekommen ist“, sagt der 29-Jährige. „Ich glaube, es ist über frühere Mitspieler passiert.“ Jedenfalls ist Thy nicht zum ersten Mal beim Händler seines Vertrauens fündig geworden. Was auch daran liegen könnte, dass er zu seinem Ansprechpartner ein gutes Gefühl aufgebaut hat. Thomas Günther war einst Fußballer im Kreis Remscheid, weiß, wie Sportler ticken.

Als Präsent für Thomas Günther gab es ein Trikot von Thy.

Klar, dass neben der Schlüsselübergabe auch über die Laufbahn des in Frechen geborenen Thy gesprochen wurde. Die nimmt in Holland gerade noch einmal Fahrt auf, wo er sich bei Sparta Rotterdam sehr wohl fühlt. Nicht sein erster Verein in den Niederlanden, wo er auch schon bei VVV Venlo und PEC Zwolle seine Tore geschossen hat. „Die holländische Liga steht für offensiven und attraktiven Fußball“, sagt er. Das passt. Das ist sein Ding. Ein weiteres Jahr läuft sein Vertrag noch. Er könnte sich vorstellen, sogar länger zu bleiben. „Aber beim Fußball weiß man ja nie“, betont er. „Da muss man die Situation in jedem Sommer neu bewerten.“

Mit der U17 wurde er 2009 sogar Europameister

Nicht ausgeschlossen ist, dass er seine Karriere irgendwann in Deutschland ausklingen lässt. Dort, wo einst alles begonnen hat. Thy galt als Riesentalent, durchlief alle Nationalmannschaften zwischen der U16 und der U20. Mit der U17 wurde er 2009 sogar Europameister – als bester Torschütze. Eine Riesenkarriere schien möglich. Doch er sagt heute: „Zwischen Jugend und Senioren ist das noch einmal ein großer Unterschied.“

Seine beste Zeit hatte er zwischen 2012 und 2016 beim FC St. Pauli. Die Hoffnungen, vorher und nachher bei Werder Bremen den Weg nach ganz oben zu ebnen, sollten sich zweimal nicht erfüllen. So hat Lennart Thy schließlich den Schritt ins Ausland gewagt. Auch ein halbes Jahr in der Türkei war dabei. In Rotterdam ist er nun happy, lebt mit Partnerin und gemeinsamem Kind sehr zentral: „Alles ist gut erreichbar, die Lage ist super.“

„Cool“ sei es gewesen, in dieser Spielzeit auf Mario Götze, der aktuell beim PSV Eindhoven spielt, zu treffen. Der Weltmeister war allerdings nur in einer der beiden Begegnungen dabei, die für Sparta verloren gingen: „Da haben wir einen Smalltalk gehalten.“ Thy freut sich nach der vor Kurzem beendeten Saison nun auf die Sommerpause, wird den Eltern in Ostfriesland sowie der Schwester und Freunden (in Bremen und Hamburg) einen Besuch abstatten. Sein neues Fahrzeug soll schließlich auch der Familie präsentiert werden.

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